Posted on 5. Aug 2014 in Banken, Finanzen, Recht, Wirtschaft | Keine Kommentare

FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) verpflichtet seit Juli deutsche Finanzinstitute zur Meldung von Daten über Konten von in den USA steuerpflichtigen Personen an die USA. „FATCA-USA-UmsV“ ist das Kürzel für die Umsetzungsverordnung, die im Detail festlegt, wie die Erhebung der Daten der Kunden der Finanzinstitute und die Übermittlung der erhobenen Daten zu erfolgen hat. Welche Verpflichtungen aus dem amerikanischen Gesetz aus dem Jahr 2010 zur Förderung der „Steuerehrlichkeit“ der US-Bürger in Deutschland auslöst, lesen Sie im Folgenden.

Umsetzungsverordnung FATCA-USA-UmsV im Detail

Die Verordnung des Bundesministerums für Finanzen ist sehr umfangreich. Wer diese Informationen als PDF nachlesen möchte, kann dies hier tun.

Hiesige Anlaufstelle für die meldepflichtigen Finanzinstitute in der Bundesrepublik Deutschland ist das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). Die meldepflichtigen Finanzinstitute (FFI: Foreign Financial Institutions) müssen sich gemäß Verordnung in einem ersten Schritt beim IRS, dem Internal Revenue Service – der Bundessteuerbehörde der USA – registrieren.

Die Meldung zu Kunden ( Personen und Unternehmen ), die in den USA steuerpflichtig sind, erfolgt jedoch an die BZSt. Das Bundeszentralamt für Steuern wiederum übernimmt anschließend die Weiterleitung der Daten an das IRS. Die Verpflichtungen sind vielfältig und wer Details zu den amerikanischen Informations-Pflichten und internationalen Sachverhalten hinsichtlich der FATCA-Umsetzungs-Verordnung und dem Datenschutz nachlesen möchte, für den haben wir Links zu Dokumenten zum kostenlosen Download am Ende des Artikels bereitgestellt.

Umsetzung: Meldung von Daten aus den USA

Sofern das IRS Daten an das BZSt meldet, übergibt das Bundeszentralamt für Steuern diese Informationen an die deutschen Landesfinanzverwaltungen. Glaubt man Dan Mitchell, darf man allerdings trotz der Meldebestimmungen in dieser Richtung keinerlei Datenfluss bezüglich Auslandskonten (bekannten deutschen Behörden gegenüber) erwarten. Die Steuerehrlichkeit bezüglich Investitionen in Unternehmen in den Vereinigten Staaten von Amerika bleibt damit weiter dem Gewissen der deutschen Steuerbürger überlassen.

Kosten der Umsetzungsverordnung FATCA-USA-UmsV für die deutsche Wirtschaft

Das Bundesministerium für Finanzen gibt den Erfüllungsaufwand für den Foreign Account Tax Compliance Act FATCA gemäß der Umsetzungsverordnung für die Wirtschaft mit 386 Millionen Euro bis 2017 an. Dies umfasst insbesondere Kosten für die Implementierung des Verfahrens zur Meldung von Konten- und Kunden-Daten der Finanzinstitute (die sogenannten FFI / Foreign Financial Institutes) an das IRS der Vereinigten Staaten von Amerika und Verwaltungskosten der Finanzinstitute in der Bundesrepublik Deutschland aus Informationspflichten mit jährlich 20 Millionen Euro.

Hier alle wichtigen Links und Downloads zur FATCA-Umsetzungsverordnung

Diese Links zur Umsetzungsverordnung zum Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) liefern Hintergrund-Informationen und Kontakt-Daten von offizieller Stelle zur Umsetzung.

Das US-Steuerabkommen Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) ist bekannt als eine Einbahnstraße. Die Vereinigten Staaten von Amerika holen sich über das IRS Steuern auch von ihren im Ausland lebenden Bürgern (die sogenannten Expats/Expatriates, die oftmals nur noch losen Kontakt mehr zu ihrem Herkunftsland haben) – deren Steuerehrlichkeit bezüglich Auslandskonten (bekannten Kosten) die USA somit per se bezweifeln. Als wäre das noch nicht genug, zwingen sie mit dem Abkommen anderen Staaten und deren Financial Institutes das FATCA-Regularium auf. Während die USA erklären, dass FATCA eine beiderseitige Vereinbarung ist, wissen Insider, dass das Abkommen jedoch eher einseitig ist: die aufgrund von FATCA gelieferten Daten aus den USA taugen nichts.


Bildnachweis: © morguefile.com – erdenebayar

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