Horn von Afrika erhält EU-Hilfsgelder in Millionenhöhe
Davon fließen allein an das von Dürre, Bürgerkrieg und Krankheiten gebeutelte Somalia 13 Millionen Euro, die bereits im Frühjahr im Rahmen des "Globalplan" festgelegt wurden und für Gesundheits-, Trinkwasserversorgung und Nahrungsmittel gedacht sind.
"In dieser Region, die unter extremen Wetterbedingungen, chronischen Konflikten und tiefer Armut leidet, sind Millionen von Menschen nun am Ende ihrer Kräfte. Unsere Hilfe ist entscheidend, um Leben zu retten und Elend zu mildern. Die neuen Beschlüsse spiegeln unser allgemeines Konzept für die Region wider, mit dem wir die schwierigen humanitären Herausforderungen konsequent und wirksam angehen wollen", sagte EU-Entwicklungshilfekommissar Michel. Insgesamt 22 Millionen Euro gehen an alle Länder für Nahrungsmittelhilfe, die schwerpunktmäßig der Ernährungssicherheit und kurzfristigen Unterstützung zur Existenzsicherung für stark gefährdete Bevölkerungsgruppen bereitgestellt werden. Darüber hinaus werden Rehabilitierungsmaßnahmen im unmittelbaren Anschluss an Katastrophen finanziert, wie z. B. die Bereitstellung landwirtschaftlicher Betriebsmittel.
Mit weiteren 10 Millionen unterstützt die EU für Maßnahmen zur Dürrebekämpfung in allen Ländern. Durch das hohe Bevölkerungswachstum sind die knappen natürlichen Ressourcen am Horn von Afrika stark beansprucht. Darüber hinaus äußert sich der Klimawandel in einem stetigen Rückgang der Regenfälle in der Region. Der neue Beschluss, der auf einer Strategie für die Katastrophenvorsorge basiert, wird zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der in Dürregebieten lebenden Hirten beitragen, indem Wasser, Hilfe bei der Existenzsicherung, Gesundheitsdienste und Unterstützung für die Tiergesundheit bereitgestellt werden. Zudem gehen mehrere Millionen an Finanzhilfen in die Infrastruktur und Gesundheitsversorgung insbesondere von Eritrea und Äthiopien.
Quelle: Pressemeldung Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Diese Nachricht mit anderen teilen
