Schulweg üben und das Kind auf die Einschulung vorbereiten

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Den Schulweg rechtzeitig üben, sollte zu den wichtigsten Fähigkeiten gehören, die ein Schulanfänger beherrschen muss. Deshalb sollten Eltern rechtzeitig üben und Ranzen kaufen der durch Farbe und Leuchtstreifen die Sichtbarkeit erhöht.

Wie können Eltern für einen sicheren Schulweg sorgen?

Leider gehen viele Kinder heute nicht mehr zu Fuß zur Schule. Der hektische Alltag von Familien und die Furcht, dass dem Schüler etwas zustoßen könnte, führt dazu, dass ein großer Teil der Eltern ihr Kind bis vor die Schule fährt. Das ist zwar verständlich, nimmt dem Schulanfänger jedoch die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen zu sammeln, sich vor dem Schultag ausgiebig zu bewegen und mit Freunden zu reden.

Nur wenn Kinder zu Fuß zur Schule zu gehen, lernen Sie, wie man sich im Straßenverkehr verhält. Damit der Schulweg sicher ist und Spaß macht, sollten Eltern bereits einige Wochen vor der Einschulung den Weg zur Schule mit dem Schulanfänger üben. Viele Schulen stellen Ratgeber und Schulwegpläne zusammen, die beim ersten Elternabend vor der Einschulung verteilt werden.

Darüber hinaus ist die Wahl der Kleidung und vor allem des Schulranzens entscheidend dafür, ob das Kind auf dem Schulweg sicher ist. Ein Schulranzen, der die DIN-Norm 58124 erfüllt, ist mit maximal großen Reflektorflächen ausgestattet, sodass das Schulkind nicht nur im hellen Tageslicht, sondern auch in der Dämmerung optimal gesehen wird. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, Unfälle zu vermeiden.

Im Online-Shop schulranzen.net finden Eltern eine große Auswahl an Schulranzen aller renommierter Marken. Hier kann man sich außerdem darüber informieren, was bei der Wahl des Schulranzens beachtet werden sollte und welche Modelle mit besonders guten Testergebnissen abgeschnitten haben.

Die Verkehrsexperten im Kinderhilfswerk fordern Eltern, Kindergärten und Schulen dazu auf, durch eine rechtzeitige Verkehrserziehung die Grundlagen zu schaffen, damit sich Kinder sicher im Straßenverkehr bewegen.

Die Verkehrsexperten im Kinderhilfswerk fordern Eltern, Kindergärten und Schulen dazu auf, durch eine rechtzeitige Verkehrserziehung die Grundlagen zu schaffen, damit sich Kinder sicher im Straßenverkehr bewegen.(#01)

Warum sollten Grundschüler den Schulweg zu Fuß bewältigen?

Die Statistik gibt vordergründig den besorgten Eltern Recht, die ihre Kinder zur Schule fahren: Statistisch wird alle 18 Minuten in Deutschland ein Kind im Straßenverkehr verletzt. Dennoch appelliert das Deutsche Kinderhilfswerk an die Eltern, ihre Kinder zu Fuß auf den Schulweg zu schicken und veranstaltet bundesweite Aktionstage in Kindergärten und Grundschulen. Es stellt sich die Frage nach dem „Warum“.

Welchen Einfluss hat die Verkehrserziehung auf das Verhalten?

Die Verkehrsexperten im Kinderhilfswerk fordern Eltern, Kindergärten und Schulen dazu auf, durch eine rechtzeitige Verkehrserziehung die Grundlagen zu schaffen, damit sich Kinder sicher im Straßenverkehr bewegen. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder irgendwann selbstständig alle Wege erledigen können. Das Fahren im Bus ist letztlich ebenfalls eine Frage der Übung.

Die Vorteile einer frühzeitigen Verkehrserziehung schon vor dem Schulanfang liegen auf der Hand. Das Kind entwickelt wichtige Kompetenzen und damit das Selbstbewusstsein, dass ihm seine Eltern etwas zutrauen. Kinder der in den Medien viel diskutierten „Helikoptereltern“ wachsen zwar sehr behütet auf, aber leider auch mit der Erkenntnis, dass ihnen nicht viel zugetraut wird.

Das Kind direkt bis vor das Schultor fahren, mag praktisch und zeitsparend sein, die Sicherheit des Kindes im Straßenverkehr erhöht es jedoch keinesfalls.

Nur wenn Kinder zu Fuß zur Schule zu gehen, lernen Sie, wie man sich im Straßenverkehr verhält.

Nur wenn Kinder zu Fuß zur Schule zu gehen, lernen Sie, wie man sich im Straßenverkehr verhält.(#02)

Schulweg im Auto: Folgen für die Entwicklung der Kinder

Neben den langfristigen Sicherheitsaspekten weisen Kinderärzte außerdem auf den gesundheitlichen Nutzen eines Schulwegs zu Fuß hin. Die meisten Kinder leiden ohnehin an einem Bewegungsmangel. Nach einem langen Schultag in der Ganztagsschule folgt das Erledigen der Hausaufgaben und dann geht es an die Spielekonsole oder vor den Fernseher.

