Mc Donald"s: Verwerflicher Anlockversuch oder soziale Fürsorge?

| Mainz

Mc Donald"s hält in Großbritannien sowohl für Kinder als auch Erwachsene eine neue Überraschung bereit: Zum "Happy Meal" werden Kinderbücher statt Plastikspielzeuge angeboten. Nutzt Mc Donald"s den Fakt, dass eins von drei Kindern in Großbritannien kein Buch besitzt, als Marketing-Strategie aus?

Im Dezember 2011 hat eine Studie der gemeinnützigen National Literacy Trust ergeben, dass vier Millionen Kinder - eins von drei Kindern - in Großbritannien kein Buch besitzen. Dies motivierte die Fastfood-Kette Mc Donald"s zu dem Entschluss, dass es nun zum "Happy Meal" Kinderbücher statt Plastikfiguren gibt. Der Aktionszeitraum findet von Mitte Januar bis Anfang Februar statt. In diesen vier Wochen sollen neun Millionen Kinderbücher verteilt werden. Durch die Mc Donalds"s Partnerschaft mit dem Morpurgos Verlag HarperCollins sollen sechs Bücher der Mudpuddle Farm Serie zur Verfügung stehen. Bei den Büchern handelt es von Werken des Bestseller-Kinderbuchautoren Michael Morpurgo.

Werden Kinder vom Spielplatz in das Fastfood-Restaurant gelockt?

Ob das fettige Essen wirklich die richtige Verbindung ist, Kindern das Lesen näherzubringen, ist umstritten. Charlie Powell, Direktor einer Kampagne für gesunde Kinderernährung sagte der Daily Mail: "In der Zeit, in der wir von einer Epidemie mit übergewichtigen Kindern überrollt werden, ist dies ein unangemessener Zeitpunkt für solche Marketing-Strategien." Die Idee sei dafür da, um Kindern Fastfood attraktiv zu machen, obwohl dies nicht der Weg sei, den wir einschlagen sollten. Der Leiter von National Literacy Trust verspricht Unterstützung bei der Werbekampagne. Seiner Meinung nach werde die Aktion in hohem Maße dazu beitragen, Familien zum gemeinsamen Lesen zu ermutigen.

Quelle: Pressemeldung Doppelklicker.de

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