„Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer“

| Mainz

Unternehmerinnenabend zum Thema „Frauen verstehen ihr Handwerk“. Frauen brauchen Mut und Willen, müssen selbstbewusst sein und in der Unternehmensführung einen stringenten Weg gehen, um sich im Wirtschaftsleben zu behaupten – in dieser Einschätzung der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit und vor allem für die Selbstständigkeit des weiblichen Geschlechts in einer nach wie vor eher männlich dominierten Branche waren sich die Handwerksunternehmerinnen und –gesellinnen beim Unternehmerinnenabend der HWK einig.

HWK, Wirtschaftsministerium und Rheinhessisches Unternehmensgründungsnetzwerk RUN hatten eingeladen, um die unternehmerische Initiative der Frauen im Handwerk noch stärker zu forcieren. Wie kann dies besser geschehen als durch positive Praxisbeispiele, die beim Unternehmerinnenabend gleich in Fülle vorgestellt wurden. Zielsetzung sei es, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Carsten Kühl in seinem Grußwort vor den Gästen im Lichthof der Handwerkskammer, die „beruflichen Potenziale von Frauen im Handwerk gemeinsam zu fördern“.

„Frauen verstehen ihr Handwerk“, so das Motto der Veranstaltung, das genau den Kern der Sache traf - denn Frauen müssen immer noch stärker durch Wissen und Können überzeugen als ihre Kollegen des anderen Geschlechts, wussten die Teilnehmerinnen der Talkrunden aus Erfahrung. Nicht selten, so beispielsweise Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin Petra Fuchs-Höhn sowie Zimmerermeisterin Andrea Weisrock bekommen die Unternehmerinnen zu hören: „Wo ist der Meister? Ich will mit einem Mann sprechen.“ Dass eine Frau als Chef(in) mindestens genauso gut ist, und dies auch noch in einem sogenannten Männerberuf, scheint also für manche (Männer) immer noch nicht ganz vorstellbar, sind sich die Frauen im Handwerk einig.

Hier müssten deshalb noch einige Hürden genommen und überholte Vorstellungen abgebaut werden, ehe es allen klar sei: „Frauen verstehen ihr Handwerk“ oder, wie es Andrea Weisrock formuliert: „Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer.“

Dass das weibliche Geschlecht sich längst emanzipiert hat, stellten die Frauen beim Unternehmerinnenabend unter Beweis - ob Anja Gockel, die mit ihren Modekreationen inzwischen internationalen Ruf erlangt hat oder Ramona Schütte, die als Steinmetz- und Steinbildhauergesellin beim Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im letzten Jahr den Landessieg für sich entschieden hat. In diese Riege gehören neben anderen auch Christine Merkel-Köppchen, die sich trotz Doppelbelastung als selbstständige Buchbindermeisterin mit Familie als Vorsitzende des rheinhessischen Arbeitskreises der Unternehmerfrauen im Handwerk auch noch ehrenamtlich engagiert oder Silke Kleinschmitt, die als Geschäftsführerin der Silke Fahl Elektrotechnik & Alarmanlagen den Chefsessel innehat und so hohe Verantwortung für die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter trägt.

Dass die Unternehmerinnen im Handwerk eine „wichtige Stütze der Wirtschaft“ sind, unterstrich nachdrücklich HWK-Präsident Karl Josef Wirges. Wörtlich meinte er: „Ob als Unternehmerin, mitarbeitende Partnerin, ob als Auszubildende oder Gesellin – das Wissen und Können der Frauen im Handwerk ist für unsere Betriebe unverzichtbar.“

Wirges appellierte an das Land und Kommunen, die Anzahl und Qualität des Kinderbetreuungsangebots zu verbessern und dies sowohl für die unter Dreijährigen als auch die Schulkindern, „dann haben Frauen als Selbstständige wie in angestellter Führungsverantwortung mehr und bessere Berufsperspektiven.“ Gleichzeitig rief er dazu auf, die „Selbstständigkeit als Lebensmodell“ bereits im Kindesalter begreifbar zu machen. „Jugendliche müssen schon vor der Berufsentscheidung die Erkenntnis gewinnen, dass es mit dem Unternehmertum eine klare Alternative zum Angestelltenverhältnis gibt und ein eigener Betrieb ein Lebensmodell mit Zukunft ist“, betonte der Kammer-Präsident.

Auch für Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Carsten Kühl steht außer Frage, dass das Potenzial der Frauen gefördert werden muss: „Frauen sind eine starke wirtschaftliche Kraft, deren Bedeutung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Mangels an qualifizierten Fachkräften noch weiter zunehmen wird.“ Deshalb unterstütze das Land Maßnahmen, „die Frauen bei der Entscheidungsfindung und Realisierung ihrer Gründung fördern, die sie bedarfsgerecht qualifizieren und auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten.“

In diesem Zusammenhang kündigte Kühl für das kommende Jahr die Einrichtung eines Landesarbeitskreises zur Förderung von Gründerinnen und Unternehmerinnen an, „um hierdurch die Transparenz und Vernetzung von Aktivitäten zu verbessern und insgesamt den Stellenwert der Frauen in der Gesellschaft sichtbar zu machen“.

Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, 27. Oktober 2006

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1. Review für "„Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer“" ( von StrongKing am )
Sowas habe ich gesucht Genau sowas habe ich gesucht. Super!
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2. Review für "„Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer“" ( von SickChris am )
Seh ich genauso. Danke für den Artikel. Manche Hundebesitzer unterschätzen die Wichtigkeit einer Haftpflicht.
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3. Review für "„Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer“" ( von FashionPro am )
MoveObjects Das ist wirklich der lustigste Cheat im gesamten spiel.
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4. Review für "„Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer“" ( von GuppyTexter am )
Die besten Cheats Ich finde auch das dies, die besten Cheats sind.
Meine Wertung: 9 Punkte. (Skala von 1 bis 10)

5. Review für "„Frauen im Handwerk – das ist Emanzipation für die Männer“" ( von AudioPimp am )
Tolle Hinweise Danke für den Hinweis mit dem Deckungsakt! Ich wusste nicht, dass dies auch von der Haftpflicht getragen wird!
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