{"id":3086,"date":"2017-09-25T08:00:38","date_gmt":"2017-09-25T06:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/?p=3086"},"modified":"2018-12-28T09:42:05","modified_gmt":"2018-12-28T07:42:05","slug":"gluecksspielstaatsvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/gluecksspielstaatsvertrag\/","title":{"rendered":"Gl\u00fccksspielstaatsvertrag: \u00c4nderungen oder K\u00fcndigung f\u00fcr mehr Wettfreiheit"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Gl\u00fccksspielstaatsvertrag<\/strong> regelt die Rahmenbedingungen f\u00fcr Spielhallen und deren Erlaubnis sowie f\u00fcr die gesamte Veranstaltung von Gl\u00fccksspielen. Dabei sind von den einheitlichen Regelungen alle deutschen Bundesl\u00e4nder betroffen. Erstmalig trat der Vertrag in 2008 in Kraft, wurde dann jedoch wieder au\u00dfer Kraft gesetzt. Die aktuelle Fassung gilt seit dem 1. Juli 2017 \u2013 zumindest in einigen Bundesl\u00e4ndern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Der Gl\u00fccksspielstaatsvertrag und seine \u00c4nderungen<\/h2>\n<p>Vor allem der Breitensport in Deutschland bezieht einen Gro\u00dfteil der Eink\u00fcnfte aus den staatlich geregelten Sportwetten. Um diese Regelung gibt es jetzt aber Diskussionen, denn die aktuelle Form des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags wollen viele Veranstalter und Wettanbieter nicht anerkennen. Letztere sollen in den Vertrag mit aufgenommen werden, was sie nat\u00fcrlich nicht einsehen.<\/p>\n<p>Aktuelle Regelungen des Vertrags sehen unter anderem folgende Punkte vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Keine Konzentration von Spielhallen in deutschen Innenst\u00e4dten<\/li>\n<li>Spielhallen m\u00fcssen mindestens 500 m auseinanderliegen<\/li>\n<li>mehrere Spielhallen in einem Geb\u00e4ude werden nicht genehmigt<\/li>\n<li>Mehrfachkonzessionen sind nicht erlaubt<\/li>\n<li>Spielhallen mit Automaten m\u00fcssen mindestens 500 m von Kinder- und Jugendeinrichtungen entfernt liegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Derzeit sind viele Spielhallen einfach geduldet und bekommen damit einen Aufschub. Dabei waren die Ziele der Politiker von Bund und L\u00e4ndern sicherlich keine schlechten, sie wollten n\u00e4mlich den \u201enat\u00fcrlichen Spieltrieb kanalisieren\u201c \u2013 in der Praxis l\u00e4sst sich das aber kaum durchf\u00fchren. Derzeit werden daher gro\u00dfz\u00fcgige Duldungsvereinbarungen geschlossen, denn die Spielhallen sollen weiter ge\u00f6ffnet bleiben.<\/p>\n<p>Diese Duldungsregelungen gibt es aber im deutschen Verwaltungsrecht eigentlich nicht, daher ist fraglich, ob sie \u00fcberhaupt g\u00fcltig sind. Kritiker der Spielhallen sagen au\u00dferdem, dass diese Vergn\u00fcgungsst\u00e4tten die st\u00e4dtebauliche Entwicklung st\u00f6ren, wobei sowohl die K\u00e4mmerer die Einnahmen aus der Vergn\u00fcgungssteuer willkommen hei\u00dfen als auch die Stadtoberh\u00e4upter die Einnahmen durch spielende Touristen.<\/p>\n<p>Diese H\u00e4rtefallregelung soll es noch bis Mitte 2021 geben, bis dahin ist nicht mit sofortigen Schlie\u00dfungen zu rechnen. Der Gl\u00fccksspielstaatsvertrag l\u00e4uft dann aus, bis dahin haben die Spielhallenbetreiber eine Schonfrist, w\u00e4hrend der sie sich neue Gesch\u00e4ftsideen einfallen lassen k\u00f6nnen. Einige Ideen gibt es schon und so wurden \u201eAutomatenbistros\u201c ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um kleine Gastst\u00e4tten, in denen bis zu drei Automaten stehen \u2013 auch hier gibt es f\u00fcr die Stadt Einnahmen aus der Vergn\u00fcgungssteuer zu verzeichnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3118\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-Automatenhalle-.