Aus "Linde" und "The BOC Group" wird "The Linde Group"

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Nachdem der Zusammenschluss zwischen der Linde AG und The BOC Group plc zu einem weltweit führenden Industriegase- und Engineering-Unternehmen gestern vollzogen worden ist, hat die Linde AG die Weichen für die Zukunft des Konzerns gestellt.

Nachdem der Zusammenschluss zwischen der Linde AG, Wiesbaden, und The BOC Group plc, Windlesham, UK, zu einem weltweit führenden Industriegase- und Engineering-Unternehmen am 5. September 2006 vollzogen worden ist, hat die Linde AG heute wichtige Weichen für die Zukunft des Konzerns gestellt:

Das neu aufgestellte Unternehmen wird künftig unter dem Namen "The Linde Group" auftreten. Der neue Name berücksichtigt die große Tradition und Herkunft der beiden fusionierten Unternehmen und steht gleichzeitig für die Internationalität eines global ausgerichteten Konzerns. Die Namensänderung gilt ausschließlich für den Konzern. Auf Marktebene werden die Marken Linde und BOC unverändert erhalten bleiben.

Top-Management-Team

Der globale Anspruch der The Linde Group spiegelt sich auch in der obersten Führungsebene des neuen Unternehmens wider.

Das Top-Management-Team wird aus fünf Mitgliedern bestehen und von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle (57), dem Vorsitzenden des Vorstands der Linde AG, geführt werden. An Reitzle berichten zudem die Global Functions des Konzerns. Darüber hinaus ist Reitzle für die Logistik-Division Gist verantwortlich. In einer Matrix-Struktur aus globalen und regionalen Business Units und Business Areas ist Dr. Aldo Belloni (56), Mitglied des Vorstands der Linde AG, für die Regionen Europa und Mittlerer Osten sowie für die Global Business Unit Healthcare zuständig. Darüber hinaus führt er die Division Engineering und verantwortet das Innovation Management. Die Regionen Amerika und Afrika sowie die Global Business Unit On-site und die Business Area Flüssiggase werden von Kent Masters (45), bisher im Board von BOC zuständig für die Line of Business ISP, verantwortet. Trevor Burt (48), bisher bei BOC zuständig für die Region Nordamerika, leitet die Regionen Asien/Pazifik sowie die Business Areas für Flaschengase und Elektronikgase. Den Bereich Finanzen mit den Funktionen Controlling, Bilanzen, Treasury, Steuern, Mergers & Acquisitions und Beschaffung wird Georg Denoke (41) verantworten, bisher verantwortlich für Finanzen bei Linde Gas. Er folgt damit auf Dr. Peter Diesch (51), der das Unternehmen zum Jahresende auf eigenen Wunsch verlassen wird. Bis dahin wird Dr. Peter Diesch wie bisher dem Vorstand der Linde AG angehören und den Verkauf beziehungsweise den Börsengang des Unternehmensbereichs Material Handling unterstützen. "Dr. Peter Diesch hat die strategische Neuausrichtung des Linde-Konzerns maßgeblich mitgestaltet", sagte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle. "Dies gilt insbesondere für seinen Beitrag bei der Übernahme der BOC Group plc. Die Linde AG dankt ihm für seine hervorragende Leistung und die vorbildliche Zusammenarbeit."

Unternehmenszentrale

Die Unternehmenszentrale der "The Linde Group" wird zukünftig an zwei Standorten angesiedelt: Der Hauptsitz und Sitz des Vorstands wird in München sein, ein zweiter Standort mit unterstützenden Funktionen wird in England in der Region Surrey eingerichtet, in der Nähe des bisherigen Stammsitzes der BOC Group.

Durch die Zusammenführung der konzernübergreifenden Funktionen zu einer schlanken, effizienten Einheit wird die neue Unternehmenszentrale dazu beitragen, die aus der Fusion angestrebten Synergien zügig zu realisieren.

