Wohnbau Mainz GmbH: Geschäftsführer Rainer Laub legt Tätigkeit nieder
Mit heutigem Datum und sofortiger Wirkung hat der Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH, Rainer Laub, seine Tätigkeit niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat dieses Angebot angenommen. Laub ist - wie bekannt - seit Jahren gesundheitlich angeschlagen und sieht sich unter den gegebenen Umständen nicht mehr in der Lage, die Funktion des Geschäftsführers auszuüben.
Die Möglichkeit zum Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen ergibt sich aus den Rechtsfolgen des § 38 GmbHG und der entsprechenden Auslegung durch Gerichtsentscheide. Einzelheiten werden Gegenstand der laufenden Gespräche zwischen Gesellschaftern und Geschäftsführer sein.
Der Wohnbau-Aufsichtsrat wurde am heutigen Montagmorgen über diese Entwicklung unterrichtet. Bei allen Beteiligten besteht Einvernehmen, dass dem Geschäftsführer im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Krise der GmbH die Weiterführung der Tätigkeit aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht länger zugemutet werden kann. Einigkeit besteht auch darin, dass sich Laub trotz der aktuell schwierigen finanziellen Situation des Unternehmens in den zehn Jahren seiner Tätigkeit große Verdienste in der städtebaulichen Entwicklung und im sozialen Bereich erworben habe. Oberbürgermeister Jens Beutel bekräftigte am Rande der Aufsichtsratssitzung: "Bei allem, was Rainer Laub getan hat, war sein Antrieb immer das Wohl seiner Heimatstadt und er hat sich bis an die Grenze der Belastbarkeit hierfür eingesetzt". Diese Grenze sei zuletzt überschritten worden, so der OB.
Rainer Laub ist in ärztlicher Behandlung und hat bereits an der heutigen Sitzung des Aufsichtsrates nicht mehr teilgenommen. Für eine zeitlich unbestimmte Übergangszeit soll zunächst ein ausgewiesener Sanierungsfachmann als Nachfolger an der Seite von Geschäftsführer Thomas Will benannt werden. Will hat sein Amt vor wenigen Monaten im November 2008 übernommen und mit seiner Arbeit von Beginn an die Anstrengungen zur Rettung des Unternehmens ins Rollen gebracht.
Dem Wunsch der FDP, den für das zurückgetretene Aufsichtsratsmitglied Ady Schmelz benannten Dr. Jürgen Witt bis zur Ratssitzung am 03. Juni als Gast an den Aufsichtsratssitzungen teilnehmen zu lassen, wurde entsprochen.
"Die Vorarbeiten der Gutachter und der Geschäftsführung zur Restrukturierung der Wohnbau werden mit unverminderter Anstrengung weiter vorangetrieben", machte der Aufsichtsratsvorsitzende deutlich. Der OB will in Absprache mit den Mitgesellschaftern und dem Aufsichtsrat so schnell wie möglich einen geeigneten Sanierungsfachmann als Nachfolger für Rainer Laub benennen.
Im Zentrum der Arbeit von Geschäftsführung und Gutachtern steht die operative Entwicklung der künftigen Geschäftstätigkeiten und damit verbunden die Aufstellung des Refinanzierungskonzeptes mit den Banken. Es bleibt daher beim vorgestellten Zeitplan: spätestens bis Ende Mai werde man auf der Grundlage belastbarer Zahlen und Fakten dem Aufsichtsrat und anschließend im Ältestenrat und Stadtvorstand erste Lösungswege aus der Krise vorschlagen können. "Die Verwaltung als Hauptgesellschafterin wird dann im Sonderstadtrat am 03. Juni mit einer Beschlussvorlage eine richtungweisende Entscheidung zur Zukunft der Wohnbau Mainz GmbH in neuen Strukturen ermöglichen. Zu diesem Zeitpunkt muss auch erkennbar werden, wie eine Verbesserung der künftigen Kontrollfunktion des Aufsichtsrates aussehen könnte", unterstrich der Oberbürgermeister.
Quelle: Pressemeldung Landeshauptstadt Mainz
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