Pimco-Fonds: 4,3 Milliarden Kapitalabfluss bei Allianz-Tochter

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Bei Pimco-Fonds, der Allianz-Tochter will einfach keine Ruhe einkehren. Alleine Im Mai zogen die Anleger dem Fonds ca. 4,3 Milliarden Dollar. Das ist eine Größenordnung, die die Deutsche Bank gerne als ihren Jahresgewinn ausweist. Was das für den Pimco-Fonds bedeutet, kann man sich lebhaft vorstellen. Die Mutter Allianz ist darüber sicher „not amused“.

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Bill Gross, der Gründer und Chief Investment Officer bei Pimco-Fonds versagt bei dem Versuch, den Kapitalabfluss zu stoppen vollends. Nimmt man die Zahlen zusammen, dann hat sich das Vermögen des Rentenfonds gegenüber dem Vorjahr um sage und schreibe rund ein fünftel (über 20% !!) verringert. Da werden Anleger schnell mobil. Der Kapitalabzug in Höhe von ca. 4,3 Milliarden US-Dollar war am Dienstag einer veröffentlichten Erhebung des Analysehauses Morningstar zu entnehmen.

Der Vertrauensverlust bei Pimco-Fonds hält schon länger an. Die ganzen letzten 13 Monate muss Pimco-Fonds Kapitalabflüsse verzeichnen. Von 283 Milliarden US-Dollar im Frühjahr 2013 ist das Vermögen auf nunmehr 229 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Die Abschmelzung von 64 Milliarden US-Dollar entspricht über 20% ddes ursprünglichen Vermögens im Frühjahr letzten Jahres.

Wieso kommt Pimco-Fonds so stark ins trudeln?

Immerhin zählt der US-Konzern Pimco zu den größten Anleihe-Investoren. Aber offensichtlich hatte er die Performance seiner Produkte nicht ausreichend im Auge. Niedrige Zinsen gibt man als eines der Hauptprobleme an. Sicher war es auch die schlechte Performance der Hauptprodukte, die zu Streitereien in der Führungscrew um Bill Gross führte. Letztlich sind derlei Kapriolen jedoch nicht angetan, das Vertrauen der Investoren zu erhalten. Die Quittung erhielt denn auch im Januar Co-Chef Mohamed El-Erian, der Mitte des Monats seinen Hut nahm.

Pit-Fight: Bill Gross vs. Mohamed El-Erian

Es wird berichtet, dass Bill Gross sich mit Mohamed El-Erian nicht mehr einig war. Dies führte offensichtlich dazu, dass Mohamed El-Erian das Unternehmen verlassen musste. Pimco baut nun eine neue Führungsriege auf. Sechs neue Stellvertreter für Bill Gross wurden ernannt. Die Loyalität in der Führung sicher zu stellen ist sicher eine gute Maßnahme, nach außen Stärke zu beweisen und sich den Rücken freizuhalten. Die schlechte Performance der eigenen Produkte kann Bill Gross damit nicht sicherstellen. Hier will man mit einem Schwenk auf mehr Aktienprodukte aufholen. Man darf gespannt sein, wie Pimco damit umgeht. Ganz offensichtlich hat Bill Gross von der Mutter Allianz Druck bekommen, wieder mehr für sein fürstliches Salär zu leisten.


Bildnachweis: © unsplash.com – RayBay

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