Mit dem Zusammenschluss von Linde und BOC zur "The Linde Group" ist ein weltweit führendes Industriegase- und Engineering-Unternehmen entstanden, das auf einer Pro-forma-Basis einen Jahresumsatz von rund 12,7 Mrd. Euro erzielt und mit weltweit etwa 53.000 Mitarbeitern ein operatives Ergebnis (EBIT) von 1,6 Mrd. Euro erwirtschaftet.

"Dies ist ein historischer Tag für Linde und BOC", erklärte Reitzle. "Beide Unternehmen haben eine mehr als 100-jährige stolze Geschichte, in der sich ihre Wege schon häufiger gekreuzt haben. Heute finden wir schließlich zusammen und formieren einen weltweiten Marktführer, einen echten Global Player. Wir werden den jetzt anstehenden Integrationsprozess gemeinsam mit BOC partnerschaftlich gestalten und alle Voraussetzungen schaffen, um die Chancen und Potenziale, die diese perfekte Kombination bietet, zügig zu erschließen."

BOC Edwards

Im Zuge der Konzentration auf das Industriegasegeschäft prüft "The Linde Group" strategische Optionen für die Veräußerung des Komponenten-Geschäfts des Tochterunternehmens "BOC Edwards". Das Geschäft mit Flüssiggasen und Elektronikgasen von "BOC Edwards" soll hingegen weitergeführt und in die neue Organisation der "The Linde Group" integriert werden. BOC Edwards hat im Geschäftsjahr 2005 im Komponenten-Geschäft ein Umsatzvolumen von etwa 800 Mio. Euro erzielt.

BOC Edwards ist ein führender Anbieter von Vakuum-Pumpen und von Komponenten für die Halbleiterindustrie.

"Das Komponenten-Geschäft von BOC Edwards läuft sehr erfolgreich und ist in den relevanten Märkten stark positioniert. Auch unabhängig von der Linde Group und der künftigen Besitzerstruktur steht der Bereich vor einer weiterhin erfolgreichen Zukunft", erklärte Reitzle.

Die Deutsche Bank hat das Mandat zur Steuerung des Verkaufsprozesses erhalten.

Material Handling - KION Group

Parallel zum Zusammenschluss mit BOC hat die Linde AG den Unternehmensbereich Material Handling rechtlich verselbständigt und die drei Marken Linde, STILL und OM unter der neuen Dachgesellschaft "KION Group" gebündelt.

"Als eigenständiges Unternehmen wird Material Handling nun noch fokussierter am Markt auftreten", sagte Reitzle. "Mit der Konzentration auf ein klar definiertes Geschäftsfeld lassen sich die Kräfte noch effizienter bündeln und die Potenziale der einzelnen Marken noch besser aufeinander abstimmen."

Sprecher der Geschäftsführung der "KION Group" ist Hubertus Krossa (58), Mitglied des Vorstands der Linde AG und seit Januar 2005 gesamtverantwortlich für den Unternehmensbereich Material Handling. Weitere Mitglieder der Geschäftsführung der "KION Group" sind Ralf Speth (50), bisher Mitglied des Bereichsvorstands Material Handling, und Dr. Nedim Cen (40), zuletzt Managing Director bei Credit Suisse und dort für das M&A-Geschäft in Deutschland und Österreich tätig.

"Mit der neuen Gesellschaft ,KION Group' haben wir alle Stärken unter einem Dach zusammengefasst und damit die Voraussetzungen geschaffen, um die markenübergreifenden Synergien noch besser zu erschließen", sagte Krossa. "Die Basis ist hervorragend: Mit unseren drei Marken Linde, STILL und OM sind wir die unangefochtene Nummer eins in Europa und gleichzeitig Technologieführer. Auf dieser Grundlage wollen wir unsere Position zukünftig weltweit stärken."

Quelle: Pressemeldung Linde AG, 06.09.2006

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