Merkmale einer Zielgruppe in Content wirksam umgesetzt

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Werbung im Internet? Bloß schnell wegklicken! Unternehmen müssen sich heute deutlich mehr anstrengen, um ihre Zielgruppe zu erreichen. Die folgenden Aspekte sind dabei wichtig.

Zielgruppe für das Content Marketing finden?

Profis der Werbebranche sind der Meinung, dass Content Marketing eine der relevantesten Marketingtechniken unserer Zeit darstellt. Doch bei dem Begriff „Content“, der nichts anderes als „Inhalt“ bedeutet, werden selbst Nichtprofis hellhörig. Es ist klar, dass darüber die Zielgruppe erreicht werden soll, doch dafür wiederum muss sie sich erst einmal von den Inhalten und Darstellungen angesprochen fühlen.

Es geht dabei um Vertrauen in die Inhalte und in der Folge um die Webseite, die diese Inhalte präsentiert. Informative und unterhaltsame Inhalte sollen gefunden werden, sie stellen eine Art Werbung dar und sind doch von dieser grundverschieden. Denn wer seine Kunden über SEA direkt ansprechen will, muss sich Gedanken machen.

Wie ist die Zielgruppe zu erreichen, was möchte sie, was wünscht sie sich? Wann klickt sie weiter und wann wird sie an den Bildschirm gefesselt? Vertrauen wird nur aufgebaut, wenn die gebotenen Informationen einen Nutzen bringen, der wiederum speziell auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt sein muss.

Mit diesem Content, der einen Mehrwert für den Besucher der Seite darstellt, lässt sich über die Anhebung des Images des Unternehmens im besten Fall dessen Umsatz erhöhen. Denn Menschen kaufen lieber dort, wo sie sich wohlfühlen und wissen, dass das Angebot seriös ist.

Die Zielgruppe schon im Businessplan nennen?

In den meisten Fällen gibt es eine Produktidee oder es wird eine Dienstleistung angeboten, die es in dieser Art noch nicht gibt. Daher ist es verständlich, dass sich die meisten Gründer dementsprechend auch eher Gedanken über ihre Idee machen und weniger über die anzusprechende Zielgruppe. Doch genau die muss schon im Businessplan benannt werden, mit dem die Banken von der Sinnhaftigkeit einer Kreditvergabe überzeugt werden sollen oder die einen gewünschten Geschäftspartner zur Zusammenarbeit bewegt.

Der Businessplan soll im besten Fall eine Darstellung der erwarteten Geschäftstätigkeit darstellen und dient insofern auch dem Überblick für den Gründer. Er muss also schon hier wissen, für wen sein Produkt oder seine Leistung gemacht ist, wer damit etwas anfangen kann oder den Service buchen wird. Ebenso, wie der Markt einer genauen Analyse unterzogen werden muss, damit klar ist, wie es um die Marktsegmentierung steht. Diese Dinge müssen im Voraus bedacht werden!

Video: Wie bestimme ich die Zielgruppe für mein Unternehmen? (Businessplan) – die Gründerplattform

Zur Begriffsklärung: Was ist eine Zielgruppe?

Als Zielgruppe werden mehrere Menschen mit den gleichen Eigenschaften zusammengefasst. Es handelt sich hier nicht um äußerliche Merkmale, es sei denn, das angebotene Produkt zielt auf solche ab. Ein Shampoo für blondes Haar wird sich nicht an Menschen richten, die braunes oder schwarzes Haar haben – sämtliches Marketing wäre hier vergebens.

Es geht darum, dass die Menschen, die dieser Zielgruppe angehören, einen festen Bedarf haben und dass sie nach einer Lösung für ihren Wunsch oder ihr Bedürfnis suchen. Das Beispiel des Shampoos ist dabei leicht nachvollziehbar. Es gibt eine Gruppe von Frauen, die blondes Haar haben (natürlich oder gefärbt) und wollen, dass diese Farbe so frisch und leuchtend wie möglich bleibt. Das beworbene Produkt muss die Wünsche dieser Zielpersonen berücksichtigen.

