Posted on 13. Nov 2017 in IT-Technologie | Keine Kommentare

Die Wahl eines Cloud Dienstes hängt ab von der benötigten Speicherkapazität, dem Funktionsumfang und der Datensicherheit.

Cloud Dienste Vergleich: Welche Online Speicher sind empfehlenswert?

Die Nutzung der Cloud Dienste wird immer beliebter, denn auf diese Weise wird es möglich, große Datenmengen in einem sicheren Speicher, der Cloud, extern abzulegen und mit jedem internetfähigen Gerät jederzeit darauf zuzugreifen. Im Folgenden wird kurz erläutert, was genau unter dieser Möglichkeit der Datenspeicherung zu verstehen ist. Anschließend wird ein Vergleich vor dem Hintergrund der Frage, welche Funktionen nützlich sind, vorgenommen.

Innovative Möglichkeit der Speicherung großer Datenmengen

Cloud Dienste sind Online-Storage Dienste und ermöglichen das Speichern von Daten auf entfernten Servern. Zu diesem Zweck werden die zu speichernden Dateien von einem Computer über das Internet hochgeladen und von den Anbietern der Cloud Dienste auf deren Server gespeichert. Es ist jederzeit möglich, diese Daten später mit jedem internetfähigen Gerät abzurufen. Mit mobilen Devices kann somit ortsunabhängig auf die gewünschten Datensätze zugegriffen werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, dass eigener Speicherplatz gespart werden kann. Besonders wenn große Datenmengen, beispielsweise zahlreiche Fotos, auf dem Smartphone oder Tablet zur Verfügung stehen sollen, ist es sinnvoll, diese nicht direkt auf dem Gerät, sondern in der Cloud zu speichern.

Cloud Dienste bieten außerdem die Möglichkeit eines Backups zum stationären Computer. Ein derartiger externer, räumlich getrennter Backup sichert die Datenbestände vor Systemfehlern und Datenverlusten. Dieser Aspekt der Sicherheit ist sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen ein wichtiges Argument für die Nutzung der Online-Festplatten.

Cloud Dienste sind außerdem immer dann empfehlenswert, wenn mehrere Geräte genutzt werden und sichergestellt werden soll, dass die Daten auf allen Geräten aktuell sind. Die Angebote beinhalten verschiedene Funktionen wie beispielsweise die Synchronisation oder ein Online Office.

Video: Doppelklick: Die besten Cloud-Dienste

Cloud Dienste erweitern die Möglichkeiten der Datenspeicherung

Die Digitalisierung führt in allen Bereichen dazu, dass immer mehr Datensätze generiert werden. Fotos werden nicht mehr ausgedruckt, sondern digital gespeichert und auch in den Unternehmen wächst der Datenbestand täglich. Wurde früher nur am stationären PC mit den Datenbeständen gearbeitet, ist es heute notwendig, dafür zu sorgen, dass die Unternehmensdaten auf jedem Gerät und selbstverständlich auch mobil verfügbar sind. Das Anschauen von Videos, Hören von Musik oder Bearbeiten von Textdateien erfolgt überwiegend in digitaler Form. Um interne Speicher zu entlasten und die jederzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen, wurden die Cloud Dienste konzipiert.

In der Cloud stehen Server zur Verfügung, auf denen Dateien aller Art zentral gespeichert werden. Berechtigte Geräte verbinden sich mit den Cloud-Servern und rufen bei Bedarf Datenbestände ab, um sie zu synchronisieren, zu bearbeiten oder zu lesen. Die Verbindung kann über ein eigenes Netzwerk oder das Internet hergestellt werden. Es ist also möglich, eine Private-Cloud zu konzipieren. Viele Nutzer wählen die Cloud-Speicher im Internet. Bekannte Anbieter sind Dropbox, Strato, iCloud, MagentaCLOUD, Google Drive sowie Microsoft Onedrive.

Eine wichtige Funktion, die beim Vergleich berücksichtigt werden sollte, ist die der Synchronisation aller Daten für die verbundenen Geräte. Zu diesem Zweck gibt es Desktop-Clients oder Apps. Diese spiegeln den Cloud-Speicher auf der Festplatte und überwachen Änderungen an den Dateien. (#01)

Eine wichtige Funktion, die beim Vergleich berücksichtigt werden sollte, ist die der Synchronisation aller Daten für die verbundenen Geräte. Zu diesem Zweck gibt es Desktop-Clients oder Apps. Diese spiegeln den Cloud-Speicher auf der Festplatte und überwachen Änderungen an den Dateien. (#01)

Vergleich der Cloud Dienste: Welche Funktionen sind wichtig?

