Hering: Banken müssen Kredite für Aufschwung sicherstellen
Gerade in einem beginnenden Aufschwung hätten die Unternehmen einen erhöhten Kapitalbedarf, weil Investitionen und Vorleistungen finanzielle Mittel erforderten. In dieser Phase sei ein verantwortungsbewusstes Verhalten der Kreditinstitute besonders wichtig, da notwendige Maßnahmen sonst ausbleiben und auch eigentlich gesunde Firmen mit guter Auftragslage in Probleme geraten könnten.
Nach Ansicht des Ministers muss darüber hinaus beobachtet werden, ob es zu weiteren Belastungen der Banken durch Wertberichtigungen sowie Abschreibungen kommen wird und wie die absehbare Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften ausfällt. "Auch dies kann die Kreditvergabe einschränken und zu Finanzierungsproblemen bei den Betrieben führen, wenn die Investitionsnachfrage im Laufe des Jahres wieder deutlicher anzieht", so Hering. In einem beginnenden Aufschwung komme es daher mehr denn je darauf an, die Kreditversorgung sicherzustellen.
Nach einer Umfrage des Ifo-Instituts sinkt derzeit die Anzahl der Unternehmen , die die Kreditvergabe der Banken als restriktiv empfinden. Die Banken müssten diesen positiven Trend weiter unterstützen. Mit einer vorausschauenden Wirtschaftspolitik habe Rheinland-Pfalz bereits Ende 2008 als erstes Bundesland ein Soforthilfeprogramm gestartet, um unverschuldet durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in Liquiditätsschwierigkeiten gekommenen Unternehmen unbürokratisch zu helfen, sagte Hering. Gleichzeitig wurde eine ressortübergreifende Koordinierungsstelle Unternehmenshilfe und Beschäftigungssicherung eingerichtet. "Mit der Erholung der Weltwirtschaft bestehen gute Chancen, dass der Aufschwung in Deutschland selbst tragend ist, auch wenn die Wachstumsraten wahrscheinlich moderat bleiben werden", betonte der Minister.
Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
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