Jobsuche: Anstellungsarten und Anlaufstellen für den Traumjob

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Karriereportale, Schwarzes Brett der Unternehmen, Netzwerk: Wo ist die Jobsuche am effektivsten? Je nach gesuchten Jobs sind die Anlaufstellen verschieden und nicht immer gleich Erfolg versprechend.

Jobsuche: Verschiedene Arbeitsstellen und Beschäftigungsarten

Wer Karriere machen will, muss sich auf verschiedenen Jobportalen umsehen, regelmäßig Stellenangebote lesen und auch die passende Arbeitsform finden. Hierbei steht die Wahl zwischen Freiheit und Sicherheit, denn beides lässt sich nicht vollends unter einen Hut bringen. Aber wer sagt auch, dass jeder Bewerber einfach den Traumjob finden kann? Zuerst sollte daher festgelegt werden, auf welcher Art von Arbeitsstelle der Fokus bei der Jobsuche liegt.

Verschiedene Arten von Arbeitsstellen: Jobs zwischen Sicherheit und Freiheit

Nicht alle Berufe lassen sich freiberuflich oder selbstständig ausüben. Berufe im Angestelltenverhältnis versprechen dafür eine Karriere (wenn der Arbeitgeber stimmt), außerdem ein sicheres Gehalt. Freiberufler und Selbstständige hingegen müssen sich selbst für passende Jobs und Projekte qualifizieren, genießen daher deutlich weniger Sicherheit. Bei ihnen steht die Freiheit an erster Stelle, denn niemand zwingt sie, ein Projekt zu übernehmen. Dass dies aus karrieretechnischen Gründen manchmal dennoch nötig sein kann, steht auf einem zweiten Blatt.

Wer Karriere machen will, muss sich auf verschiedenen Jobportalen umsehen, regelmäßig Stellenangebote lesen und auch die passende Arbeitsform finden. (Foto: Shutterstock- ESB Professional)

Wer Karriere machen will, muss sich auf verschiedenen Jobportalen umsehen, regelmäßig Stellenangebote lesen und auch die passende Arbeitsform finden. (Foto: Shutterstock- ESB Professional)

Die folgenden Arten von Arbeitsstellen zeigen sich bei der Jobsuche am häufigsten:

  • Festanstellung

    Der Arbeitsvertrag ist in diesen Jobs nicht befristet, der Arbeitgeber zahlt ein fest vereinbartes Gehalt und alle Sozialleistungen. Kündigungsschutz, Urlaubsanspruch, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall: Das sind die wichtigsten Vorteile von Jobs, die in Festanstellung (Teil- oder Vollzeit) ausgeübt werden können.

  • Befristeter Arbeitsvertrag

    Ein befristeter Arbeitsvertrag wird nur übergangsweise geschlossen. Meist handelt es sich um eine Schwangerschaftsvertretung oder eine Vertretungsstelle für die Dauer einer Elternzeit. Wer sich auf Jobsuche befindet, kann von diesen Stellen profitieren. Es lässt sich Erfahrung im Job bekommen, außerdem gewinnen die Betreffenden einen Einblick in das jeweilige Unternehmen. Kann es als Arbeitgeber auch langfristig infrage kommen?

  • Zeitarbeit

    Der Arbeitsvertrag wird mit einer Zeitarbeitsfirma geschlossen, danach erfolgt der Verleih der betreffenden Arbeitskraft an ein Unternehmen. Auch hier bietet sich die Chance, das Unternehmen als potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen. Teilweise werden die Zeitarbeiter übernommen und können Karriere im Unternehmen machen. Viele Zeitarbeitsfirmen zahlen heute besser als die Unternehmen, in denen die Angestellten als Leiharbeiter eingesetzt werden. Daher ist die Zeitarbeit für viele nicht nur aufgrund vielfältiger Erfahrungen, sondern auch aus finanziellen Gründen interessant.

