Auf den Spuren der Geschichte durch Mainz
Die Verbrennung "undeutscher Bücher" auf dem Berliner Opernplatz in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1933 durch den Kampfausschuss "Wieder den undeutschen Geist" der Deutschen Studentenschaft bildete den Auftakt für ähnliche Aktionen in ganz Deutschland. Am 23. Juni 1933, am Vorabend des Gutenbergfestes, veranstaltete auch die Mainzer NS-Studentenschaft eine "öffentliche Verbrennung von Schmutz und Schundliteratur, undeutscher Bücher sowie marxistischen und kommunistischen Propagandamaterials" auf dem Adolf-Hitler-Platz. Auch einige aus Mainz stammende Autoren standen auf der schwarzen Liste der Nationalsozialisten und mussten emigrieren. Beim Stadtrundgang werden Auszüge aus deren Werken vorgelesen. Der Rundgang führt zu weiteren Stätten, an denen daran erinnert wird, wie der Nationalsozialismus das gesamte Mainzer Kulturleben verändert und zerstört hat.
Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz
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