Eurojackpot: Größere Chancen auf den Millionengewinn

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Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, im Lotto zu gewinnen und zeitlebens ausgesorgt zu haben? „Wenn ich den Hauptpreis gewinnen würde, dann würde ich die Welt bereisen/einen Teil des Gelds für die Kinder anlegen/ganz viel spenden/auswandern/ein teures Auto kaufen usw.“. Die Träume sind endlos, die Chance auf den Hauptgewinn allerdings gering. Und doch gibt es sie, die Lottomillionäre, die allen Spielern immer wieder Hoffnung geben.

Eine neue Lotterie für Europa

Als der Eurojackpot ins Leben gerufen wurde, waren die Spieler allesamt begeistert – und sind es angesichts der deutlich größeren Gewinnchancen immer noch. Doch was ist Eurolotto eigentlich?

Insgesamt sind es inzwischen siebzehn Länder aus Europa, die sich an dieser Lotterie beteiligen. Kosten und Gewinne, die durch das Veranstalten dieses Glücksspiels entstehen, werden auf alle Kunden (und das sind mehrere Millionen pro Spiel) verteilt. Außerdem wird durch die hohe Anzahl an Teilnehmern der hohe Gewinn erst ermöglicht – 90 Mio. würden beim normalen Lotto wohl kaum zusammengekommen, hier gibt es vorher die garantierte Ausschüttung des Jackpots. Durchschnittlich wird der Eurojackpot alle drei bis vier Wochen ausgeschüttet, garantiert ist jeweils ein Mindestjackpot von 10 Mio.

Seit ungefähr acht Jahren gibt es auch die Lotterie „EuroMillionen“, der der Eurojackpot ernsthafte Konkurrenz macht. Erstere stellt zwar einen höheren Jackpot bereit, die Gewinnchancen liegen dort aber nur bei 1 : 117 Mio. Beim Eurojackpot sind sie mit 1 : 95 Mio. angegeben. Wer sich als Einzelperson sieht und seine Gewinnchance angesichts dieser Zahlen betrachtet, dürfte allerdings ein wenig den Mut verlieren. Doch dann kommt wieder eine Gewinnmeldung, dass ein Spieler gewonnen hat – und schon sind alle vernünftigen Argumente gegen das Lottospielen aufgehoben. Jackpot, warte auf mich, diesmal klappt es bestimmt!

Wie funktioniert das Spiel?

Das Mitmachen selbst ist ganz einfach. Der Tippschein bietet sechs Felder, von denen so viele ausgefüllt werden können, wie es beliebt. Jedes Feld kostet zwei Euro. Pro Feld müssen fünf Ziffern und zwei Eurozahlen angekreuzt werden. Möglich ist aber auch der Zufallstipp, dafür gibt es für Internetspieler einen eigenen Button, wie bspw. auf Lottoland.com. Wird dieser angeklickt, füllt sich der Tippschein quasi von selbst aus. Per Zufallsgenerator werden Zahlen ausgewählt, die am Ende hoffentlich zum Jackpot führen.

Die Ziehung erfolgt immer am Freitag um 20:00 Uhr. Die Eurozahlen stehen damit fest, die Quoten werden allerdings erst später berechnet, wenn die Ergebnisse aus allen teilnehmenden Ländern ausgewertet sind.

Der Tippschein muss nicht wöchentlich abgegeben werden, die Spieler können ihn auch gleich für mehrere Wochen laufen lassen. Die Wahrscheinlichkeit, mit diesen Zahlen zu gewinnen, steigt dann natürlich. Wer möchte, spielt im Abonnement und nimmt somit regelmäßig am Eurojackpot teil.

Auch die Jackpotjagd ist möglich, dabei wird so lange gespielt, bis der Hauptgewinn geknackt wurde. Das muss allerdings nicht vom Spieler selbst passieren, auch ein anderer Teilnehmer kann als Gewinner hervorgehen. Die eigene Teilnahme ist in jedem Fall dann beendet und es muss ein neuer Spielauftrag vergeben werden.

Wie oft spielt man Eurojackpot in Deutschland?

Eine Umfrage zur Häufigkeit des Spielens aus dem Jahr 2021 hat interessante Zahlen ergeben. Knapp 2 Millionen Personen ab einem Alter von 14 Jahren innerhalb der deutschsprachigen Bevölkerung spielten wöchentlich Eurojackpot. Eine zugehörige Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) liefert sogar noch wesentlich mehr Daten.