  • Projektbezogene Anstellung

    Teilweise werden von Unternehmen Stellen ausgeschrieben, die nur für ein bestimmtes Projekt zu besetzen sind. Fach- und Führungskräfte werden beispielsweise als Interim Manager gesucht und solle ihr Expertenwissen bei der Bearbeitung des Projekts einbringen. Auch Arbeitskräfte mit einem speziellen Fachwissen werden gesucht, um beispielsweise eine neue Software zu entwickeln.

    Eine solche projektbezogene Anstellung ist meist mit einer Anstellung mit zeitlicher Befristung zu vergleichen. Allerdings gibt es hier oft keinen festen Termin, zu dem die Beschäftigung endet, sondern diese steht und fällt mit dem betreffenden Projekt. Wird dieses früher als geplant abgeschlossen, endet auch die Beschäftigung eher als gedacht. Umgekehrt müssen Verzögerungen bei der Projektfertigstellung aber nicht zwangsläufig eine Verlängerung des Arbeitsauftrags bedeuten.

 Verschiedene Plattformen sind bei der Jobsuche hilfreich, wobei es sowohl nationale als auch internationale Stellenbörsen gibt. (Foto: Shutterstock- Rawpixel.com)

Verschiedene Plattformen sind bei der Jobsuche hilfreich, wobei es sowohl nationale als auch internationale Stellenbörsen gibt. (Foto: Shutterstock- Rawpixel.com)

Die passenden Jobs finden: Stellenangebote auf verschiedenen Plattformen nutzen

Nicht immer klappt es gleich beim ersten Versuch mit dem Traumjob in Festanstellung. Das heißt jedoch nicht, dass keine Karriere möglich wäre! Vielleicht stellt sich der Erfolg bei der Stellensuche dank Networking ein oder es bietet sich die Chance, über ein Praktikum ideale Jobs zu finden. In jedem Fall helfen Hartnäckigkeit, Durchhaltevermögen und angepasste Bewerbungsschreiben dabei, an den gewünschten Job zu kommen.

Verschiedene Stellenangebote auf unterschiedlichen Plattformen

Verschiedene Plattformen sind bei der Jobsuche hilfreich, wobei es sowohl nationale als auch internationale Stellenbörsen gibt. Dabei gilt, dass nicht nur die üblichen Jobportale genutzt werden sollten, sondern auch die der Unternehmen selbst. Auf Firmenwebseiten finden sich ebenso Jobs wie auf den Seiten von Personalberatern.

Die folgenden Möglichkeiten gibt es außer den verschiedenen Job-Plattformen, um Stellenangebote zu finden:

  • Firmenwebseite

    Viele Unternehmen bieten auf den eigenen Seiten einen Bereich, der nur der Karriere gewidmet ist. Hier werden Stellen verschiedener Art ausgeschrieben und sowohl Bewerber für eine Festanstellung als auch Freelancer oder angehende Praktikanten können einen Job finden. Die Firmenwebseite ist aber auch aus weiteren Gründen hilfreich. Hier können zum Beispiel Termine eingesehen werden: Auf einer öffentlichen Veranstaltung des Unternehmens können sich durchaus Möglichkeiten ergeben, um mit einem Personaler zu sprechen.

  • Zeitungen und Zeitschriften

    Die Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften sind heute nicht mehr ganz so zahlreich wie noch vor einigen Jahren. Immer mehr Unternehmen setzen ihre Gesuche in Internetportale oder veröffentlichen diese auf den eigenen Unternehmensseiten. Doch es lohnt sich dennoch, einen Blick in Fachzeitschriften und Zeitungen zu werfen, zumal gerade junge und kleine Unternehmen gern dort nach neuen Mitarbeitern suchen. Vor allem bei einer regional eingeschränkten Jobsuche lohnt sich der Blick in örtliche Anzeigen- oder Tageszeitungen.

  • Networking

    Wer alle Bewerbungstipps nutzen möchte, muss unbedingt auch den Ratschlag zum Networking beachten. Dabei ist in die sozialen Netzwerke und in persönliche Kontakte zu unterschneiden.

