Die offizielle Rookie-Sitzung vor dem Miami E-Prix erlaubt Ayhancan Güven und neun weiteren Neulingen eine vierzigminütige Testfahrt im Porsche 99X Electric. Ziel ist es, das komplexe Energiemanagement der vollelektrischen Formel-E-Boliden praxisnah zu verstehen und wertvolle Testkilometer bei hohen Außentemperaturen zu absolvieren. Porsche AG verwendet diese Einheit, um sein Budget optimal zu verteilen, Talente frühzeitig zu identifizieren und den Fahrerpool für künftige Meisterschaftseinsätze zu erweitern und die Performance nachhaltig zu steigern.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Piloten ohne Formel-E-Erfahrung testen Porsche 99X Electric praxisnah Miami
Am Tag vor dem US-E-Prix erwartet zehn unerfahrene Formel-E-Fahrer eine verbindliche vierzigminütige Testfahrt im Porsche 99X Electric auf dem Miami Street Circuit. Ziel dieser Rookie-Übung ist es, Neulinge mit vollelektrischen Rennwagen vertraut zu machen. Sie erkunden die Streckenführung, optimieren ihr Energiemanagement und schulen das konstante Bremsen und Beschleunigen. Die dabei erhobenen Telemetriedaten unterstützen Teams und Fahrer gleichermaßen bei der weiteren Vorbereitung auf die Saison.
Limitierte Testtage und Budgets zwingen zu gezieltem Talent-Screening frühzeitig
Die Porsche AG weist mit Florian Modlinger, ihrem Gesamtprojektleiter Formel E, auf die knappen Ressourcen hin: Testtage und Budget sind streng reglementiert. Durch das komplexe Energiemanagement und den damit verbundenen mentalen Druck steigt die Herausforderung für potenzielle Fahrer erheblich, wodurch der Kreis der Bewerber schrumpft. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, wurden verbindliche Rookie-Sessions eingeführt, in denen talentierte Neulinge unter realen Bedingungen geprüft, trainiert und gezielt auf den professionellen Rennbetrieb vorbereitet werden – effizient nachhaltig.
Umfangreiche Formel E Testtage ergänzen zusätzlich Rookie-Training saisonübergreifend verfügbar
Im Rahmen eines übergreifenden Formel-E-Programms erhalten Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer neben dem klassischen Rookie-Training exklusive Testtage und weitergehende Rookie-Tests, um ihre Fähigkeiten unter realen Bedingungen zu prüfen. Beim Berlin E-Prix im Juli wurde Ayhancan Güven erstmals im Porsche 99X Electric im Live-Betrieb eingesetzt. Dank seiner konstant schnellen Runden erreichte er den zweiten Platz am Testtagesende, was sein Talent hervorhebt und die Zuverlässigkeit sowie Effizienz der Testinfrastruktur dokumentiert und gibt wertvolle Einblicke.
Modlinger betont schnelle Lernkurve: Güven profitiert von intensivem Simulatortraining
Modlinger hebt die Qualität von Güvens kohärenter Nachwuchsausbildung bei Porsche hervor und unterstreicht sein fokussiertes Mindset sowie seine veritable Simracing-Erfahrung. Obwohl ein Formelcockpit bislang fehlte, dominierte der ehemalige DTM-Titelträger sämtliche Testsequenzen und übertraf die Rekordzeiten der internen Messreihen. Seine akribische Arbeit im Simulator symbolisiert den modernen Entwicklungsansatz der vollelektrischen Rennserie und beschleunigt die Lernkurve beim Management komplexer Energiestufen und bei Streckenstrategien gleichermaßen.
Porsche unterstützt Güven intensiv bei Lizenzpunkte-Erwerb für Formel E
Als Leiter von Porsche Motorsport unterstreicht Thomas Laudenbach die Bedeutung zusätzlicher Einsatzwagen für die Formel-E-Saison 2026/2027, um neue Fahrerkarrieren zu ermöglichen. Ayhancan Güven ist in diesem Zusammenhang verpflichtet, FIA-Lizenzpunkte bei Manthey im Rahmen der WEC zu erwerben, um die erforderliche Berechtigung für den Wettbewerb sicherzustellen. Porsche stellt dafür Engineering-Know-how, Datenanalyse und Coaching bereit. Ab dem Miami-Einsatz wird die Mannschaft seine Leistung genau beobachten und weitere systematisch erfasste verlässliche Meilensteine verifizieren.
Rookie-Sessions verteilen Testkilometer gerecht, optimieren Budgets und stärken Nachwuchsförderung
Durch die verpflichtenden Rookie-Sessions werden Testkilometer effizient unter allen Teams verteilt, was zusätzliche Testtage überflüssig macht und Budgets schont. Junge Fahrer sammeln praxisnahe Erfahrungen im Umgang mit dem anspruchsvollen Energiemanagement vollelektrischer Rennwagen. Gleichzeitig ermöglicht das Format eine gezielte Talententwicklung: Simracing-Profis, DTM-Meister und Formel-E-Novizen treten in direktem Vergleich an. Porsche festigt so seine Nachwuchsförderung, optimiert Ressourcen und sichert sich langfristige technische sowie sportliche Wettbewerbsvorteile. Maßnahme garantiert Effizienz, Fairness und nachhaltiges Wachstum.
Teams gewinnen verlässliche Daten und frische Talente durch Rookie-Trainings
Durch die speziell für Neulinge konzipierten Rookie-Trainings mit dem Porsche 99X Electric beim Miami E-Prix erhalten unerfahrene Piloten ein praxisnahes Lernumfeld. Innerhalb von 40 Minuten sammeln sie wertvolle Runden zur Optimierung von Energiefluss und Fahrtechnik. Fahrer wie Ayhancan Güven verbinden ihre Simracing-Kenntnisse mit realen Testkilometern und einer intensiven Coaching-Betreuung. Die Teams profitieren von präzisen Daten, während Porsche Motorsport eine strukturierte Nachwuchsförderung etabliert und künftige Champions fördert sowie langfristige Entwicklungsperspektiven.

