Cyber-Sicherheit: Top-Risiko für Unternehmen im Jahr 2024

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Ergebnisse der jährlichen Umfrage „Allianz Risk Barometer“ von Allianz Commercial zeigen, dass Cyberkriminalität weiterhin zu den größten Risiken für Unternehmen weltweit und in der Schweiz zählt. Besonders hervorgehoben werden Cybervorfälle wie Ransomware-Attacken, Datenpannen und IT-Ausfälle als das Hauptrisiko. Auf dem zweiten Platz stehen Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen. In der Schweiz sind ebenfalls Cybervorfälle und Betriebsunterbrechungen die beiden größten Risiken, gefolgt von Änderungen von Gesetzen und Vorschriften wie Zöllen und Sanktionen.

Bedrohungen für Unternehmen: Datenpannen, Angriffe auf Infrastruktur und Ransomware

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Unternehmen weltweit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sind, die mit der fortschreitenden Digitalisierung, dem Klimawandel und der unsicheren geopolitischen Lage zusammenhängen. Dabei stellen Cybervorfälle das größte Risiko dar, da sie Unternehmen sowohl finanziell als auch in Bezug auf ihren Ruf erheblich schädigen können. Besonders besorgniserregend sind Datenpannen, Angriffe auf kritische Infrastrukturen und die zunehmende Verbreitung von Ransomware-Attacken, die als die gravierendsten Bedrohungen in diesem Bereich identifiziert wurden.

Die Gefahr von Betriebsunterbrechungen besteht darin, dass sie die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens beeinträchtigen und zu finanziellen Verlusten führen können. Gleichzeitig nehmen Naturkatastrophen wie extreme Wetterereignisse zu und können Unternehmen in Ländern mit hoher Betroffenheit erheblich beeinflussen.

Die Umfrageergebnisse zeigen regionale Unterschiede in der Risikowahrnehmung auf. In einigen Ländern wie Brasilien, Griechenland, Mexiko und der Türkei wird der Klimawandel als eine der größten Bedrohungen angesehen. Besonders besorgniserregend sind hier physische Schäden durch Extremwetterereignisse. Darüber hinaus steigt auch die Sorge vor politischen Risiken und Gewalt, vor allem aufgrund von Konflikten im Nahen Osten und der Ukraine sowie den anstehenden Wahlen in verschiedenen Ländern.

Trotz der gleichen Wahrnehmung von Risiken haben große und kleine Unternehmen unterschiedliche Fähigkeiten, mit ihnen umzugehen. Große Unternehmen haben aufgrund ihrer finanziellen und personellen Ressourcen eine höhere Resilienz und können Maßnahmen ergreifen, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Kleinere Unternehmen hingegen sind oft finanziell und personell eingeschränkt und benötigen daher zusätzliche Unterstützung, um sich angemessen auf potenzielle Risikoszenarien vorzubereiten und ihre Resilienz zu verbessern.

Im Jahr 2024 bleibt die Cyber-Sicherheit das größte Risiko für Unternehmen. Datenpannen und Ransomware-Attacken sind nach wie vor die größten Bedrohungen. Aber auch Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen können erhebliche finanzielle und operative Schäden verursachen. Daher sollten Unternehmen ihre Risikomanagementstrategien darauf ausrichten, ihre Geschäftskontinuität sicherzustellen, Engpässe in der Lieferkette zu identifizieren und alternative Lieferanten aufzubauen.

Trotz der aktuellen Herausforderungen gibt es Hoffnung auf positive Entwicklungen. Die makroökonomische Situation verbessert sich allmählich und die Inflationsraten gehen zurück. Dies könnte zu niedrigeren Zinsen führen, was Unternehmen finanziell entlasten würde. Allerdings bleibt der Fachkräftemangel im Bereich der Cyber-Sicherheit ein Problem. Unternehmen sollten daher verstärkt in die Suche nach qualifiziertem IT- und Datenexperten investieren, um sich wirksam gegen Cyberverbrechen zu schützen.

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