Mikroklima-Unterschiede der Parzellen erzeugen Tiefe und Vielschichtigkeit im Wein

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Auf der internationalen VieVinum-Messe in Wien stellte Lucas Pichler erstmals seinen neuen Wachauer Pinot Noir vor. Fünf ausgewählte Parzellen mit unterschiedlichen Expositionen und Böden tragen zur Komplexität der Aromen bei. Seine Inspirationsquelle sind die Grand Cru-Lagen der Cote de Nuits, deren feine Struktur und Eleganz er adaptieren möchte. Im September erscheint der Wein als Gebietswein unter dem DAC-Statut in einer streng limitierten Produktion von rund 2200 Flaschen für Weinliebhaber weltweit.

Rote Linie: Pichlers neues Experiment mit Wachauer Pinot Noir

Johanna Pichler und ihr Mann Lucas Pichler (Foto: Co Merz)

Johanna Pichler und ihr Mann Lucas Pichler (Foto: Co Merz)

Lucas Pichlers Weingut in der Wachau ist auf Grüner Veltliner und Riesling spezialisiert. Mit der Lancierung des Wachauer Pinot Noir erfüllt er sich einen Wunsch: die eigene Vinifikation einer roten Rebsorte. Die Initiative zielt darauf ab, sein Produktangebot zu diversifizieren, lokale Terroirmerkmale in den Vordergrund zu stellen und durch eine limitierte Auflage neue Geschmacksdimensionen zu erschließen, die auf Weinmessen und im Fachhandel Präsentkraft entfalten.

Internationale Pinot-Noir-Vorbilder bestimmen Pichlers neues regionales Wachauer Weinprojekt Konzept

Basierend auf intensiver Recherche zu Pinot-Noirs aus Frankreich, Deutschland und Übersee definieren Pichler und seine Frau Qualitätsparameter für ihr eigenes Projekt. Die Grand-Cru-Lagen Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin und Vosne-Romanee in der Cote de Nuits gelten als Leuchttürme hinsichtlich Aromentiefe, Finesse und Tanninbalance. Diese Erkenntnisse leiten Auswahl, Anbau und Kellertechnik für den Wachauer Pinot Noir. Ziel ist eine harmonische Kombination von regionalem Terroir und burgundischer Stilistik mit markantem, nuanciertem Bouquet und nachhaltiger Lagerfähigkeit.

Optimiertes sorgfältiges Pflanz- und Keller-Management gefordert durch variierende Standortbedingungen

Johanna Pichler und ihr Mann Lucas Pichler (Foto: Co Merz)

Johanna Pichler und ihr Mann Lucas Pichler (Foto: Co Merz)

Pinot Noir unterliegt in der Wachau starken Wetterkapriolen: heiße Tage mit intensiver Strahlung und kalte Nächte mit fallenden Temperaturen sowie Böen von verschiedenen Richtungen bedingen unterschiedliche Reifezyklen. Aufgrund fehlender jahrzehntelanger Rotweintradition besteht kein Standard zur Leseplanung. Winzer müssen daher jeden Schritt von der Bestimmung des idealen Lesefensters über adaptive Vegetationspflege bis zur fein abgestimmten Kellersteuerung akkurat timen, um die empfindlichen Farbpigmente und Aromaesther zu schützen. mikroklimatische Anpassungen, kalkulieren und validieren.

Dynamischer Pinot Noir entsteht durch fein abgestimmte parzellenspezifische Mikroklimata

Die Nutzung von fünf sorgfältig ausgewählten Parzellen ermöglicht Pichler, winzige klimatische Nuancen einzufangen und im Wein zu reflektieren. Der Pinot Noir reagiert äußerst empfindlich auf Bodenart, Hangneigung und Temperaturunterschiede. Eine bestimmte Lage steuert eine klare Mineralik und tiefgründige Struktur bei, andere Rieden tragen dezente Fruchtaromen, florale Akzente und würzige Noten bei. Die exakte Assemblage aller Einzellagen schafft ein vielschichtiges, harmonisches Gesamtwerk mit differenzierter Feinheit und Balance. präzisionsvoll. feinfühlig. elegant. raffiniert.

Pinot Noir wird als Gebietswein im DAC-Statut vermarktet exklusiv

Das Limit für den Wachauer Pinot Noir von Lucas Pichler liegt bei drei bisher realisierten Jahrgängen: 2022, 2023 und 2024. Im September sollen die Jahrgänge 2022 und 2023 in den Verkauf gehen. Aufgrund der DAC-Regelung ist Pinot Noir nur als Gebietswein zugelassen, weswegen diese Einstufung gilt. Die Auflage beträgt zwischen 2000 und 2200 Flaschen. Ergänzend werden selektierte Magnum-Editionen in aufwendiger Flaschengestaltung ausgeliefert, inklusive handgefertigter Holzkiste und beschrifteter Urkunde limitierter Edition

Traditionelle Weißweinregion Wachau expandiert rote Rebsorten nur noch zögerlich

Lediglich sechs Prozent der Rebflächen der Wachau sind roten Sorten gewidmet, wobei Pinot Noir und Zweigelt die Hauptrollen übernehmen. In einer Region, die im Weißweinanbau Weltgeltung besitzt, wirken die roten Anteile eher als Randerscheinung. Lucas Pichler setzt mit seiner Pinot-Noir-Premiere hingegen gezielt auf diese Nische. Sein Engagement könnte nicht nur die Wahrnehmung roter Trauben fördern, sondern auch weitere Betriebe dazu anregen, die Sortenvielfalt im Wachauer Weinbau auszudehnen kreativ progressiv visionär.

Lukas Pichler legt bei seinem Wachauer Pinot Noir großen Wert auf eine schonende Handlese in mehreren Durchgängen, um nur perfekt ausgereifte Trauben zu verarbeiten. Nach dem Abbeeren erfolgt eine spontane Gärung im Edelstahltank, gefolgt von rund zwölf Monaten Reife in französischen Barriques. Dieses Vorgehen bewahrt die Sorten­typizität und betont die feine Frucht sowie die mineralische Klarheit. Die limitierte Auflage garantiert maximale Sorgfalt und höchste Qualität für anspruchsvolle Rotweinfreunde. Weltweit geschätzt.

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