Gleichzeitig steht es in großer Konkurrenz zu all den anderen Herstellern von Shampoos für blondes Haar. Im Rahmen der Marktsegmentierung und der Beobachtung der Konkurrenz wurde daher klar, dass eine Nische zu besetzen ist, weshalb das Shampoo noch weitere Eigenschaften als nur den Erhalt der Farbe mitbringen muss. Damit wird die Zielgruppe auf blonde Frauen mit einem speziellen Haarproblem eingegrenzt: Spliss, langes und angegriffenes Haar, schnell fettendes Haar usw.

Das hat den Vorteil, dass die Produktpalette zum einen auf mehrere Haartypen erweitert werden kann. Zum anderen wird aus der Kundenfindung die Sicherheit gewonnen, dass die Frauen bei Zufriedenheit mit dem gewählten Produkt auch die Produkte dieses Herstellers kaufen, wenn sich die Bedürfnisse ihrer Haare ändern.

Analog zu diesem Beispiel erfolgt die Festlegung einer Zielgruppe auch für alle anderen Produkte, seien es bestimmte Lebens- und Genussmittel, technische Geräte, Fahrzeuge oder Besitzer von Haustieren. Ihnen allen ist gemein, dass sie eine Frage oder ein Problem haben und dafür eine Lösung geboten bekommen möchten. Wichtiges Detail: Teilweise muss das Bedürfnis erst noch geweckt werden: Im obigen Beispiel würde blonden Frauen durch Werbung klargemacht werden, dass die Haarfarbe mit der Zeit verblassen kann und durch ein spezielles Shampoo zu erhalten ist. Das Problem besteht aktuell noch nicht, aber der Gedanke daran, dass es eintreten könnte, steht im Raum.

Tipps zum Marketing: Wie tickt die Zielgruppe?

Wurde eine Zielgruppe erst einmal gefunden, so muss diese genau definiert werden. Dazu ist es erst einmal nötig, eine effektive Zielgruppenanalyse vorzunehmen, denn anhand der Ergebnisse kann die Zielgruppe weiter eingegrenzt werden. Außerdem ist es möglich, ihr potenzielle Eigenschaften zuzuschreiben und Daten über sie zu sammeln. Der Marketingverantwortliche des Unternehmens muss daher verstehen, wie die anvisierte Gruppe tickt.

Dafür helfen die folgenden Fragen:

  • Aus welcher gesellschaftlichen Schicht stammt die Zielgruppe?
  • Welche Sprache spricht sie?
  • Wo ist der Wohnort der Zielgruppe bzw. auf welches Einzugsgebiet soll sich die Werbung beschränken?
  • Welche Bedürfnisse und Vorlieben hat die Gruppe?
  • Welche ethischen Werte müssen berücksichtigt werden?
  • Gibt es potenzielle Veränderungen, auf die das Unternehmen reagieren muss?

Aus den Antworten auf diese Fragen ergibt sich ein genaues Bild über die Personen, die die Zielgruppe ausmachen. Das wiederum ist für die Definition der Zielgruppen wichtig.

Es gibt eine Gruppe von Frauen, die blondes Haar haben (natürlich oder gefärbt) und wollen, dass diese Farbe so frisch und leuchtend wie möglich bleibt. Das beworbene Produkt muss die Wünsche dieser Zielpersonen berücksichtigen.

Es gibt eine Gruppe von Frauen, die blondes Haar haben (natürlich oder gefärbt) und wollen, dass diese Farbe so frisch und leuchtend wie möglich bleibt. Das beworbene Produkt muss die Wünsche dieser Zielpersonen berücksichtigen.(#01)

Wie kann eine Zielgruppe definiert werden?

Ganz einfach: Durch das Sammeln von Daten! Was so profan klingt, hat einen wahren Hintergrund. Denn nur das Unternehmen, das seine Zielgruppe genau kennt, kann seine Angebote auf diese abstimmen und weiß, was erwartet wird. Interessant ist dabei, dass sich teilweise zwei Personenkreise ergeben, manchmal sind es sogar noch mehr. Soll dann das eigene Angebot auf beide Gruppen ausgerichtet werden?

