Boehringer Ingelheim-Preis 2007 für Stefan Tenzer und Christoph Becker

| Ingelheim

Den mit 20.000 Euro dotierten Boehringer Ingelheim-Preis erhalten 2007 Dr. Stefan Tenzer vom Institut für Immunologie, stellvertretend für eine Autorengruppe, und Dr. habil. Christoph Becker, I. Medizinische Klinik und Poliklinik, beide von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

In einer Feierstunde im Hörsaal der chirurgischen Klinik der Universität Mainz überreichten Dr. Reinhard Urban, Dekan des Fachbereichs Medizin, und Dr. Manfred Haehl, Leiter des Bereichs Medizin der Boehringer Ingelheim GmbH, den Wissenschaftlern die Auszeichnung.

Über die Verleihung des Preises entscheidet der Fachbereichsrat Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der von der Boehringer Ingelheim-Stiftung ausgeschriebene Preis zur Förderung der Medizinischen Forschung an der Mainzer Universität wurde zum 36. Mal vergeben.

Dr. Stefan Tenzer gehört zu einer achtköpfigen Autorengruppe* , die für ihre gemeinsame wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Autocatalytic Cleavage of Clostridium difficile Toxin B“ mit dem Preis für Theoretische Medizin ausgezeichnet wurde. Die Ergebnisse eröffnen die Möglichkeit, einen vollständig neuen Therapieansatz für Erkrankungen zu entwickeln, die durch das – häufig in Krankenhäusern vorkommende – Darmbakterium Clostridium difficile ausgelöst werden. Dieser beruht erstmalig nicht auf der Gabe von Antibiotika.

Dr. habil. Christoph Becker erhielt den Preis im Bereich Klinische Medizin für seinen entscheidenden Beitrag zur Entschlüsselung der Entstehung und Entwicklung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, wie beispielsweise des Morbus Crohn. Mit verschiedenen Publikationen hat Dr. Becker die Erkenntnis mit entwickelt, dass auch eine fehlgesteuerte Aktivierung des zum Darmkanal gehörenden Immunsystems ein zentraler Faktor für die Krankheitsentstehung sein kann.

  • Mitglieder der Autorengruppe um Stefan Tenzer sind Jessika Reineke, Maja Rupnik, Andreas Koschinski, Oliver Hasselmayer, Andre Schrattenholz, Hansjörg Schild und Christoph von Eichel-Streiber.

Quelle: Pressemeldung Boehringer Ingelheim, 19. Dezember 2007

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