IHK prämiert akademische Spitzenleistungen

| Mainz

1. Preis für Martina Bürger: Entwicklung eines Kennzahlensystems für den Beschaffungsbereich der Paul Hartmann Gruppe und Erstellung eines Konzeptes für dessen IT-technische Umsetzung im SAP Business Information Warehouse

Die Träger der IHK-Preise 2006. 1. Preis, dotiert mit 2.500 EUR. Martina Bürger. Diplomarbeit an der Fachhochschule Worms, Fachrichtung „Internationale Betriebswirtschaftslehre und Außenwirtschaft“, betreut von Prof. Dr. Wolfgang Redel, Note 1,0.

Die Abschlussarbeit ist in Zusammenarbeit mit der Paul Hartmann AG entstanden, die damit ihre Ausgaben im Einkauf erheblich gesenkt hat. Martina Bürger hat mit einer SAP-Software ein Controlling-Konzept entwickelt, mit dem sich die Entwicklung von Einkaufspreisen aufzeigen und Lieferanten beurteilen lassen. Das Unternehmen steigert seine Einkaufsleistung und die Lieferanten können ihren Service verbessern.

Für die Jury gab die hochgradige Umsetzbarkeit der Arbeit in die betriebliche Praxis den Ausschlag. Martina Bürger gelingt es, den Verbesserungsbedarf in der Steuerung des Beschaffungsbereichs theoretisch fundiert zu analysieren und einer praktikablen Umsetzung zuzuführen.

Martina Bürger lernte Hotelfachfrau bevor sie 2001 ihr Studium der Internationalen Betriebswirtschaft und der Außenwirtschaft an der FH Worms aufnahm. Sie fügte ein Auslandssemester ein an der Universität in Quingdao, China. Während des Studiums sammelte sie Berufspraxis in der Automobil- und Elektrotechnikbranche. Heute ist sie Controllerin bei der SGL Carbon GmbH in Meitingen.

2. Preis, dotiert mit 1.500 EUR

Dr. Arne Schneider: „Die strategische Planung des Produktportfolios bei Automobilherstellern – Konzeption eines Instruments zur Bewertung des Cycle-Plans“. Dissertation im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, betreut von Prof. Dr. Gunther Friedl und Prof. Dr. Stefan Rammert (Zweitgutachter), Note: „summa cum laude“.

Dr. Arne Schneider befasst sich mit dem Problem der Planung von Lebenszyklen für Automodelle: Welche Modelle müssen wann auf den Markt kommen, welche Modelle lässt man auslaufen? Je größer das Modellangebot eines Herstellers, desto komplexer wird die Planung der Zyklen. Was alles diese Planung beeinflussen kann, das zeigt die Arbeit von Arne Schneider auf. Schneider entwickelt Verfahren, die diese Einflüsse messbar machen.

Nach Meinung der Jury besticht die Dissertation durch ihren engen Praxisbezug. Arne Schneider entwickelt ein innovatives und praktikables Instrument, das die Bewertung von Produktportfolios erlaubt. Es hilft der Führungsebene eines Unternehmens, bessere Entscheidungen zu treffen.

Dr. Arne Schneider, Jahrgang 1976, hat in St. Gallen (Schweiz) und an der London School of Economics (England) Wirtschaftswissenschaften studiert. Während seines Studiums sammelte er Berufserfahrung im Finanzdienstleistungsbereich und in der Unternehmensberatung. Seit seinem Universitätsabschluss 2002 ist er als Unternehmensberater in der Automobilbranche tätig.

3. Preis, dotiert mit 500 EUR

Änne Rollwage: „Erarbeitung eines Balanced Scorecard-Konzeptes unter Prüfung und Schaffung der Voraussetzungen am Beispiel der FALK GmbH“. Diplomarbeit an der Fachhochschule Mainz, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, betreut von Prof. Dr. Sven Fischbach, Note 1,0.

Änne Rollwage hat in ihrer Diplomarbeit zusammen mit der FALK GmbH eine „Balanced Scorecard“ (BSC) für das Unternehmen entwickelt. Die BSC ist ein Plan, der Ziele für ein Unternehmen festlegt und das Erreichen dieser Ziele mittels Kennzahlen überprüft. Durch eine auf das Unternehmen zugeschnittenen BSC werden Mitarbeitern Anreize zum Erreichen der Ziele gesetzt. Der Erfolg des Unternehmens wird gesteuert und konsequent verbessert.

Entscheidend für das Votum der Jury ist der hohe Praxisbezug der Diplomarbeit. Ihr Fachwissen wendet Änne Rollwage in einem mittelständischen Unternehmen an. Sie analysiert den Betrieb fundiert und legt die richtigen Schritte zur Umsetzung der Unternehmensziele dar.

