Posted on 7. Aug 2017 in Top | Keine Kommentare

In der aktuellen Zeit fragt sich beinahe jeder, der eine bestimmte Summe von Geld anlegen möchte, mit welcher Anlageform dies überhaupt noch Sinn ergibt. Wenig intelligent handelt dabei derjenige, der beispielsweise sein gesamtes Vermögen in nur eine Aktiengesellschaft investiert und damit ein unnötig hohes Risiko einhergeht. Vielmehr empfiehlt es sich, die komplette Investitionssumme breiter zu streuen und immanente Gefahren zu minimieren.

Investoren verlieren ohne eine Streuung des Risikos nur unnötig Geld

Jede Finanzstrategie, die sich als empfehlenswert bezeichnen lässt, beinhaltet das Prinzip der Risikostreuung. Gemeint ist damit, dass Investoren ihr Geld in Anlagen stecken, die ein unterschiedliches Verhältnis von Sicherheit zu Renditechance aufweisen. Wer sein Geld auf diese Weise intelligent aufteilen möchte, kann dies beispielsweise im Forexbereich tun. Wer sich hierfür noch nicht genau genug auskennt, kann durch diverse Tests auf beispielsweise forexbroker.de sein Wissen auf den aktuellen Stand bringen. Doch auch bei Aktien kann man sein Kapital breit gefächert einsetzen, dazu später mehr.

Zuvor sollen noch ein paar allgemeine Worte zur Risikobereitschaft von Anlegern fallen:

  1. Wer mehr Risiko eingeht, kann sowohl mehr gewinnen als auch mehr verlieren. Gerade bei langfristigen Anlageplänen ist es aber sinnig, das Risiko nach Möglichkeit niedrig zu halten. Wer beispielsweise eine Geldanlage sucht, um damit ein Vermögen aufzubauen, das der Altersabsicherung dient, der darf sich auch mit geringeren Renditen und geringem Risiko begnügen. Denn hier spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Selbst mit kleinen Renditen lässt sich über 20-30 Jahre eine ordentliche Summe ansparen und erwirtschaften.
  2. Auch mit geringen Risiken kann eine ansehnliche Rendite erzielt werden. Dies ist etwas, das die meisten Anleger, die noch neu im Aktiengeschäft sind, gerne vergessen. Natürlich ist das Produkt aus geringem Risiko und ordentlichen Renditen nichts, das einem garantiert werden kann. Mit der richtigen Anlagestrategie, einer kompetenten Beratung und natürlich dem richtigen Näschen ist es möglich, auch bei geringen Risiken stattliche Renditen einzufahren. Derzeit besonders beliebt sind sogenannte ETFs, das sind börsengehandelte Fonds, die einen relativ breiten Index abbilden. Ein Beispiel hierfür wäre der DAX. ETF-Sparen ist derzeit besonders beliebt, denn es gibt ETF für mittlerweile für fast alle Anlagenklassen.

Insbesondere viele Anleger, die noch recht neu auf dem Finanzmarkt sind, unterliegen der irrigen Vorstellung, dass besonders gute Renditen nur mit einem besonders hohen Risiko zu realisieren sind. Während der zugrundeliegende Zusammenhang hier schon richtig erkannt worden ist, verkennen viele Neulinge, dass gleichzeitig auch das gesamte Kapital in große Gefahr geraten kann. Hier kann man unter Umständen also besser beraten sein, auf weniger risikoreiche Anlageformen zurückzugreifen, die dafür aber eine konstante Rendite bereithalten.

Jede Finanzstrategie, die sich als empfehlenswert bezeichnen lässt, beinhaltet das Prinzip der Risikostreuung. Gemeint ist damit, dass Investoren ihr Geld in Anlagen stecken, die ein unterschiedliches Verhältnis von Sicherheit zu Renditechance aufweisen. (#01)

Jede Finanzstrategie, die sich als empfehlenswert bezeichnen lässt, beinhaltet das Prinzip der Risikostreuung. Gemeint ist damit, dass Investoren ihr Geld in Anlagen stecken, die ein unterschiedliches Verhältnis von Sicherheit zu Renditechance aufweisen. (#01)

Risiken lassen sich durch verschiedene Investments klug begrenzen

Um die ganze Thematik besser verstehen und im Anschluss einordnen zu können, soll zunächst ein Blick auf die unterschiedlichen Anlageformen geworfen werden, zwischen denen sich Anleger heutzutage irgendwie entscheiden müssen:

  1. Tagesgeld
  2. Festgeld
  3. Staatsanleihen
  4. Aktien
  5. Immobilien
  6. Edelmetalle

Tagesgeld und Festgeld zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar gegenüber anderen Formen eine niedrigere Rendite aufweisen, aber auch ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten haben. Staatsanleihen weisen ebenfalls eine recht hohe Sicherheit auf, allerdings sollte man als Anleger darauf achten, nur in entsprechend wirtschaftsstarke Staaten zu investieren. Zu dieser Investitionsform muss man wissen, dass hier keine gesetzliche Einlagensicherung greift.