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3118\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3118\" src=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-Automatenhalle-.jpg\" alt=\"Einzelne Bundesl\u00e4nder gehen auf die Barrikaden und wollen sich nicht in puncto Gl\u00fccksspiel und Betreiben von Spielhallen durch ein Gesetz hineinreden lassen. (#01)\" width=\"800\" height=\"461\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3118\" class=\"wp-caption-text\">Einzelne Bundesl\u00e4nder gehen auf die Barrikaden und wollen sich nicht in puncto Gl\u00fccksspiel und Betreiben von Spielhallen durch ein Gesetz hineinreden lassen. (#01)<\/p><\/div>\n<h2>Keine Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr private Anbieter<\/h2>\n<p>Einzelne Bundesl\u00e4nder gehen auf die Barrikaden und wollen sich nicht in puncto Gl\u00fccksspiel und Betreiben von Spielhallen durch ein Gesetz hineinreden lassen. So sagen die Landesoberh\u00e4upter von Schleswig-Holstein, dass sie den bisherigen Vertrag k\u00fcndigen wollen, die Regelungen eines neuen Vertrags w\u00fcrden sie nicht anerkennen. Wenn der Vertrag aber nicht von allen 16 Bundesl\u00e4ndern unterzeichnet wird, ist er nicht g\u00fcltig. Nun stellt sich die Frage, ob Schleswig-Holstein \u00fcberhaupt in der Lage ist, den Gl\u00fccksspielstaatsvertrag einfach so zu k\u00fcndigen. Die meisten staatlichen Anbieter bezweifeln das und nehmen hin, dass es keine regul\u00e4re K\u00fcndigungsm\u00f6glichkeit im Vertrag gibt.<\/p>\n<p>\u00c4nderungen am Gl\u00fccksspielstaatsvertrag w\u00e4ren zwar m\u00f6glich, werden sie jedoch nicht vorgenommen, gilt der Vertrag bis Mitte 2021 in der vorliegenden und aktuellen Form. Die \u00c4nderungen, wie sie Schleswig-Holstein gern h\u00e4tte, sind aber in der Art sicherlich kaum durchf\u00fchrbar. Hier m\u00f6chte man die Zulassung privater Anbieter f\u00fcr Sportwetten erreichen, wobei diese ohne Limit einbezogen werden sollen. Dazu kommen auch Online-Kasinos sowie Pokeranbieter aus dem Netz.<\/p>\n<p>Das Bundesland geht davon aus, dass die \u00c4nderungen bis 2019 in Kraft treten k\u00f6nnen, wobei die CDU die Absprachen mit anderen Bundesl\u00e4ndern bisher als positiv bewertet. So gibt es Verb\u00fcndete in Hessen, in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen \u2013 mit den Regierungsvertretern dieser Bundesl\u00e4nder gab es bisher bereits Gespr\u00e4che zum aktuellen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag und den geplanten \u00c4nderungen.<\/p>\n<h2>Video: \u00c4nderung des Gl\u00fccksspielstaatsvertrages<\/h2>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Mf1J2Dx_ALc\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Verb\u00fcndete im Kampf gegen den Gl\u00fccksspielstaatsvertrag<\/h2>\n<p>Schleswig-Holstein steht im Kampf gegen den Gl\u00fccksspielstaatsvertrag nicht allein da, als derzeitige Verb\u00fcndete gelten neben Rheinland-Pfalz auch Hessen und Nordrhein-Westfalen \u2013 \u00c4nderungen, die kurz vor der Verabschiedung standen, k\u00f6nnen nun wahrscheinlich nicht durchgef\u00fchrt werden. F\u00fcr die Sportvereine und den Sport allgemein hei\u00dft das, dass nicht klar ist, ob und wie es mit den Einnahmen aus Sportwetten weitergeht.<\/p>\n<p>Diese machen einen Gro\u00dfteil der Einnahmen aus, vor allem im Breitensport sind sie beliebt. Doch die Anbieter von Sportwetten waren bis zum Jahr 2007 nicht an eine feste Regelung gebunden, mussten sich keinerlei gesetzlichen Vorgaben unterwerfen. Wer im Wettlokal oder auch online eine Sportwette abschlie\u00dfen wollte, konnte das einfach tun \u2013 es gab weder Vorschriften zur Kennzeichnung noch zur Zulassung der Anbieter. Welche Regelungen im Detail einzuhalten sind und waren, ist unter anderem auf <a href=\"https:\/\/www.sportwette.net\/\">Sportwette.net<\/a> nachlesbar.<\/p>\n<p>Nun hoffen alle Beteiligten darauf, dass sich Vertreter aller 16 Bundesl\u00e4nder rasch zusammensetzen und eine gemeinsame L\u00f6sung finden. Es gilt, einen neuen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag auszuarbeiten, der auf die derzeitigen Forderungen der Beteiligten abgestimmt ist und der alle Kritikpunkte aufnimmt, die auf der Seele brennen. Zugleich soll im neuen Gl\u00fccksspielstaatsvertrag geregelt werden, dass ein Anteil aus den erzielten Ertr\u00e4gen durch Sportwetten an den gemeinn\u00fctzigen Sport zu entrichten ist. Die Rede ist hier von 30 Prozent, die abgef\u00fchrt werden sollen.