Dieser Frage ging eine aktuelle Umfrage von „werben & verkaufen“ (w&v) nach mit mehr oder weniger überraschenden Ergebnissen. Hinsichtlich der Zahlungswilligkeit der Leserschaft für Online-Inhalte sieht es jedoch nach wie vor mau aus.
Nach einer aktuellen Umfrage unter 1001 Internet-Nutzer, die das Magazin „werben & verkaufen“ (w&v) bei dem Institut TNS Emnid in Auftrag gegeben hatte, ist die Bindung an die Printausgabe von Tageszeitungen eines der Hauptmotive für den Besuch des Online-Pendants. Etwa zwei Fünftel der befragten Internet-User (zwischen 14 und 49 Jahren) gaben an, täglich bzw. nahezu täglich die gedruckte Ausgabe einer Tageszeitung zu lesen. Dem gegenüber steht knapp ein Fünftel, die mehrmals in der Woche die Internetpräsenz einer Tageszeitung aufsuchen. Nach den Ergebnissen der Umfrage ist der Anteil der Online-Leser, die auch die gedruckte Ausgabe lesen, überdurchschnittlich hoch. Michael Voß (TNS Emnid): „Dieser Leserschaft dienen die Online-Seiten der Tageszeitung vor allem als Bindung an die Printausgabe des favorisierten Titels.“ Dagegen würde lediglich nur jeder dritte Internet-Surfer, der keine Printausgabe liest, wenigstens einmal in der Woche die Online-Ausgabe von Tageszeitungen aufsuchen. Noch größer ist der Anteil derjenigen, die das Online-Angebot gerade mal einmal in zwei Wochen wahrnehmen. Das Fazit dieser Studie: Der Mehrwert von Online-Ausgaben ist gering bzw. von geringer Relevanz. Was die Zahlungswilligkeit der User für Online-Angebote betrifft, dürfen die Verlagshäuser nach wie vor auf keinen nennenswerten Stimmungsumschwung hoffen: Nur jeder Zehnte könnte sich mit der Vorstellung anfreunden, für den Service etwa den halben Preis für ein Monats-Abo zu zahlen.