Diese ist aber auch nicht unbedingt notwendig, wenn man sich das geringe Risiko vergegenwärtigt, das in Bezug auf eine Staatspleite besteht. Während auf die Aktien noch im nächsten Absatz genauer eingegangen werden soll, erwägen immer mehr Anleger mit einem ausreichend hohen Kapital auch die Investition in Immobilien. Nicht immer müssen es hierfür besonders teure Objekte sein, sodass auch der Erwerb von kleinen Eigentumswohnungen eine Möglichkeit darstellt. Die letzte Kategorie im Bunde machen die Edelmetalle aus.

Hier hat sich Gold mit Blick auf seine mehrjährige Entwicklung als inflationsresistent erwiesen, wenngleich der Kursverlauf auch immer wieder von Tiefen heimgesucht worden ist.

 

Tagesgeld und Festgeld zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar gegenüber anderen Formen eine niedrigere Rendite aufweisen, aber auch ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten haben. (#02)

Tagesgeld und Festgeld zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar gegenüber anderen Formen eine niedrigere Rendite aufweisen, aber auch ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten haben. (#02)

Gerade bei Aktien sollten selbst versierte Anleger Vorsicht walten lassen

Hat man sich dafür entschieden, einen Teil seines Geldes in Aktien zu investieren, sollte man hierbei mit Bedacht vorgehen. Bei Aktien gibt es unterschiedliche Branchen, die verschiedene Eigenheiten aufweisen. Auch das Maß an Unsicherheiten, das mit den einzelnen Sparten einhergeht, unterscheidet sich maßgeblich voneinander.

Als plakatives Beispiel für die Gefahr, die mit dem Erwerb von Aktien einhergeht, soll die Investition in ein Start-up dienen:

  1. Zeigt das zugrundeliegende Konzept Erfolg, können sich die Anleger über meist sehr ansehnliche Kurssprünge freuen. Allerdings braucht es hierfür meist den richtigen Riecher, denn statistisch betrachtet schaffen nur wenige Start-ups den langfristigen Durchbruch.
  2. Floppt hingegen die Idee, kann innerhalb von sehr kurzer Zeit die investierte Summe auch abhandenkommen. Gerade bei Start-ups gilt Vorsicht, da meist nur wenige Sicherheiten vorhanden sind. Und ist das investierte Kapital erst einmal verschwunden, gibt es meist aufgrund fehlender Haftungen und Sicherheiten keine Möglichkeiten, das Geld zurückzubekommen.

Ein ähnliches Risiko sollten Anleger auch bei internationalen Aktien mit einbeziehen, sofern die jeweiligen Länder noch nicht zum Kreis der Industrienationen zählen

Damit sind insbesondere die folgenden Nationen angesprochen:

  • Brasilien
  • Indien
  • Russland
  • Türkei

Hinzu kommt, dass gerade in Bezug auf die Türkei und Russland auch politische Turbulenzen dazu führen können, dass es zu massiven Einbrüchen bei den Kursen kommen kann. Bei der Zusammenstellung des individuellen Aktienportfolios erweist es sich deshalb oftmals als hilfreich, wenn man konservative Wertpapiere mit aufnimmt, die von etablierten Aktiengesellschaften stammen. Auch Indexzertifikate als Alternative sollte man sich näher ansehen.

Investmentfonds eignen sich auch für stark sicherheitsbedachte Anleger

Infografik: Wer sein Geld zu seinem Vorteil investieren möchte, hat heutzutage so viele Möglichkeiten wie noch nie zuvor. Infografikquelle: doppelklicker.de

Infografik: Wer sein Geld zu seinem Vorteil investieren möchte, hat heutzutage so viele Möglichkeiten wie noch nie zuvor. Infografikquelle: doppelklicker.de

 

Eine sehr gute Möglichkeit der Risikostreuung ergibt sich im Zusammenhang mit der Investition in Aktien auch durch die Nutzung von Fonds. Vorteilhaft ist an dieser Methodik, dass Anleger nicht selbst die zugrundeliegenden Einzelinvestments verstehen müssen.

Hierfür gibt es in aller Regel Fondsmanager, wobei man allerdings zwischen aktiv und passiv gemanagten Fonds unterscheiden muss:

Fond Erklärung
Aktiv gemanagt Kostenintensiver, bessere Reaktionen
Passiv gemanagt Kostengünstiger, aber weniger flexib

Aktiv gemanagte Fonds zeichnen sich durch höhere Kosten aus, weil sie aktiv von einem Fondsmanager betreut werden. Dadurch ergeben sich allerdings auch neue Möglichkeiten, denn der gesamte Fonds kann so viel besser auf die Dynamiken und Geschehnisse am Aktienmarkt reagieren. Anders stellt sich das Ganze beim passiv gemanagten Fond dar. Weil dieser nicht die ganze Zeit überwacht wird, ist er auf der einen Seite kostengünstiger aber auch weniger responsiv.

Abgesehen davon, dass Fonds etliche Vorteile zu bieten haben, sollte man sich jedoch auch vergegenwärtigen, dass sie nicht in allen Fällen eine optimale Risikostreuung ermöglichen können. Es kommt letztlich darauf an, in welche Branchen der Fonds konkret investiert.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Martin Gardeazabal -#01: Phongphan- #02: Number1411

 

 

 

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.