IHK: Kleines Wirtschaftwunder in Rheinhessen

| Mainz

Im Krisenjahr 2009 sind in der Region mehr Arbeitsplätze geschaffen und weniger Kurzarbeiter geleistet worden als in Land und Bund

Die rheinhessische Wirtschaft hat sich 2009 besser behauptet als das Land Rheinland-Pfalz und die Bundesrepublik Deutschland. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg in Rheinhessen im Verlauf des Krisenjahres von 197.641 auf 199.216 um 0,8 Prozent. In Rheinland-Pfalz gingen die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent und in Deutschland um 0,5 Prozent zurück.

Ähnlich sieht es bei der wirtschaftlich bedingten Kurzarbeit aus: Während im Dezember 2009 in Rheinhessen 189 Betriebe kurz arbeiten ließen, das ist eine Kurzarbeiterquote von 1,25 Prozent oder 1.650 Beschäftigten, lag der Bundesdurchschnitt mit einer Quote von 2,56 Prozent mehr als doppelt so hoch. Im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz lag die Kurzarbeiterquote bei 2,15 Prozent. Die Bundesregierung hatte 2008 im Rahmen des ersten Konjunkturpaketes die wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit (§ 170 SGB III) als Instrument erheblich ausgeweitet.

"Es ist ein kleines Wirtschaftswunder, dass unsere mittelständisch geprägten Unternehmen besser mit der Wirtschaftskrise zurechtgekommen sind und sogar gestärkt aus dem Tief hervorgehen", resümiert Richard Patzke, Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen. "Die hiesigen Unternehmen mussten das arbeitsmarktpolitische Instrument Kurzarbeit in wesentlich geringerem Maße nutzen und haben stattdessen sogar Beschäftigung aufgebaut."

Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen

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