Mehr als 8 Millionen Deutsche besitzen Aktien

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Die Deutschen interessieren sich wieder vermehrt für den lukrativen Handel von Aktien und investieren dort ihr Geld. Ursächlich dafür sind niedrige Renditen bei Anleihen, Lebensversicherungen und sogar beim Festgeld.

Hinzu kommen latente Inflationsgefahren, die Investitionen in realwirtschaftliche Beteiligungen so attraktiv wie aktives Trading erscheinen lassen. Doch sind Aktien wirklich für jedermann die optimale Lösung?

Funktion des Aktienhandels ist auch für Einsteiger schnell erlernbar

Der Aktienhandel und die Investition in Wertpapiere boomen derzeit in Deutschland wie noch nie zuvor. Zu erklären ist dies mit den damit verbundenen Möglichkeiten, vor allem im Gegensatz zu den klassischen Anlageformen. Die Faszination Trading lässt sich zum Beispiel bei dem mehrfach ausgezeichneten Online Broker GFKX erleben, wo man Forex und CFD zu Top-Konditionen handeln kann. Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich? Im CFD Handel kann auf steigende (long) und fallende (short) Kurse spekuliert werden. Hier sollte man allerdings schon genau wissen, was man tut.

Der Handel mit Aktien hingegen kann auch für Einsteiger empfehlenswert sein, wenn sie die Grundprinzipien verstanden haben:

  • Aktien sind Wertpapiere, die den Anteil an einer Aktiengesellschaft widerspiegeln
  • Sie können erworben, gleichermaßen aber auch wieder veräußert werden
  • Aktionäre haben darüber hinausgehend unterschiedliche Rechte

Der Gewinn bei der Anlage seines persönlichen Geldes in Aktien entsteht dadurch, dass diese zu einem geringen Preis erworben und anschließend zu einem höheren wieder veräußert werden können. Dem Kauf bzw. Verkauf voraus geht immer eine sogenannte Order, der eigentliche Auftrag. Mittlerweile ist der Aktienhandel auch bei Online-Brokern möglich, aber ebenso praktiziert werden kann dieser noch mithilfe eines klassischen Depots bei der Bank.

 

Der Gewinn bei der Anlage seines persönlichen Geldes in Aktien entsteht dadurch, dass diese zu einem geringen Preis erworben und anschließend zu einem höheren wieder veräußert werden können. (#01)

Der Gewinn bei der Anlage seines persönlichen Geldes in Aktien entsteht dadurch, dass diese zu einem geringen Preis erworben und anschließend zu einem höheren wieder veräußert werden können. (#01)

Bereits angerissen, aber noch einmal näher vertieft werden soll die eigentliche Motivation, die viele Anleger häufiger Richtung Aktien schauen lässt. Langfristig gesehen versprechen Wertpapiere, auch anhand von zahlreichen Studien belegbar, eine deutlich höhere Rendite als andere Investitionsformen. Besonders aussagekräftig ist in diesem Zusammenhang eine Studie des DAI, der die beeindruckende Zeitperiode von 100 Jahren zugrunde liegt.

Für den Zeitraum von 1900-2000 weist diese inflationsbereinigt eine Rendite von 3,6 Prozent pro Jahr aus. Der reale Wertverlust der Anleihen hingegen lag in demselben Zeitraum im Übrigen bei 2,2 Prozent pro Jahr. Damit wird deutlich: Aktien gehört die Zukunft, zumindest, wenn man auf die richtigen Wertpapiere setzt, doch dazu später mehr.

Vorab sollte man sich vor Augen führen:

  1. Wer eine Lebensversicherung besitzt, investiert schon in eine festverzinsliche Anlageform und kann damit nur sehr eingeschränkt profitieren
  2. Der Aktienhandel bietet nicht nur die besseren Opportunitäten, sondern kann dank der zahlreichen Online-Broker auch mit niedrigen Gebühren punkten

Einer der großen Vorteile der Investition in Aktien bei renommierten Online-Anbietern ist der damit verbundene Komfort. Trades können im Netz rund um die Uhr abgeschlossen werden. Um einen Vergleich der Anbieter sollte man dabei aber trotzdem keinen Bogen machen, weil sich unterschiedliche Konditionen ausmachen lassen.