Soll ein kostenloser Dienst in Anspruch genommen werden, ist der Speicherplatz meist begrenzt, kann aber kostenpflichtig auf die benötigte Kapazität erweitert werden. Die Anbieter im Vergleich unterscheiden sich auch hinsichtlich der Funktionen, die ein gemeinsames Arbeiten mehrerer Nutzer an einem Dokument ermöglichen oder auch die Option des Downloads großer Dateien bieten.

Wichtige Funktionen, auf die beim Vergleich der Angebote geachtet werden sollte, sind:

  • Synchronisation
  • Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens
  • Versionskontrolle
  • Aspekte der Sicherheit und des Datenschutzes
  • Synchronisation

Eine wichtige Funktion, die beim Vergleich berücksichtigt werden sollte, ist die der Synchronisation aller Daten für die verbundenen Geräte. Zu diesem Zweck gibt es Desktop-Clients oder Apps. Diese spiegeln den Cloud-Speicher auf der Festplatte und überwachen Änderungen an den Dateien. Werden die Datensätze an einem der Geräte bearbeitet und somit verändert, wird automatisch vom Client eine Aktualisierung der entsprechenden Datensätze in der Cloud vorgenommen. Der Client sorgt später bei der Bearbeitung an einem anderen Gerät auch dafür, dass die aktuelle Version verwendet wird.

Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens

Auch die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens an unterschiedlichen Standorten sollte beim Vergleich und Test der Cloud-Speicher berücksichtigt werden. Teilweise können Ordner mit anderen Nutzern geteilt werden, sodass gleichzeitig eine ständige Synchronisierung sichergestellt wird. Auch das gemeinsame Bearbeiten von Präsentationen, Tabellen und Dokumenten ist bei den großen Anbietern direkt im Browser möglich. Markierungen in Echtzeit zeigen, wer gerade an welcher Stelle arbeitet.

Versionskontrolle

Wird eine sogenannte Versionierung angeboten, erfolgt in einem bestimmten Zeitraum eine Speicherung jeder Dateiversion. Meist beträgt dieser Zeitraum einen Monat und innerhalb dieser Zeit lässt sich jede Version wiederherstellen. Man kann also bei der Bearbeitung zurückgehen und mit einer älteren Version weiterarbeiten, wenn man mit dem Arbeitsfortschritt unzufrieden ist und an einer bestimmten Stelle neu starten möchte. Auch versehentliches Löschen hat keine negativen Konsequenzen. Beim Vergleich muss berücksichtigt werden, dass manche Anbieter die Versionskontrolle auf bestimmte Dateiformate beschränken.

Nutzer können die Sicherheit jedoch selbst erhöhen und zwar indem vor dem Hochladen der Datensätze diese vom Nutzer direkt selbst verschlüsselt werden. Ein nützliches Tool dafür ist BoxCryptor, das mit Windows, Mac OS X, iOS sowie Android kompatibel ist. (#02)

Nutzer können die Sicherheit jedoch selbst erhöhen und zwar indem vor dem Hochladen der Datensätze diese vom Nutzer direkt selbst verschlüsselt werden. Ein nützliches Tool dafür ist BoxCryptor, das mit Windows, Mac OS X, iOS sowie Android kompatibel ist. (#02)

Aspekte der Sicherheit und des Datenschutzes

Die Sicherheit ist für viele Anwender ein großes Problem, denn von dem Moment an, an dem Datenbestände extern gespeichert werden, empfinden viele einen Kontrollverlust. Wenn die Server nicht in Deutschland oder der EU stehen, ist es wichtig, einen Blick in die Nutzungsbedingungen zu werfen. Das Datenschutzrecht in den USA oder China unterscheidet sich erheblich von dem Deutschlands und der EU. Die meisten Anbieter verfügen über eine Verschlüsselung.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, unter welchen Bedingungen sie den Schlüssel für die Entschlüsselung der Daten an Behörden herausgeben müssen. Nach dem NSA-Skandal bleibt sicher ein ungutes Gefühl, wenn man Datenbestände auf externen Servern ablegt, sodass immer hinterfragt werden sollte, welche Datenbestände relativ problemlos ausgelagert werden können und wo vielleicht Vorsicht geboten ist.