<\/p>\n<p>Damit h\u00e4tte das Gesetz nicht nur das Ziel, den Betrieb von Spielhallen zu limitieren sowie das gesamte Gl\u00fccksspiel mit in den Kampf gegen die Spielsucht einzubeziehen, sondern auch, die Einnahmen f\u00fcr den Breitensport zu sichern. Die Beteiligten sind der Meinung, dass es ein Kreislauf sei: Ohne Sport g\u00e4be es keine Sportwetten, ohne Wetten keine Einnahmen, ohne Einnahmen keinen Sportverein.<br \/>\nDie genannten 30 Prozent sollen von den Steuereinnahmen berechnet werden, die von Sportwetten eingenommen werden. Dabei ist es unerheblich, ob diese privat oder staatlich eingenommen wurden. Wobei nicht vergessen werden darf, dass der Staat auch bei den Lotterien kr\u00e4ftig mitkassiert.<\/p>\n<p>Viele Menschen versuchen ihr Gl\u00fcck bei Sportwetten, w\u00fcrde ein Teil der Einnahmen also regul\u00e4r in den Sport flie\u00dfen, w\u00e4re allen Beteiligten auf Dauer gedient. Momentan ist es aber so, dass der Sport zumindest von den privaten Wettanbietern nichts bekommt, wobei die Werbeeinnahmen ausgeschlossen sind. Doch diese sind wiederum f\u00fcr den Breitensport nahezu unn\u00fctz, denn sie flie\u00dfen zum gr\u00f6\u00dften Teil in den Fu\u00dfball und hier in die Spitzenvereine.<\/p>\n<h2>Video: Spielcasinos unter Druck | Live im Studio: Daniel Buchholz | &#8222;Berliner Abendschau&#8220; 13.08.2017<\/h2>\n<p><iframe src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5e9reUY3AeA\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Zus\u00e4tzliche Finanzspritze f\u00fcr den Sport gesucht: Und gefunden<\/h2>\n<p>Alle Anbieter von Sportwetten haben bislang ihren Sitz im Ausland, einige private sind auch in Steueroasen ans\u00e4ssig, in denen nur wenig Abgaben zu leisten sind. In Deutschland ist die Vergabe der Lizenzen immer noch strittig, konkrete juristische Regelungen gibt es hier noch nicht.<\/p>\n<p>Die deutschen Dependancen sorgen aber daf\u00fcr, dass der Bundesrepublik pro Jahr rund 300 Millionen Euro aus den Einnahmen durch Sportwetten zuflie\u00dfen. Nach der oben genannten Regelung w\u00fcrden dem Sport davon rund 90 Millionen zuflie\u00dfen \u2013 zus\u00e4tzlich zu den bisherigen Einnahmen. Die Verantwortlichen hinter dem Sport \u2013 egal, ob Breiten- oder Spitzensport \u2013 sind sich einig und m\u00f6chten nat\u00fcrlich gern ein St\u00fcck vom Kuchen abhaben. Sie beziehen eine gemeinsame Position und unterst\u00fctzen die Forderung nach \u00c4nderungen im Gl\u00fccksspielstaatsvertrag und nach dem verpflichtenden Abf\u00fchren von 30 Prozent der Einnahmen an den Sport.<\/p>\n<p>Mittlerweile stehen auch viele Bundesl\u00e4nder bzw. deren Regierungen hinter dieser Forderung, wobei die Erfahrungen aus dem Gl\u00fccksspielgesetz von 2012 sicherlich eine Rolle spielen. Hier kam es zu einer Liberalisierung, die wiederum erh\u00f6hte Steuereinnahmen verursachte. Ein Drittel dieser Einnahmen ging an die Bereiche Kultur, Sport und Soziales. Ein Regierungswechsel in Schleswig-Holstein \u00e4nderte diese Regelungen, unter der neuen Regierung sollen sie aber wieder eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_3121\" style=\"width: 806px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-Poker-.