Änne Rollwage, Jahrgang 1977, hat nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau und nach zwei Jahren Berufserfahrung ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule in Mainz aufgenommen. Während ihres Studiums sammelte sie Berufspraxis bei den Mainzer Unternehmen Schott Glas und Werner & Mertz. Auch in der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsbranche absolvierte sie ein Praktikum. Heute arbeitet Änne Rollwage bei der Westdeutschen ImmobilienBank.

3. Preis, dotiert mit 500 EUR

Dunja Metz: „Nothing for Nothing? Qualitativ hochwertiges „Low Budget“ Desgin“, Diplomarbeit an der Fachhochschule Mainz, Studiengang Design, betreut von Prof. Dr. Jean Ulysses Voelker, Note 1,0.

Dunja Metz hat ein Buch konzipiert, geschrieben und gestaltet, das zeigt, wie anspruchsvolle Design-Projekte mit geringem finanziellen Aufwand verwirklicht werden können. Die Autorin stellt Möglichkeiten in den Bereichen Gestaltung, Drucktechnik und Buchbindung vor, die die Herstellungskosten senken, ohne dass die Qualität des Designs darunter leidet.

Die Jury hat beeindruckt, wie die Autorin innovative Lösungen in einer kongenialen Form präsentiert. Sie empfiehlt damit auch das Kommunikationsdesign als kreatives Moment, das produzierenden Unternehmen auf dem Markt Wettbewerbsvorteile verschaffen kann.

Dunja Metz, Jahrgang 1980, hat an der Fachhochschule Mainz Design studiert. Während ihres Studiums erwarb sie Berufserfahrung in den Bereichen Werbung und Filmproduktion. Heute arbeitet sie freiberuflich für renommierte Agenturen. Sie ist im letzten Jahr bereits mit dem Preis „Schönste deutsche Bücher 2005“ ausgezeichnet worden und hat dieses Jahr den bekannten „Red Dot Design Award“ gewonnen.

Sonderpreis „Beste/-r der Besten", dotiert mit 2.500 EUR

Thomas Baroli erhielt in seiner Abschlussprüfung zum „Handelsfachwirt“ mit 94 von 100 erreichbaren Punkten das beste Ergebnis unter allen Absolventen einer IHK-Weiterbildung im vorigen Jahr. Er absolvierte eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann bei CFB Oetker in Budenheim. Nach dem Ende der Ausbildungszeit arbeitete er im Vertriebs-Innendienst der Dr. Oetker KG. 2001 wechselte Thomas Baroli zur Braun + Company Papierwaren GmbH in Hochheim, wo er bis heute im Vertriebs-Innendienst tätig ist.

Quelle: Pressemeldung Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, 06. Dezember 2006

Dieser Beitrag wurde bisher 2036 mal gelesen.
(Rang 359 auf Doppelklicker.de)

Diese Nachricht mit anderen teilen
Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.






Wie bewerten Leser den Beitrag "IHK prämiert akademische Spitzenleistungen"?

Die Leser meinen: 8 Punkte. (Skala von 1 bis 10)
Insgesamt 74 Ratings aus 75 Reviews wurden ausgewertet.

1. Review für "IHK prämiert akademische Spitzenleistungen" ( von StrongKing am )
Sowas habe ich gesucht Genau sowas habe ich gesucht. Super!
Meine Wertung: 8 Punkte. (Skala von 1 bis 10)

2. Review für "IHK prämiert akademische Spitzenleistungen" ( von SickChris am )
Seh ich genauso. Danke für den Artikel. Manche Hundebesitzer unterschätzen die Wichtigkeit einer Haftpflicht.
Meine Wertung: 9 Punkte. (Skala von 1 bis 10)

3. Review für "IHK prämiert akademische Spitzenleistungen" ( von FashionPro am )
MoveObjects Das ist wirklich der lustigste Cheat im gesamten spiel.
Meine Wertung: 7 Punkte. (Skala von 1 bis 10)

4. Review für "IHK prämiert akademische Spitzenleistungen" ( von GuppyTexter am )
Die besten Cheats Ich finde auch das dies, die besten Cheats sind.
Meine Wertung: 9 Punkte. (Skala von 1 bis 10)

5. Review für "IHK prämiert akademische Spitzenleistungen" ( von AudioPimp am )
Tolle Hinweise Danke für den Hinweis mit dem Deckungsakt! Ich wusste nicht, dass dies auch von der Haftpflicht getragen wird!
Meine Wertung: 8 Punkte. (Skala von 1 bis 10)