Initiative „Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz“
Vor diesem Hintergrund haben die beiden Minister heute den Startschuss für die Initiative „Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz“ in Mainz gegeben.
Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, die Chancen, die sich für Rheinland-Pfalz bieten, noch effektiver zu nutzen. „Wichtig ist uns, Entwicklungen und Trends in der Gesundheitswirtschaft zu identifizieren und auf dieser Basis sowohl Stärken als auch Chancen und Potenziale für die Gesundheitswirtschaft am Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz für die Regionen aufzuzeigen“, erklärte Minister Hering. Für diese Bestandsaufnahme habe die Landesregierung beim Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. eine Studie zur Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse Anfang nächsten Jahres in einem Fachkongress in Mainz vorgestellt werden.
Der Fachkongress soll Anhaltspunkte liefern, wie die Entwicklung in Rheinland-Pfalz wirksam unterstützt werden kann. Ein Expertengremium wird eingesetzt, das aufbauend auf den Erkenntnissen der Fachtagung konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln wird. Dieser Masterplan wird dann auf die Regionen herunter gebrochen und über Regionalworkshops in die Regionen transportiert und implementiert. „Hieraus werden sich zielgerechte Maßnahmen ergeben, mit denen wir eine Stärkung des Standort-, Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktors Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz und seinen Regionen erreichen können“, so Ministerin Dreyer.
Wichtige „Impulsgeber“, um die Wachstumschancen der Gesundheitswirtschaft auszudehnen, sind aus Sicht von Dreyer und Hering das ansteigende Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung, eine stärkere Hinwendung zur Gesundheitsprävention, die demographische Entwicklung sowie neue Technologien in den Bereichen Pharma und Medizintechnik.
„Allein im Zeitraum von 1998 bis 2005 sind in der Gesundheitswirtschaft in Rheinland-Pfalz rund 19 700 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Damit nimmt dieser Markt eine Spitzenposition bei den neu geschaffenen Beschäftigungsverhältnissen ein“, erklärte Ministerin Dreyer. Getragen werde dieser Anstieg vor allem durch den Kernbereich der Gesundheitswirtschaft – die Gesundheitsversorgung und die Pflege.
Aus Sicht des Wirtschaftsministers ergeben sich insbesondere im Aus- und Weiterbildungsbereich, der pharmazeutischen Industrie, der Entwicklung innovativer Produkte, der Biotechnologie wie auch im Tourismus erhebliche Chancen durch die Gesundheitswirtschaft. „Wir wollen als Gesundheitsland auch überregional an Bedeutung gewinnen“, so Minister Hering. Die Voraussetzungen hierfür seien nicht nur mit Blick auf die geografische Lage und das veränderte Freizeitverhalten innerhalb der Gesellschaft hervorragend. Der Gesundheits- und Wellnesstourismus könnte als Image- und Sympathieträger stärker im Standortmarketing eingesetzt werden, um für das Tourismusland Rheinland-Pfalz zu werben. Mit Blick auf den demographischen Wandel werde der Fokus in Zukunft auch mehr auf ein altengerechtes, barrierefreies Wohnungsangebot liegen. „Das bedeutet für das Handwerk eine stärkere Nachfrage aber auch im Dienstleistungsbereich neue Marktchancen und vor allem neue und nicht exportierbare Arbeitsplätze in den privaten Haushalten“, betonte Minister Hering.
Der Trend zur Erhaltung der Vitalität, Gesundheit und hohen Lebenserwartung hat aus Sicht der beiden Minister neue Werte und Prioritäten geschaffen, die ein erhebliches Marktpotenzial für präventive Angebote schaffen. „Wir sehen hier gute Ansätze, die Kurorte mit der vorhandenen touristischen Infrastruktur besser zu vernetzen und ihnen so den Anpassungsprozess an die neuen Herausforderungen zu ermöglichen“, sagten Dreyer und Hering.
Nicht nur bezogen auf die Beschäftigung - bundesweit sind bereits heute knapp elf Prozent aller Beschäftigten im Gesundheitsbereich tätig und damit vier Mal so viele wie in der Automobilindustrie - hat sich die Gesundheitswirtschaft in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Markt entwickelt. Die Gesundheitswirtschaft ist auch nach Umsatz einer der größten Wirtschaftszweige und erwirtschaftete laut Statistischem Bundesamt rund 234 Milliarden Euro in 2004.
Dieser Bundestrend zeigt sich auch in Rheinland-Pfalz. Hier sind bereits etwa 14,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft tätig. Die etwa 13 000 Anbieter in Rheinland-Pfalz erwirtschaften rund 8,2 Milliarden Euro im Jahr und somit 9,5 Prozent der rheinland-pfälzischen Bruttowertschöpfung, was die Bedeutung dieses Bereiches auch für Rheinland-Pfalz unterstreicht.
„Fitness und Gesundheitsförderung ist für jede Einzelne und jeden Einzelnen bedeutend, sie ist darüber hinaus aber auch ein wichtiger Faktor für eine leistungsfähige Gesellschaft. Gesundheit ist ein entscheidender Wirtschafts- und Standortfaktor, der in der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere vor dem Hintergrund der Globalisierung eine wichtige Rolle einnimmt“, so das abschließende Fazit von Dreyer und Hering.
Quelle: Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, 25. Oktober 2006
Dieser Beitrag wurde bisher 1318 mal gelesen.
(Rang 893 auf Doppelklicker.de)
Wie bewerten Leser den Beitrag "Initiative „Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz“ "?
Die Leser meinen: 8 Punkte. (Skala von 1 bis 10)Insgesamt 74 Ratings aus 75 Reviews wurden ausgewertet.
Sowas habe ich gesucht Genau sowas habe ich gesucht. Super!
Meine Wertung: 8 Punkte. (Skala von 1 bis 10)
Seh ich genauso. Danke für den Artikel. Manche Hundebesitzer unterschätzen die Wichtigkeit einer Haftpflicht.
Meine Wertung: 9 Punkte. (Skala von 1 bis 10)
MoveObjects Das ist wirklich der lustigste Cheat im gesamten spiel.
Meine Wertung: 7 Punkte. (Skala von 1 bis 10)
Die besten Cheats Ich finde auch das dies, die besten Cheats sind.
Meine Wertung: 9 Punkte. (Skala von 1 bis 10)
Tolle Hinweise Danke für den Hinweis mit dem Deckungsakt! Ich wusste nicht, dass dies auch von der Haftpflicht getragen wird!
Meine Wertung: 8 Punkte. (Skala von 1 bis 10)
