Posted on 18. Aug 2005 in Recht, Wirtschaft | Keine Kommentare

Bei der IT-Sicherheit kennt der Gesetzgeber kein Pardon. Millionenschäden durch leichtfertigen Umgang mit der IT-Sicherheit haben den Gesetzgeber veranlaßt, mit dem KontraG ein Gesetz zu erlassen, das die Unternehmensführung – hier vor allem den GmbH-Geschäftsführer – stärker in die Verantwortung nimmt.

GmbH-Geschäftsführer haftet persönlich in Sachen IT-Sicherheit

Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KontraG, hebt unter anderem kurzerhand die Haftungsbeschränkung einer GmbH auf und läßt den Geschäftsführer im Schadensfall mit seinem gesamten persönlichen Vermögen haften. Damit schiebt man einen Riegel vor die Unvernunft aus Kostengründen leichtfertig mit seiner IT-Sicherheit umzugehen.

Beispiel:
Vor Einführung des KontraG war es möglich, dass ein Trojaner, der per E-Mail auf einen Rechner eines unzureichend abgesicherten Netzwerkes gelangte, vertrauliche Kundendaten an Dritte weiterverbreiten konnte. In Einzelfällen sind dadurch Schäden in Millionenhöhe entstanden, die das Unternehmen mit dem „verseuchten“ Netzwerk zu verantworten gehabt hätte. Wenn es sich hierbei aber um eine GmbH handelte, war die Haftung auf 25.000 Euro begrenzt und der Geschädigte blieb auf seinem Schaden sitzen. Unter Umständen konnte ein solcher Schadensfall sogar die Insolvenz des geschädigten Unternehmens nach sich ziehen. Um solche Vorfälle zukünftig zu vermeiden wurde das KontraG erlassen.

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