Die wenigsten Kinder im Grundschulalter haben ausreichend Gelegenheit, im Freien zu toben und sich körperlich auszupowern. Genau das ist aber für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar. Die beliebten Elterntaxis fördern die Passivität der Kinder in einer ohnehin schon bewegungsarmen Umwelt. Letztlich wird damit die gesunde, altersgemäße Entwicklung der Schüler behindert.

Den Kindern auch noch den Schulweg abzunehmen, manifestiert die negative Tendenz hin zu einer bewegungsarmen Kindheit. Rückenprobleme, Übergewicht und fehlende motorische Kompetenzen sind die körperlichen Folgen.

Doch auch die Seele der Kinder leidet unter fehlender Bewegung. Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Schulangst und andere psychische Probleme könnten mit Bewegung, freiem Spiel und Toben in der Natur deutlich gemindert werden. Die rasant wachsende Zahl von Kindern, bei denen ADHS diagnostiziert wird, ist zumindest zu einem Teil durch den bewegungsarmen Alltag der Schulkinder zu erklären.

Auch die anfangs zitierte Statistik weist bei näherer Betrachtung darauf hin, dass ein Schulweg zu Fuß keinesfalls ein größeres Risiko darstellt als im elterlichen Auto. Die Deutsche Verkehrswacht stellt fest, dass die Mehrzahl der im Verkehr verunglückten Kinder im Auto von Mama und Papa zu Schaden kommen.

Sicherer Schulweg: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Trotz aller genannten Vorteile eines Schulwegs zu Fuß, sollte man selbstverständlich alles dafür tun, dass der Weg zur Schule tatsächlich sicher ist. Damit der kleine Schulanfänger gefahrlos den Schulweg bewältigt, sollten sich die Eltern vorher überlegen, welcher Weg am besten geeignet ist. Nicht immer ist der kürzeste Weg zu empfehlen, insbesondere wenn er an stark befahrenen Straßen entlangführt.

Bei der Wahl des Schulwegs ist es wichtig, auf folgende Gegebenheiten zu achten:

  • Straßen verfügen über einen Gehweg
  • Ruhige Straßen durch Wohngebiete werden bevorzugt
  • Die Verkehrssituation ist übersichtlich
  • Kreuzungen und Übergänge sind ausreichend beleuchtet
  • Viel befahrene Straßen sind mit Ampeln gesichert
  • Tempo-30 Zonen sind mit baulichen Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit ausgestattet
  • Auf Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen gibt es eine Mittelinsel
  • Durchgangsverkehr in Wohngebieten wird durch Poller begrenzt

Video: So kommt auch Ihr Kind sicher in die Schule!

Was macht den Schulweg wirklich sicherer? Das Video zeigt an praktischen Beispielen, worauf Eltern achten sollten.

Welche Schulwege sind ungeeignet?

Eltern sollten nicht einfach den kürzesten, direkten Weg zur Schule wählen, sondern lieber Umwege in Kauf nehmen, bei denen folgende Gegebenheiten vermieden werden:

  • Es ist kein Gehweg an der Straße vorhanden
  • Straßen werden stark von Lkw befahren
  • Kreuzungen oder Übergänge sind unübersichtlich
  • Ausfahrten (Tankstellen, Garagenhöfe oder Supermärkte) erhöhen das Risiko
  • Parkende Autos blockieren den Fußgängerweg und verstellen die Sicht
  • Baustellen erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit
  • Die Beleuchtung ist nicht ausreichend
  • „Grüner Pfeil“ führt zur Verunsicherung der Kinder und viele Autofahrer halten vor dem Abbiegen nicht an
  • Tempo-30-Zonen ohne Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit wiegen die Schulkinder in trügerischer Sicherheit
  • Kreiselverkehr überfordert besonders junge Kinder

Auch Ampeln bedeuten nicht immer ein Plus an Sicherheit. Befinden sich die Ampeln an wenig befahrenen Straßen, werden die Kinder verleitet, bei Rot über die Straße zu gehen und zwar bei jeder Ampel.

Eltern sollten nicht einfach den kürzesten, direkten Weg zur Schule wählen, sondern lieber Umwege in Kauf nehmen, bei denen folgende Gegebenheiten vermieden werden:

Eltern sollten nicht einfach den kürzesten, direkten Weg zur Schule wählen, sondern lieber Umwege in Kauf nehmen, bei denen folgende Gegebenheiten vermieden werden:(03)

Aktion „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“

Um zu unterstreichen, wie wichtig ein Schulweg zu Fuß ist, organisiert das Deutsche Kinderhilfswerk jedes Jahr zu Beginn des neuen Schuljahres die Aktion „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“.