Nutzer können die Sicherheit jedoch selbst erhöhen und zwar indem vor dem Hochladen der Datensätze diese vom Nutzer direkt selbst verschlüsselt werden. Ein nützliches Tool dafür ist BoxCryptor, das mit Windows, Mac OS X, iOS sowie Android kompatibel ist. Unternehmen sollten beachten, dass die Verschlüsselung kontinuierlich an aktuelle Sicherheitsanforderungen angepasst wird. Die volle Kontrolle über die Datenbestände behält man jedoch nur, wenn man eine Private-Cloud einrichtet.

Vorstellung und Vergleich bekannter Cloud Dienste

OneDrive von Microsoft bietet hohe Sicherheitsstandards und einen hervorragenden Support sowie zahlreiche Office- und Teil-Funktionen. Nutzer können gemeinsam an Dokumenten arbeiten, wobei jeder sieht, wer etwas am Dokument verändert. Es gibt jedoch keine WebDav Unterstützung und auch eine FTP-Schnittstelle ist nicht vorhanden. Es ist empfehlenswert, die Daten zu verschlüsseln, da die Server in den USA stehen.

Dropbox ist ein Pionier unter den Cloud-Anbietern und aufgrund seiner Nutzerfreundlichkeit immer noch sehr beliebt. Das Ablegen und Teilen der Datensätze ist einfach und auch die Synchronisation erwies sich im Test als vorbildlich. Fotos werden vom Smartphone direkt im Cloud-Speicher synchronisiert.

Google Drive wirbt damit, dass praktisch kein Datenverlust möglich ist. Darüber hinaus kann eine Offline-Ansicht der Dateien aktiviert werden und außerdem stehen eine Suchfunktion und die Möglichkeit der Vergabe von Freigabeberechtigungen zur Verfügung. Apps wie beispielweise Google Docs, Google Tabellen und Google Präsentation ermöglichen das Bearbeiten von Dokumenten direkt aus dem Cloud-Speicher.

Auch mit iCloud von Apple können die Datensätze auf allen Geräten auf dem aktuellsten Stand gehalten und mit anderen geteilt werden. iCloud dient darüber hinaus für iOS-Geräte als Backup. Apple verspricht ebenfalls die Erfüllung hoher Sicherheitsanforderungen, unterliegt jedoch den im Vergleich zu Deutschland schwächeren Datenschutzbestimmungen der USA.

Strato HiDrive punktet damit, dass die Server garantiert in Deutschland stehen und damit höchste TÜV-zertifizierte Sicherheitsstandards erfüllt werden. Auch der Support ist vorbildlich. Der Upload ganzer Ordner ist jedoch nicht möglich und eine automatische Verschlüsselung wird ebenfalls nicht angeboten.

Auch die MagentaCLOUD der Telekom ist sehr sicher, denn sie unterliegt dem deutschen Datenschutz. Außerdem bietet sie Telekom Kunden im Vergleich mit 25 Gigabyte den größten kostenlosen Speicher an. Es können ganze Ordner sowie Unterordner geteilt und ausgewählte Dateien im Offline-Modus genutzt werden.

Video: Handysektor erklärt: Was ist eigentlich die Cloud?

Die Vorteile der Cloud-Speicher

Die modernen Cloud Dienste bieten ein hohes Maß an Skalierbarkeit. Bei Bedarf kann das Angebot um zusätzliche Funktionen, zusätzlichen Speicherplatz und weitere Benutzerzugänge erweitert werden. Damit wird die Flexibilität der Unternehmen gestärkt. Da die Firmen nur für den Speicherplatz bezahlen und die Anbieter die Wartung und den Betrieb der Server übernehmen, sind die Kosten transparent und kalkulierbar.

Das Speichern auf externen Servern verringert außerdem die Gefahr eines Datenverlusts und auch die Option des gemeinsamen Arbeitens von Mitarbeitern an unterschiedlichen Standorten ist im Zeitalter der Globalisierung zu berücksichtigen. Beim Vergleich und der Auswahl des passenden Cloud-Speichers kommt es darauf an, welche Speicherkapazität benötigt wird, welche Dateiformate hauptsächlich genutzt werden und ob mehreren Nutzer ein Zugriff ermöglicht werden soll.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Milles Studio  -#01: Odua Images -#02: one photo

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.