Nein, es geht vielmehr darum, die Gruppe zu finden, mit der sich die größte Kaufwahrscheinlichkeit ergibt. Zielgruppen müssen nicht für eine möglichst große Anzahl von Personen zugeschnitten sein, außerdem können sie vielfältigen Veränderungen unterliegen. Es geht also darum, die wichtigste Zielgruppe zu finden, mit der sich Umsatz generieren lässt und die zum Unternehmen passt.

Mithilfe der Zielgruppendefinition soll erreicht werden, dass sich ein Unternehmen mit den Menschen und ihren Bedürfnissen auseinandersetzt, für die die Produkte oder Leistungen gedacht sind.

Dabei gibt es verschiedene Fragen, die bei der Definition von Zielgruppen beantwortet werden müssen:

  • Was möchten die Kunden?
  • Was brauchen sie wirklich?
  • Welche Probleme müssen gelöst werden?
  • Welche Dinge treiben die Zielpersonen an?
  • Auf welcher Basis treffen die Kunden Entscheidungen?
  • Welche Ziele verfolgen sie?
  • Welche Wünschen und Erwartungen werden an das Produkt gestellt?
  • Gibt es Vorurteile gegenüber dem Produkt, die überwunden werden müssen?
  • Wie kauft die Zielgruppe ein?
  • Was schätzt der potenzielle Kunde besonders am Produkt?
  • Wie wird er auf Veränderungen am Produkt reagieren?

Viele Tipps zur Zielgruppendefinition beinhalten auch, sich an die Konkurrenz zu halten. Das klingt paradox, ist es aber gar nicht, denn warum sollte ein Unternehmen nicht davon profitieren, wenn eine andere Firma etwas gefunden hat, was wirklich gut läuft? Es geht dabei natürlich nicht um das Produkt oder die Leistung an sich, das darf nicht kopiert werden. Vielmehr geht es um Marketingmaßnahmen und die Eingrenzung einer Zielgruppe.

Doch Vorsicht: Wer seine Zielgruppe genauso definiert, wie es bereits die Konkurrenz getan hat, muss ein besonderes gutes Produkt bieten oder auf diesem Markt eine Nische besetzen, um erfolgreich sein zu können.

Mithilfe der Zielgruppendefinition soll erreicht werden, dass sich ein Unternehmen mit den Menschen und ihren Bedürfnissen auseinandersetzt, für die die Produkte oder Leistungen gedacht sind.

Mithilfe der Zielgruppendefinition soll erreicht werden, dass sich ein Unternehmen mit den Menschen und ihren Bedürfnissen auseinandersetzt, für die die Produkte oder Leistungen gedacht sind.(#02)

Was ist eine Zielgruppendefinition?

Wer nun Zielgruppen für das Content Marketing definieren möchte, sucht dafür vielleicht nach verschiedenen Anregungen im Netz. Dabei ist es erst einmal wichtig, zu wissen, was überhaupt eine Zielgruppendefinition ist. Das ist vergleichsweise einfach erklärt, denn sie grenzt das Feld möglicher Kunden ein und stellt eine Gruppe von Personen heraus, an die alle Marketingmaßnahmen gerichtet werden.

Viele Maßnahmen sind völlig umsonst oder laufen ins Leere, weil sie die gewünschten Kunden nicht ansprechen. Dank der Zielgruppendefinition wird genau die Gruppe von Menschen festgelegt, deren Bedürfnisse zum Produkt oder zur gebotenen Leistung passen.

Damit kann sich ein Unternehmen im Umfeld des Wettbewerbs profilieren, kann ein Produkt erfolgreicher auf dem Markt einführen. Eine Zielgruppendefinition ist nichts anderes als jede andere Definition auch: Dabei wird der Inhalt eines Wortes oder Fachbereichs genauer erklärt.

Die Zielgruppendefinition macht nichts weiter, als eine feste Zielgruppe auszuweisen, die bestimmte Merkmale hat. Im Rahmen des Marketings werden diese Merkmale aufgegriffen, um bei verschiedenen Maßnahmen behilflich zu sein bzw. um die potenziellen Kunden gezielt anzusprechen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Lars Poyansky -#01: MITstudio -#02: Bojan Milinkov

About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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