    Persönliche Kontakte sind sehr wertvoll, stammen Informationen von ihnen doch direkt aus den Unternehmen oder einzelnen Abteilungen der Firmen. Bekannte und Freunde wissen durch die eigene Tätigkeit in den Firmen meist schon frühzeitig, ob und wo Personalbedarf besteht. Es lohnt sich daher, sich im Bekanntenkreis umzuhören, welche Berufe in den Firmen gerade gefragt sind und ob sich die Jobsuche dort lohnt. Eventuell lassen sich über diese Bekannten weitere Kontakte herstellen.

    Soziale Netzwerke werden ebenfalls immer häufiger genutzt, um die Jobsuche voranzutreiben. Stellenangebote finden sich hierfür auf unterschiedlichen Plattformen wie zum Beispiel XING. Wichtig: Diese Seiten sind öffentlich und daher auch für viele Menschen zugänglich. Das wiederum bedeutet, dass jeder mit seinen persönlichen Informationen entsprechend vorsichtig sein sollte. Es kann zum Beispiel passieren, dass dort jemand mitliest, der von der Jobsuche besser noch gar nichts wissen sollte. Das gilt vor allem für diejenigen, die sich aus einem Job heraus bewerben.

    Networking ist eine gute Möglichkeit Kontakte zu knüpfen ( Foto: Shutterstock- Monkey Business Images)

    Networking ist eine gute Möglichkeit Kontakte zu knüpfen ( Foto: Shutterstock- Monkey Business Images)

  • Kontaktmessen

    Viele Unternehmen veranstalten solche Kontaktmessen zum Beispiel an Universitäten, wo direkt Absolventen angeworben werden sollen. Das heißt natürlich nicht, dass die entsprechenden Jobs auch nur für die Uni-Absolventen vorbehalten sind, sondern es können sich auch andere Bewerber melden. Kontaktmessen finden zudem auch in großen Betrieben, bei den Berufsverbänden oder durch die Agentur für Arbeit ausgerichtet statt.

    Es lassen sich wertvolle Informationen über das Unternehmen sowie die für die Bewerbung wichtigen Kontakte sammeln. Außerdem gibt es die Chance, dass die Personaler auf die Fähigkeiten des Bewerbers aufmerksam werden und dass dieser einen guten Eindruck hinterlässt. Bei vielen Firmen ist es sogar möglich, sich in eine Bewerberdatenbank aufnehmen zu lassen oder einen Personalfrageboden auszufüllen. Somit ist die erste Hürde der Jobsuche schon einmal geschafft.

  • Bewerbung als Eigeninitiative

    Die Initiativbewerbung meint nichts anderes, als dass jemand versucht, „auf gut Glück“ eine Stelle im Unternehmen zu ergattern. Es gibt demzufolge keine konkret ausgeschriebenen Jobs, sondern der Bewerber versucht, seine Jobsuche auf die Firmen auszudehnen, die als Arbeitgeber in Betracht kommen. Eine intensive Recherche zu den Möglichkeiten, die sich jeweils dort bieten, ist Voraussetzung. Außerdem muss ein Ansprechpartner gefunden werden, damit die Bewerbung nicht einfach nur im Papierkorb landet, weil sich niemand davon angesprochen fühlt.

    Wichtig: Diese Bewerbung muss wirklich herausragend sein! Mit einer üblichen Bewerbung, die allen Standardvorschriften genügt, ist es hier nicht getan. Viel wichtiger ist es hingegen, eine präsente, spannende und ungewöhnliche Bewerbung zu verfassen, die den Empfänger fesselt und auch später noch dazu geeignet ist, darüber zu sprechen. Der Personaler soll neugierig auf den Bewerber werden und unbedingt wissen wollen, wer dahintersteckt. Damit ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch schon fast selbstverständlich.

Marius Beilhammer

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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