Eine aktuelle Untersuchung von Liv-Ex zeigt, dass das Handelsvolumen von Weissweinen im Sekundärmarkt seit 2010 um 650 Prozent gestiegen ist, während Schaumweine um 1100 Prozent zulegten. Der Rotweinhandel hingegen verzeichnet ein Minus von 15 Prozent im Vergleich zu vor 15 Jahren. Die Studie untersucht zentrale Treiber wie die Popularität Burgunds, veränderte Trink- und Kaufgewohnheiten während der Pandemie sowie die Rolle von Sammlern und Investoren im Onlinehandel sowie Chancen und Risiken.
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Sekundärmarkt zeigt deutlich starkes Weiß- und Schaumweinwachstum gegenüber Rotwein
Die Untersuchung von Liv-Ex zeichnet seit 2010 ein klares Bild eines strukturellen Umbruchs im Sekundärmarkt für Fine Wines. Weissweine erzielen ein Umsatzplus von 650 Prozent, während Schaumweine um 1100 Prozent zulegen. Rotweine hingegen verlieren an Dynamik und liegen heute um 15 Prozent unter ihrem früheren Handelsniveau. Branchenexperten interpretieren diese Trends zugleich als Hinweis auf veränderte Konsumpräferenzen und langfristige Anlageorientierungen.
Diversifizierte Portfolios durch Weiss- Schaumweine, Rotweine behalten dominierende Stellung
Die prozentualen Zuwächse bei Weiss- und Schaumweinen betragen im Vergleich zum Jahr 2010 beeindruckende Werte, basieren jedoch auf einem verhältnismäßig geringen Handelsniveau. Rotweine dominieren nach wie vor den gesamten Fine-Wine-Handel auf Liv-Ex und verzeichnen in absoluten Umsätzen den größten Anteil. Fachleute führen an, dass hohe Wachstumsraten in Prozentangaben nicht notwendigerweise eine Verlagerung der Marktanteile implizieren, sondern vor allem den Wunsch nach vielfältigeren Portfoliogestaltungen widerspiegeln. Langfristige Investitionsziele effizient und nachhaltig beflügeln.
Weissweine erfahren pandemiebedingt spürbaren Aufschwung und profitieren vom Online-Boom
Während der Pandemie zwischen 2020 und 2022 stieg insbesondere der Handel mit Schaumweinen stark an, da Privatfeiern und virtuelle Treffen weiterhin stattfanden. Weiße und rote Stillweine profitierten ebenfalls, wenn auch weniger deutlich. Im Sekundärmarkt wuchs der Online-Anteil aufgrund von Logistikoptimierungen und gesteigerter digitaler Affinität der Käufer. Zudem veränderten sich die Erwerbspräferenzen: Konsumenten legten mehr Wert auf sofortige Verfügbarkeit und realisierten online attraktive Preise für seltene Tropfen. Investitionsbasierte Portfoliostrategien und Trends.
Liv-Ex-Analyse: Burgund stärkste Weissweinregion, Bordeaux verliert seit Jahren Marktanteile
Innerhalb des Sekundärmarkts von Liv-Ex hebt sich Burgund deutlich als führende Weißweinregion ab. Die Präferenz für Burgunder-Chardonnays ist Resultat ihrer hervorragenden Lagerfähigkeit und der konsequenten Nachfrage durch Sammler. Bordeaux-Weißweine mussten seit 2010 einen Rückgang um 17,6 Prozent verkraften. Dieser Gegensatz illustriert die wachsende Bedeutung regionaler Herkunft im Weininvestment und zeigt, wie Burgund seinen Stellenwert als Asset-Klasse im Käuferfokus langfristig behauptet.
Weißweine setzen Trend zu sofortigem Genuss und attraktiven Renditen
Durch die schnellere Trinkbarkeit von Weissweinen verkürzen sich Lagerzeiten drastisch. Käufer profitieren von der früheren Verfügbarkeit und können ihre Weinvorräte rascher genießen oder handeln. Marktbeobachter wie Sophia Gilmour bei Liv-Ex verweisen darauf, dass dieser Wandel traditionelle Investitionsstrategien verändert. Anstelle langjähriger Lagerung dominieren nun Weine mit sofortigem Nutzungspotenzial. Dieser neue Fokus erleichtert die Kursbildung auf dem Sekundärmarkt und fördert die Entwicklung dynamischer Weinbörsen weltweit. Der Markt reagiert mit wachsender Liquidität rasch.
Pandemiebedingte Marktschwäche verstärkt weltweit Sofortkonsum von attraktiven renditestarken Sekundärmarkt-Champagnerinvestments
Auf Auktionsplattformen für Weine gewinnen Schaumweine, vor allem Champagner, durch sofortigen Konsum nach Erwerb an Beliebtheit. Während Händler in schwächeren Marktphasen ihr Neugeschäft zurückfahren, sorgen diese Direktnutzer für anhaltende Handelsvolumina. Die Mischung aus exklusivem Genussmoment und Anlageabsicht macht Schaumwein als kurzfristiges Investment interessant. Anleger profitieren von unkomplizierten Transaktionen, schnellen Wertrealisierungen und dem Prestige, hochwertige Tropfen direkt zu verkosten, anstatt sie über Jahre einzulagern bei gleichzeitiger, effizienter Nutzung von umfassenden Echtzeitmarktindikatoren.
Hochwertige Sekundärmarkt-Weine steigern langfristige Portfolio-Diversifikation und attraktive Renditechancen signifikant
Der Weinsekundärmarkt bündelt Angebote und Nachfragen für bereits ausgegebene Flaschen und verbindet Auktionshäuser, spezialisierte Händler und digitale Handelsplattformen. Insbesondere seltene Spitzengewächse avancieren zu begehrten Sammlerstücken und Investmentobjekten. Die transparenten Liv-Ex-Berichte und Datenbanken liefern Marktteilnehmern umfassende Informationen zu Preisentwicklungen, Handelsvolumen und Verfügbarkeit. Dadurch können potenzielle Käufer und Verkäufer sowohl Ein- als auch Ausstiegsstrategien optimieren und ihr Risiko anhand fundierter Erkenntnisse minimieren. So fördert diese Transparenz Vertrauen und erhöht die Liquidität.
Auf dem Sekundärmarkt zeichnet die Liv-Ex-Studie einen klaren Trend zugunsten von Weissweinen und Schaumweinen aus, während Rotweine Rückgänge verzeichnen. Burgunder Chardonnays und Champagner dominieren die Wachstumssegmente. Verantwortlich sind veränderte Konsumstile, die Pandemie als Beschleuniger und die Präferenz für direkt genussreife Weine. Für Sammler sowie Kapitalanleger eröffnen sich dadurch attraktive Möglichkeiten, ihren Fokus auf Genuss und Wertschöpfung zu richten und Portfolios breiter auszurichten, ohne jahrelange Reifung anzustellen. Die Analyse bietet konkrete Handlungshinweise.