Risiken lassen sich im Aktienhandel relativ unkompliziert minimieren

Nicht unerwähnt soll darüber hinaus bleiben, dass es beim Handel von Aktien natürlich immanente Risiken gibt, die man allerdings relativ leicht minimieren kann. Zu den offensichtlichsten Gefahren gehören Wertverluste, die auf dem Aktienmarkt zwangsläufig auch einmal bei größeren und kapitalstarken Unternehmen auftreten können. Umgehen kann man das Risiko weitestgehend, wenn man sein Kapital eher auf lange Sicht investiert und somit kurzfristige Einbußen nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Während der Zeit des Kurseinbruchs muss allerdings das Mindset des Anlegers stabil bleiben und Zweifel an der langfristigen Rentabilität dürfen nicht aufkommen. Ein weiteres Risiko, das mit dem Handel von Aktien in Zeiten des Internets einhergeht, sind unseriöse Broker, die man von seriösen Brokern nicht immer leicht unterscheiden kann:

 

Broker Werbung Boni Support
Seriös Unaufdringlich aber bestimmt Realistisch und erreichbar Vorhanden
Unseriös Aufdringlich und reißerisch Zu schön, um wahr zu sein Nicht vorhanden

 

Die Kriterien der Werbung, der Boni und des Supports sollten auf jeden Fall gecheckt werden, wenn man sich hinsichtlich der Wahl des Brokers unsicher ist. Ebenfalls anzuraten ist selbstverständlich ein Blick in das Impressum respektive die Art der Regulierung.

Strategien für den erfolgreichen Aktienhandel sollten überprüft werden

Infografik: Aktien, die besonders gefragt sind, ziehen meistens bei den Preisen zügig an. Infografikquelle: doppelklicker.de

Infografik: Aktien, die besonders gefragt sind, ziehen meistens bei den Preisen zügig an.

 

Abschließend soll noch kurz auf mögliche Strategien eingegangen werden, die einem beim Handel von Aktien zum Gewinn verhelfen können. Vorneweg gesagt: Es gibt jede Menge Strategien, die insbesondere im Internet als der heilige Gral angepriesen werden, doch von derartigen Schlagzeilen sollte man sich nicht vereinnahmen lassen.

Der erfolgreiche Handel mit Aktien basiert auf einem tiefgreifenden Verständnis und sofern eine Zauberformel existierte, würde bereits jeder damit handeln.

Nichtsdestotrotz lohnt ein Blick auf die nachfolgenden taktischen Ansätze:

  1. Dividendenstrategie:
    Häufig besteht bei Erstanlegern der Fehler, dass sie nicht genau wissen, wie sich der „Reingewinn“ ihrer Investments überhaupt berechnet bzw. zusammensetzt. Um die Dividendenstrategie verstehen zu können, ist es wichtig nachzuvollziehen, was eine Aktienrendite überhaupt bedeutet. Die Gesamtrendite setzt sich nämlich aus der Kursrendite und der Dividendenrendite zusammen. Somit ist die Dividendenrendite keine „Extraeinnahme“, sondern lediglich ein Teil der Gesamtrendite!
  2. Value Investing:
    Hier lautet der Grundsatz: Kein Investment ohne Fundamentalanalyse. Und genau hier scheitert es bei den meisten Menschen. Wer sich für diese Investmentstrategie entscheidet, der sollte bereits Erfahrungen gesammelt und sich ein breites Wissen angeeignet haben. Value Investments orientieren sich bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen stets am realwirtschaftlichen Gegenwert der Anlagen, also am Verhältnis des aktuellen Preises zum kolportierten, tatsächlichen Wert der Anlage.
  3. Trendfolgestrategie:
    Die Trendfolgestrategie ist gerade bei Anfängern sehr beliebt, da sie relativ simpel zu verstehen ist. Getreu dem alten Börsenmotto: The trend is yours, wird bei dieser Anlagestrategie versucht, einen bestehenden Trend zu erkennen, in diesen zu investieren, um auf diese Weise ein langfristig profitables Handelssystem aufzubauen. Doch natürlich ist dies leichter gesagt als getan, denn auch hier sind Analysen notwendig, um zum Beispiel erkennen zu können, in welcher Phase sich ein Trend befindet, wie beständig dieser ist und welche Regeln für den Ein- und Ausstieg gelten sollten.

Wie der Name schon vermuten lässt, wird bei der ersten Variante der Gewinn dadurch generiert, dass hohe Dividendenrenditen erzielt werden. Diese findet man meistens bei Sektoren wie Versicherungen oder auch Energieunternehmen. Allerdings ist Vielfalt auch bei dieser Strategie besser als ein sehr einseitig ausgerichtetes Portfolio.

Beim Value Investing hingegen müssen sehr umfangreiche Analysen vorab stattfinden, um sich erfolgreich für Investitionen entscheiden zu können, die eher gegen den allgemeinen Börsentrend ausgerichtet sind. Man investiert hier also vorrangig in Unternehmen, die derzeit noch unterbewertet sind.

Den dritten Ansatz macht die sogenannte Trendfolgestrategie aus, bei der man aktuellen Trendbewegungen folgt. Allerdings gilt es hierbei, darauf zu achten, dass diese sehr ausgeprägt und intakt sind.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: TZIDO SUN-#01: SFIO CRACHO  –#02:

 

 

 

About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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