Hering: „Wir öffnen Märkte“ / Programm für 2008 vorgestellt

18.10.2007 | Mainz
„Aktuelle Prognosen zeigen, dass die Exporterwartungen der Unternehmen in Deutschland für das kommende Jahr sehr hoch sind. Auch für Rheinland-Pfalz erwarten wir eine weiter positive Entwicklung des Auslandsgeschäftes. Dies zeigt auch die Steigerung der Exportquote für Rheinland-Pfalz, die sich von 43,7 Prozent im Jahr 2002 auf 47,4 Prozent im Jahr 2006 stetig fort entwickelt hat.

Wir wollen diesen Trend nutzen und unsere Position weiter stärken“, erklärte Wirtschaftsminister Hendrik Hering bei der Vorstellung des Außenwirtschaftsprogramms „Wir öffnen Märkte 2008“ in Mainz.

Das Auslandsgeschäft bleibe eine der wichtigsten Triebfedern der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Auf insgesamt neun Wirtschaftsreisen im kommenden Jahr besuche die Landesregierung 15 Länder, die ein starkes Wachstumspotential aufweisen, erläuterte der Minister das Programm für das kommende Jahr. Es stelle ein Angebot an die mittelständische Wirtschaft in Rheinland-Pfalz dar, die eingeladen sei, an den Reisen teilzunehmen. Mit den Wirtschaftsreisen wolle die Landesregierung die rheinland-pfälzischen Unternehmen bei der Erschließung und Sicherung ausländischer Märkte intensiv unterstützen. „Solche Reisen übernehmen eine wichtige Türöffnerfunktion, in deren Zentrum die Vermittlung von Geschäftspartnern und die Anbahnung von Geschäftskontakten stehen“, betonte Hering.

Reiseziele seien Litauen, Lettland und Weißrussland, Brasilien und Argentinien (zusammen mit dem Saarland), Rumänien, die Russische Föderation, Marokko, Algerien und Ägypten, Kasachstan, die Volksrepublik China, die Ukraine, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate. „Die Festlegung dieser Zielregionen und Zielmärkte ist das Ergebnis der Beobachtung von Marktentwicklungen sowie der Evaluierung vorausgegangener Projekte“, erklärte der Minister. Die Reise nach Indien und Dubai werde Ministerpräsident Kurt Beck vom 27. Oktober bis 6. November 2008 unternehmen. „Diese Reise eröffnet große Möglichkeiten zur Intensivierung der bilateralen Möglichkeiten mit Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten“, so Minister Hering.

Neben den Wirtschaftsreisen beteiligt sich das Land auch an elf Auslandsmessen. „Auslandsmessebeteiligungen sind ein wichtiges und effektives Marketinginstrument der heimischen Wirtschaft. Sie dienen als Plattform zur Präsentation der Produkte und Dienstleistungen auf ausländischen Märkten“, verdeutlichte Hering.

Zu den weiteren wesentlichen Instrumenten des Programms gehörten Symposien und Informationsveranstaltungen. „Es ist zentrale Aufgabe rheinland-pfälzischer Außenwirtschaftsförderung, vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Positionierung auf den internationalen Märkten zu unterstützen“, so der Minister. Die Maßnahmen dienten aber auch einem anderen Zweck. „Gerade bei Wirtschaftsreisen, Messebeteiligungen und Symposien werben wir für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz und versuchen Investoren für unser Bundesland zu gewinnen.“

Im Jahr 2006 habe die heimische Wirtschaft Waren im Wert von 36,3 Milliarden Euro exportiert, was einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 entspricht. Die Importe konnten im vergangenen Jahr auf 23,6 Milliarden Euro bzw. um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. „Diese Zahlen belegen die wachsende internationale Ausrichtung rheinland-pfälzischer Unternehmen. Der Export macht - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - bereits 36 Prozent aus“, so Hering.

Das Programm „Wir öffnen Märkte 2008“ ist in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, dem Deutschen Weininstitut, der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH sowie der Mittel- und Osteuropazentrum Rheinland-Pfalz (MOEZ) GmbH erstellt worden.

Neu in diesem Jahr ist, dass in Zusammenarbeit mit den Kammern sechs Monate vor der jeweiligen Wirtschaftsreise ein Wirtschaftstag statt findet, der umfassend über Handel und Investitionen im jeweiligen Zielmarkt informiert. „Wir wissen, dass für den Erfolg auf Auslandsmärkten gute Marktkenntnisse notwendig sind. Nicht zuletzt sind kleine und mittlere Unternehmen auf Beratung angewiesen, die die Kammern als Dienstleister gerne übernehmen“, betonte der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen Dr. Harald Augter.

Günther Tartter, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz, lobte die Zusammenarbeit in der Außenwirtschaftsförderung des Landes: „Unsere Unternehmen wissen, dass sie bei der Erschließung internationaler Märkte auf ein effizientes und bedarfsorientiertes Instrumentarium der Außenwirtschaftsförderung zurückgreifen können; wesentlich ist dabei die gute Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsministerium und den Kammern“.

Quelle: Pressemeldung Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland, 11.10.2007

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