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3121\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3121\" src=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-Poker-.jpg\" alt=\"Die Konzessionen der Anbieter kommen aus anderen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union, wobei die Zahl der Online-Lotterien, der Pferde- und Sportwetten sowie der Anbieter f\u00fcr Casino- und Pokerspiele rasant w\u00e4chst. (#02)\" width=\"796\" height=\"472\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3121\" class=\"wp-caption-text\">Die Konzessionen der Anbieter kommen aus anderen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union, wobei die Zahl der Online-Lotterien, der Pferde- und Sportwetten sowie der Anbieter f\u00fcr Casino- und Pokerspiele rasant w\u00e4chst. (#02)<\/p><\/div>\n<h2>Gl\u00fccksspiel muss legal sein<\/h2>\n<p>Die neue Regierung in Schleswig-Holstein findet im gemeinn\u00fctzigen Breitensport jede Unterst\u00fctzung, die sie braucht. Daher wurde im Koalitionsvertrag vereinbart, dass ein Drittel der Mehreinnahmen an den Breitensport zur\u00fcckflie\u00dft, au\u00dferdem sollen davon bestimmte Einrichtungen profitieren.<\/p>\n<p>Viele Bundesl\u00e4nder sind aber, was \u00c4nderungen am Gl\u00fccksspielstaatsvertrag betrifft, durch die Entwicklungen auf dem Wettmarkt \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend, wenn nicht sogar tief beunruhigt. Gerade die Live-Wetten sowie die Meldungen \u00fcber Manipulation und Betrug bei Wetten sind nicht gerade f\u00f6rderlich, wenn optimistisch in die Zukunft geschaut werden soll. Nicht zu vergessen die Suchtgefahr, die der Staat mithilfe des Gl\u00fccksspielstaatsvertrags zu bek\u00e4mpfen versuchte.<\/p>\n<p>Experten schlie\u00dfen daraus, dass nur ein legales Gl\u00fccksspiel dazu geeignet sei, die Ziele des Staates zu erreichen. Es gilt, die Verbraucher zu sch\u00fctzen, Manipulationen zu verhindern sowie die Spielsucht zu bek\u00e4mpfen. Mit einer freien Einrichtung von Spielhallen ohne jegliche Reglementierung sowie durch die Erlaubnis zu privaten Sportwetten ist das sicherlich schwer.<\/p>\n<div id=\"attachment_3123\" style=\"width: 808px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-live-wetten-.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3123\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3123\" src=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-live-wetten-.jpg\" alt=\"Momentan werden viele Sportwetten im Internet angeboten \u2013 schwarz nat\u00fcrlich, ohne jegliche gesetzliche Zulassung. (#03)\" width=\"798\" height=\"422\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3123\" class=\"wp-caption-text\">Momentan werden viele Sportwetten im Internet angeboten \u2013 schwarz nat\u00fcrlich, ohne jegliche gesetzliche Zulassung. (#03)<\/p><\/div>\n<h2>Gesetzliche Kontrolle kontra schwarze Wetten im Netz<\/h2>\n<p>Momentan werden viele Sportwetten im Internet angeboten \u2013 schwarz nat\u00fcrlich, ohne jegliche gesetzliche Zulassung. Dies l\u00e4sst sich kaum kontrollieren, im Gegensatz zu den legalen M\u00f6glichkeiten zu Sportwetten. Es geht dabei auch nicht darum, planlos alles zu verbieten, denn zum Beispiel Live-Wetten sind nicht leicht zu manipulieren und haben daher ihre Daseinserlaubnis. Die Manipulierbarkeit ist ungef\u00e4hr mit der von Ergebniswetten vergleichbar und bei diesen ruft auch niemand nach einem Verbot.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Live-Wetten bieten deutlich niedrigere Gewinnquoten als Ergebniswetten, daher ist es kaum n\u00f6tig, sich hier auf unsicheres Terrain zu begeben und eine Manipulation vorzunehmen. Ergebniswetten sind deutlich h\u00e4ufiger von Manipulationen betroffen und waren schon einige Male mit Skandalen in den Nachrichten. So zum Beispiel in 2005\/2006, als der Bundesligaskandal f\u00fcr Schlagzeilen sorgte. Hierbei ging es um den Schiedsrichter \u2013 manipuliert wurden nur die Ergebnisse. Immer sind es also Ergebnisse und nicht Ereignisse, so auch im zweiten Skandal der Bundesliga, der bis vor das Gericht in Bochum ging.<\/p>\n<p>Nun hoffen daher der Online-Casino-Verband sowie der Deutsche Sportwetten Verband, dass die Ergebnisse einer bisherigen Studie zu Manipulationen und Wettbetrug in die Entscheidung, die Liberalisierung der Wetten durchzusetzen, hilfreich bzw. einflussreich sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_3124\" style=\"width: 809px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-illegale-Gluecksspiele-.