„Girls‘ Day“ in der Kreisverwaltung Mainz-Bingen
An dem Angebot der Kreisverwaltung Mainz-Bingen in Ingelheim Behördenluft zu schnuppern, beteiligten sich neun Mädchen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren.
„Ich wünsche euch, dass ihr nach dem heutigen Tag den Mut bekommt, auch eine bisher männerdominierte Berufsausbildung anzustreben“, gab Landrat Claus Schick den Kurzzeit-Praktikantinnen mit auf den Weg. Klaus Stulz, Ausbildungsleiter der Kreisverwaltung, informierte über die Ausbildungsmöglichkeiten im Haus und verwies auf die zusätzliche Möglichkeit von Schülerpraktika in der Ingelheimer Behörde. In den einzelnen Abteilungen, darunter Bauabteilung, Ordnungsbehörde, Energie- und Umweltberatungszentrum, Abfallbehörde und in der EDV machten sich die Mädchen ein Bild davon, dass die Arbeit bei der Kreisverwaltung interessante Aufgabenfelder umfasst. Nach den Erfahrungen von Anja Lenhart, Mitarbeiterin der Mainz-Binger Gleichstellungsstelle, stürzen sich immer wieder über die Hälfte der Bewerberinnen auf nur sechs Ausbildungsberufe: Bürokauffrau, Arzthelferin, Einzelhandelskauffrau, Friseurin, Verkäuferin und Industriekauffrau. Und das, obwohl wir in Deutschland zur Zeit die bestausgebildete junge Frauengeneration aller Zeiten haben. Alleine bei den Abiturienten sind 55,7 Prozent weiblich.
„Deshalb will der „Girls‘ Day“ dazu beitragen, das Berufswahlspektrum der Mädchen zu erweitern“, erklärt Lenhart. „Denn wenn ein Mädchen die nötigen Qualifikationen mitbringt, hat sie in einem männerdominierten Männerberuf oder Studienfach größere Arbeitsmarktchancen, Karriere- und Verdienstmöglichkeiten“, macht Lenhart jungen Mädchen Mut.
Quelle: Pressemeldung Kreisverwaltung Mainz-Bingen
29.04.2006
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