Das Deutsche Kinderhilfswerk weist auf die positiven Effekte hin:

  • für die Kinder
  • für Eltern, Lehrer und Erzieher
  • für die Umwelt

Positive Effekte für die Kinder

Durch die regelmäßige Bewegung wird Haltungsschäden und Übergewicht vorgebeugt und darüber hinaus werden die Abwehrkräfte der Kinder gestärkt. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass es einfach viel mehr Spaß macht, auf dem Schulweg mit Freunden zu sprechen und zu lachen, als im Auto gefahren zu werden.

Kinder nehmen zudem ihre Umwelt bewusster wahr und lernen, selbstständig am Straßenverkehr teilzunehmen. Diese Entwicklung ist unverzichtbar, denn Eltern können ihre Kinder nicht immer auf allen Wegen begleiten.

Positive Effekte für Eltern, Lehrer und Erzieher

Die Kinder zur Schule zu fahren, erhöht den Zeitdruck, unter dem viele Eltern täglich stehen. Fällt diese Verpflichtung weg, kann man den Tag zumindest ein wenig entspannter angehen. Außerdem herrscht vor vielen Schulen ein derart hektischer Hol- und Bringverkehr, dass die Kinder dort viel mehr gefährdet sind als auf einem ruhigen Schulweg. Weniger Verkehr vor den Schulen ist ein wichtiger Faktor, um dort die Schulwegsicherheit zu erhöhen.

Lehrer und Erzieher profitieren von ausgeglicheneren Kindern. Wer sich vor dem Unterricht schon eine halbe Stunde bewegt hat, kann konzentrierter zuhören und letztlich besser lernen. Darüber hinaus fallen Kinder, die ihren Bewegungsdrang ausleben können, im Unterricht weniger durch motorische Unruhe auf.

Durch die regelmäßige Bewegung wird Haltungsschäden und Übergewicht vorgebeugt und darüber hinaus werden die Abwehrkräfte der Kinder gestärkt.

Durch die regelmäßige Bewegung wird Haltungsschäden und Übergewicht vorgebeugt und darüber hinaus werden die Abwehrkräfte der Kinder gestärkt.(#04)

Positive Effekte für die Umwelt

Der viel diskutierte Klimawandel wird durch den CO2-Ausstoß von Autos beschleunigt und deswegen ist jeder Kilometer, der nicht unnötig im Auto zurückgelegt wird, ein Gewinn für die Umwelt. Kinder sollten schon früh ermutigt werden, möglichst viele Wege zu Fuß oder später mit dem Fahrrad zu erledigen.

Wie können Eltern den Schulweg üben

Viele Schulen bieten Schulwegpläne an, auf denen besonders gefährliche Bereiche im Einzugsgebiet der Schule markiert sind. Diese Bereiche sollten gemieden werden. Auf Basis der Schulwegpläne können Eltern den Schulweg ihres Kindes entlang weniger gefährlicher Straßen planen. Für Schüler höherer Klassen gibt es Radschulwegpläne. Im Internet findet man ebenfalls hilfreiche Ratgeber zum Thema Schulwegsicherheit.

Im nächsten Schritt heißt es: üben, üben, üben! Schon einige Wochen vor der Einschulung sollten Eltern mit dem Erstklässler den Schulweg üben, und zwar morgens, wenn eine ähnliche Verkehrssituation herrscht wie im Schulalltag. Eltern sollten ihren Schulanfänger auch darauf hinweisen, dass besonders Zebrastreifen nur scheinbar sicher sind.

Viele Autofahrer missachten die Regel, hier zu halten, wenn ein Schulkind am Straßenrand steht oder sich diesem nähert. Kinder müssen wissen, dass sie nur dann die Straße gefahrlos überqueren können, wenn das Auto bereits angehalten hat.

Video: Schulweg üben mit Papa – Tipps für ABC-Schützen

Welche Tipps gelten für den Schulweg mit dem Bus?

Wenn die Schule weit von der Wohnung entfernt ist, fahren viele Schüler mit dem Bus. Busse sind ein sehr sicheres Verkehrsmittel, wenn man den Kindern zeigt, worauf sie an der Bushaltestelle und beim Ein- und Aussteigen achten sollten.

Wie können Eltern die Schulwegsicherheit erhöhen?

Mit den Kindern den Schulweg zu üben und ihnen zu erklären, worauf sie an bestimmten Stellen achten müssen, ist die beste Maßnahme der Verkehrserziehung. Einige Wochen nach dem Schulstart kann man nochmals gemeinsam mit dem Erstklässler zur Schule gehen und dabei darauf achten, ob das Schulkind noch die eingeübten Verhaltensweisen befolgt.

Wenn Eltern sich beim Gedanken, dass der Schulanfänger allein unterwegs ist, große Sorgen machen, können sie Weggemeinschaften mit anderen Schülern organisieren. Deren Eltern freuen sich wahrscheinlich über das Angebot und sind ebenfalls erleichtert. Trägt das Schulkind dann auch noch helle Kleidung und der Ranzen hat große Reflektorflächen, ist der Schulweg zu Fuß sicher und macht Spaß.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Sharomka -#01: Romrodphoto -#02: Newman Studio-#03:  Iryna Inshyna-#04: Andrew Angelov

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Iris Martin

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