Bevölkerung in Deutschland
nach Häufigkeit des Spielens von Eurojackpot
Zeitraum von 2018 bis 2021
(Personen in Millionen)
Jahr der Befragung Spielen wöchentlich Spielen mehrmals pro Monat Spielen ca. einmal pro Monat Spielen ca. einmal im Vierteljahr Spielen ca. einmal im halben Jahr Spielen seltener Spielen nie
2018 0,67 Mio 0,55 Mio 1,08 Mio 1,03 Mio 0,77 Mio 1,61 Mio 63,86 Mio
2019 0,68 Mio 0,73 Mio 1,19 Mio 1,02 Mio 0,86 Mio 1,68 Mio 63,84 Mio
2020 1,06 Mio 1,10 Mio 1,50 Mio 1,24 Mio 1,00 Mio 2,14 Mio 62,39 Mio
2021 1,96 Mio 1,21 Mio 1,79 Mio 1,49 Mio 1,18 Mio 3,39 Mio 59,42 Mio
Quelle: Statista

Video: Das Glücksspielexperiment | Galileo | ProSieben

Doppelt gewinnen

Beim Spiel um den Europot gibt es noch den „Jackpotpot“. Dabei wird der Hauptgewinn gleich doppelt ausgeschüttet. Wer daran teilnehmen möchte, kann den Auftrag dazu direkt auf dem Tippschein vergeben. Versichert ist das Gewinnen hier über die Emirat AG, die dafür einsteht, dass der Hauptgewinn doppelt ausgeschüttet wird.

Wer zweimal in der Woche spielen möchte, sollte sich für Lotto 6 aus 49 entscheiden, hier erfolgt die Ziehung immer mittwochs und samstags. Der Zufallstipp ist dort ebenfalls möglich, allerdings liegen die Gewinnchancen niedriger und auf Dauer wird das Spielen um richtige Gewinnzahlen teurer. Beim Europot ist der Gewinn bei minimalem Einsatz möglich, wie einige Erfolgsberichte aus der Vergangenheit zeigen.

Wie gestalten sich die Kosten?

Zwei Euro pro Tippfeld muss der Spieler bezahlen, wenn er um den Eurojackpot spielen möchte. Dazu kommt die Bearbeitungsgebühr, die aber nur einmal pro Schein anfällt. Diese Gebühr beträgt für eine Woche 50 Cent, für zwei und drei Wochen 75 Cent sowie für vier und fünf Wochen einen Euro.

Im Zusammenhang mit den Kosten kommt natürlich die Frage nach den Quoten auf. Was bringen meine Gewinnzahlen? Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Gewinnklassen und die nötigen Eurogewinnzahlen:

Gewinnklasse Richtige Tippzahlen Nötige Eurozahlen
1 5 2
2 5 1
3 5 0
4 4 2
5 4 1
6 4 0
7 3 2
8 2 2
9 3 1
10 3 0
11 1 2
12 2 1

Auf den ersten Blick sieht das nicht schwer aus und so tippen allwöchentlich mehrere Millionen Menschen auf den Eurojackpot – auch in Deutschland. Seit es nicht mehr nötig ist, in die Lotto-Annahmestelle zu gehen, finden sich pro Woche noch mehr Spieler zusammen, die über die unterschiedlichen Plattformen im Internet teilnehmen und so den möglichen Gewinn erhöhen.

Ab in die weite Welt: Mit einem Millionengewinn im Eurojackpot ist das gar kein Problem. (#01)

Ab in die weite Welt: Mit einem Millionengewinn im Eurojackpot ist das gar kein Problem. (#01)

 

Wie alles begann

Den Eurojackpot gibt es noch gar nicht so lange, er startete erst am 23. März 2012. Seitdem legte er allerdings eine Erfolgsgeschichte hin, die ihresgleichen sucht. Das länderübergreifende Format begann mit Deutschland, Dänemark, Slowenien, den Niederlanden, Finnland und Estland. Nur einen Monat später kam Italien hinzu, im Juli folgte dann Spanien. Bis heute beteiligen sich nun 17 europäische Länder, sodass die Anzahl der Teilnehmer weiter wächst. Dank des Internets kann zudem jeder Einwohner der Teilnehmerländer mitmachen, auch wenn er sich vielleicht zum Zeitpunkt der nötigen Scheinabgabe in den USA, in Japan oder irgendeinem anderen Land außerhalb der genannten 17 Länder befindet.

Schon seit Beginn des Eurojackpots erfolgt die Ziehung der Lottozahlen in Helsinki, das hat sich bis heute nicht geändert. Aufsicht führt dabei die örtliche Polizei. Sie stellt sicher, dass es keine Manipulationen gibt, denn der Hauptgewinn von garantierten zehn Mio. lockt natürlich nicht nur faire Spieler. Die Chance auf den Hauptgewinn liegt allerdings bei den genannten 1 : 95 Mio., die Chance auf Gewinnklasse 12 bei 1 : 42. Allerdings ist es auch nicht ganz einfach, nur zwei Treffer und eine Eurozahl zu landen.

Der höchste Eurojackpot lag bisher bei 90 Mio., die ein Spielschein aus Tschechien am 15. Mai 2015 gewann. Auch in 2016 gab es schon einen Sieger, der über 76 Millionen einsacken konnte. Das war im März des Jahres der Fall. Eine Tippgemeinschaft aus dem Ruhrgebiet konnte am 11. Mai 2012 erstmals den Sieg nach Hause tragen und gewann über 19 Mio.


Bildnachweis: © Titelbild: CC0 Public Domain: Pixabay / Hermann – #01 & #02 CC0 1.0 Universal (CC0 1.0) unsplash.com

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