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-3124\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-3124\" src=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Gluecksspielstaatsvertrag-illegale-Gluecksspiele-.jpg\" alt=\"Online-Gl\u00fccksspiele und illegales Gl\u00fccksspiel sind aber weiterhin auf dem Vormarsch, wie aktuelle Studien zeigen. (#04)\" width=\"799\" height=\"459\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3124\" class=\"wp-caption-text\">Online-Gl\u00fccksspiele und illegales Gl\u00fccksspiel sind aber weiterhin auf dem Vormarsch, wie aktuelle Studien zeigen. (#04)<\/p><\/div>\n<h2>Illegales Gl\u00fccksspiel auf dem Vormarsch<\/h2>\n<p>Online-Gl\u00fccksspiele und illegales Gl\u00fccksspiel sind aber weiterhin auf dem Vormarsch, wie aktuelle Studien zeigen. Der Markt dehnt sich aus \u2013 aber nur in seinen nicht-regulierten Bereichen. J\u00e4hrlich steigt das Marktvolumen um rund 30 Prozent! Bisher war der unkontrollierte Gl\u00fccksspielmarkt zwar deutlich kleiner als der regulierte, doch die gro\u00dfen Wachstumsraten lassen ihn in seiner Bedeutung rasch aufholen. Neue Spiele und Angebote ziehen Spieler an, dass es sich dabei um eine rechtliche Grauzone handelt, wird gro\u00dfz\u00fcgig \u00fcbersehen. Der Markt ist bisher nur f\u00fcr private Sportwettenanbieter ge\u00f6ffnet worden, ansonsten gilt immer noch das staatliche Monopol. Online-Gl\u00fccksspiel ist aber nach wie vor verboten, auch wenn es inzwischen einige Ausnahmen gibt.<\/p>\n<p>Die Grauzone entsteht dadurch, dass die Anbieter von Wetten keiner deutschen Regulierung unterliegen, dennoch aber ihre Dienstleistung anbieten k\u00f6nnen. Die Konzessionen der Anbieter kommen aus anderen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union, wobei die Zahl der Online-Lotterien, der Pferde- und Sportwetten sowie der Anbieter f\u00fcr Casino- und Pokerspiele rasant w\u00e4chst. Die Zulassung der Anbieter ist aber nach dem derzeitigen Stand nicht gegeben und auch nicht geplant.<\/p>\n<p>Gleichzeitig steigen diese nicht-regulierten Anbieter aber ihre Werbema\u00dfnahmen in hohem Ma\u00dfe, was es wiederum f\u00fcr die Spieler schwer macht: Sie k\u00f6nnen kaum einsch\u00e4tzen, ob es sich nun um ein zugelassenes oder ein nicht zugelassenes Angebot handelt. Auf den ersten Blick sehen alle Anbieter legal aus, erst bei n\u00e4herem Hinsehen fallen Unterschiede auf. Dennoch sind diese Unterschiede nicht f\u00fcr alle Spieler von Belang, denn nicht wenige sehen im Wetten bei nicht-regulierten Anbietern kein Unrecht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bildnachweis:\u00a9Shutterstock-Titelbild: Asia Images Group-#01: Atmosphere1 -#02: Beto Chagas -#03: This Is Me -#04: bilciu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gl\u00fccksspielstaatsvertrag regelt die Rahmenbedingungen f\u00fcr Spielhallen und deren Erlaubnis sowie f\u00fcr die gesamte Veranstaltung von Gl\u00fccksspielen. Dabei sind von den einheitlichen Regelungen alle deutschen Bundesl\u00e4nder betroffen. Erstmalig trat der Vertrag in 2008 in Kraft, wurde dann jedoch wieder au\u00dfer Kraft gesetzt. Die aktuelle Fassung gilt seit dem 1. Juli 2017 \u2013 zumindest in einigen<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/gluecksspielstaatsvertrag\/\" title=\"Jetzt alles lesen\">Jetzt alles lesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v18.2 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<meta name=\"description\" content=\"Sportwetten sind als Einnahmequelle f\u00fcr den Sport unverzichtbar und sollen nun dem Gl\u00fccksspielstaatsvertrag unterworfen werden.\u2713\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.doppelklicker.de\/blog\/gluecksspielstaatsvertrag\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta 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