"Startschuss für eine umfassende Modernisierung der Berufsbildungslandschaft in Mainz und in der Region"
Die BBS I und III stellen mit rund 8.500 Schülerinnen und Schülern insgesamt das größte Berufsbildungszentrum in Rheinland-Pfalz mit einem Einzugskreis dar, der weit über Mainz hinaus reicht.
Oberbürgermeister Jens Beutel zeigt sich hocherfreut, dass die seit Jahrzehnten geplante Maßnahme nun zur Realisierung kommt: "Die Sanierung der Berufsbildenden Schulen I und III stehen seit geraumer Zeit auf der Agenda. An den nahezu 40 Jahre alten und hoch frequentierten Gebäuden nagt der Zahn der Zeit doch unübersehbar. Schülerinnen und Schüler aus allen Teilen unseres Bundeslandes erhalten hier wichtiges Rüstzeug für ihren weiteren beruflichen Weg - auf hohem fachlichen Niveau. Dies muss auch der erklärte Anspruch für die Zukunft bleiben: Ausbildung auf aktuellem Niveau. Durch das Konjunkturpaket II werden wir in die Lage versetzt, die Sanierung nun anzugehen. Dies ist ein guter Tag und ein wichtiges Signal für den Berufsschulstandort Mainz."
Aus einer Liste von Projektvorschlägen wurde genau dieser Maßnahme - dem Ersatzneubau, der Sanierung der Schulen (und dem Neubau der Turnhalle, der im Sommer 2010 folgen wird) - die uneingeschränkte Priorität eingeräumt, als das Konjunkturprogramm II aufgelegt wurde. Die Projektrealisierung wird sich über insgesamt zehn Jahre erstrecken. Die Kosten der Baumaßnahme betragen insgesamt rund 10 Mio. Euro, davon werden 5 Mio. € durch Fördermittel des Konjunkturprogramms II von Bund und Land beigesteuert. 4Mio. € sind dabei ein Zuschuss, 1 Mio. € wird als zinsloses Darlehen gewährt.
Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, unterstrich: "Was für jeden Spatenstich gilt, dass er für einen Neubeginn und eine Weiterentwicklung steht, gilt für diesen Spatenstich heute in ganz besonderem Maße. Mit der jetzt startenden Generalsanierung von gleich zwei berufsbildenden Schulen, nämlich der BBS I und der BBS III, wird die Grundlage dafür geschaffen, dass die schulische Ausbildung von jungen Menschen in diesem Bereich, der landesweit gesehen zwei Drittel eines Altersjahrgangs erfasst, weiter verbessert werden kann."
Die Ministerin, die neben dem Bewilligungsbescheid für den Ersatzneubau der BBS III in Höhe von 5 Mio. € auch einen Bewilligungsbescheid für den Neubau einer Sporthalle für BBS I und BBS III in Höhe von 3,6 Mio. € überreichte, fügte hinzu: "Die Bau und Sanierungsarbeiten werden sicherlich den Schulbetrieb und den Unterricht belasten, aber ich bin mir auch sicher, dass das Ergebnis alle Einschränkungen und Mühen wert sein wird."
Die Dezernentin für Bauen, Denkmalschutz und Kultur, Marianne Grosse: "Nach nahezu 40-jähriger intensiver Nutzung ist die nachhaltige Sanierung der Gebäude erforderlich, nicht zuletzt auch aufgrund dringender Anpassungen an aktuelle Brandschutz-anforderungen und die Barrierefreiheit. Durch den Ersatzneubau wird es möglich, die für alle weiteren Sanierungsschritte notwendigen zusätzlichen Schulraumflächen zu schaffen. Der Neubau wird in enger Anlehnung an die bestehenden Gebäude errichtet, um ein harmonisches Gesamtkonzept des Schulkomplexes zu erreichen. Dass es im Rahmen des Konjunkturpaketes auch möglich sein wird, in wenigen Wochen den Spatenstich für den seit 35 Jahren ausstehenden Bau einer Schulsporthalle vorzunehmen, freut mich ganz besonders."
Der Ersatzneubau stellt den ersten Bauabschnitt der Gesamtsanierung des Schulstandortes der Berufsbildenden Schulen am Hartenberg dar, bei der ein insgesamt fünfgeschossiges Gebäude mit einem Bruttorauminhalt von rund 20.000 m³ errichtet wird. Das geplante Raumprogramm beinhaltet Fachräume, EDV-Räume, klassische Unterrichtsräume, sowie den Verwaltungstrakt und zugehörige funktionale Nutzungsbereiche. Weiterhin sind im barrierefrei erreichbaren Erdgeschoss des neuen Gebäudes weitere EDV-Räume, ein multifunktionaler naturwissenschaftlicher Fachraum sowie ein voll ausgestattetes behindertengerechtes WC geplant.
Die Qualität der Bauausführung ist dezidiert auf Nachhaltigkeit und energetische Effizienz unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit ausgelegt.
Der Baustart für die Rohbauarbeiten ist für Ende März 2010 projektiert, die Fertigstellung der Baumaßnahme Ersatzneubau für den Sommer 2011 vorgesehen. Weitere Sanierungsabschnitte am Standort werden nach dessen Fertigstellung folgen.
Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz
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