Posted on 12. Jun 2017 in Finanzen | Keine Kommentare

Ein Spezialfonds ist eine spezielle Form eines Fonds, die nicht für den herkömmlichen, öffentlichen Handel bestimmt sind, sondern richten sich an öffentliche Investoren, wie beispielsweise Stiftungen, Verbände, Immobilien-Unternehmen oder auch Pensionskassen. Mit welchen Spezialfonds Trends kann der Anleger in den nächsten Jahren rechnen?

Spezialfonds Trend: Eine Definition

Typisch für Spezialfonds sind ihr großes Investment-Volumen und die Tatsache, dass es sich meist nur um einen Investor handelt, der in den Spezialfonds investiert. Diese exklusive Stellung des Investors berührt zugleich einen der großen Vorteile eines Spezialfonds: Er kann nämlich optimal an die Vorstellungen des Investors angepasst werden und man kann somit schnell auf Veränderungen am Markt reagieren. Auch in Bezug auf die Flexibilität von Ausschüttungen oder gar vorzeitiger Rückgaben können Spezialfonds überzeugen.

Neben den klassischen Spezialfonds gibt es aber auch diejenigen, die in mehrere Segmente aufgeteilt sind. Auch diese Spezialfonds sind lediglich für Großanleger, Unternehmen oder institutionelle Investoren gedacht, die unterschiedlichen Segmente können dabei aber auch verschiedene Fonds-Manager verteilt werden. Je nach Spezialisierung und jeweiliger Asset-Kategorie kann ein anderer Manager das jeweilige Segment übernehmen. Je nach der jeweiligen Zusammensetzung des Spezialfonds können die Manager dabei auch aus verschiedenen Ländern kommen.

Anders als in Deutschland, ist es beispielsweise in Luxemburg ach für nicht-institutionelle Anleger möglich, an dem Spezialfonds Trend zu partizipieren. Hier gelten andere Regeln, die bei bestimmten Voraussetzungen Spezialfonds auch für Privatanleger als Investment-Möglichkeit zugänglich machen. Vorab muss dazu jedoch eine Qualifizierung als Spezialfonds Anleger durchlaufen werden, dazu muss der jeweilige private Anleger nachweisen, dass er bestimmte Voraussetzungen und Vorkenntnisse in Bezug auf Anlagen an der Börse besitzt und außerdem über Eigenkapital in der Höhe von mindestens 125.000 Euro verfügen.

Weitere Voraussetzung: Innerhalb einer Frist von 12 Monaten muss das gesamte Volumen des Spezialfonds bei mindestens 1,25 Millionen Euro liegen. Dies kann jedoch auch dadurch erreicht werden, dass sich mehrere private Anleger in einem Spezialfonds zusammen schließen. Analysten raten jedoch dazu, dass aufgrund der Kosten, die mit der einmaligen Auflegung des Fonds und mit der Verwaltung zusammenhängen, ein Spezialfonds für private Anleger erst ab einem Volumen von 5 Millionen Euro interessant wird.

  • Werden diese Voraussetzungen erfüllt, können in Luxemburg auch Privatanleger an dem Spezialfonds Trend teilhaben.
  • Welche Spezialfonds Trends in Deutschland uns in den nächsten Jahren erwarten, kann man hier erfahren.

Video: Alles was Sie zum Thema Investmentfonds wissen sollten!

Spezialfonds und Trends: Die bisherige Entwicklung

Spezialfonds gibt es seit der Mitte der 1990er Jahre und seitdem erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit – im Euro-Raum vor allem in Deutschland. Dabei werden die Spezialfonds in der Regel über eine von 45 speziellen Investmentfirmen verkauft, diese Investmentfirmen gehören meist zu 100% einer bestimmten Bank, die damit an dem Spezialfonds Trend partizipieren kann. Bei der Frage nach Entwicklung und Prognose unter den Spezialfonds ist es hilfreich, sich die Vergangenheit anzusehen, um daraus bestimmte Trend für die Zukunft ableiten zu können.

Folgende Spezialfonds Trends lassen sich dabei identifizieren:

  1. Ein professionelles System aus erfolgreichen Portfolio-Managern. Eine Konzentration der Manager auf die Kern-Assets führt zu einer deutlichen Performance Steigerung und macht so die Spezialfonds attraktiver.
  2. Sicherheit: Da sich der jeweilige Manager genau um sein bevorzugtes Asset kümmern kann, werden damit auch die Risiken minimiert und die Sicherheit für die Einlagen erhöht.
  3. Effizienz: Dieser Punkt berührt das eben bereits Angesprochene. Indem sich die unterschiedlichen Spezialfonds Manager, die für das jeweilige Asset verantwortlich sind, nur auf ihr Spezialgebiet konzentrieren können, kann der gesamte Spezialfonds westlich effizienter verwaltet werden.
  4. Reporting: Obwohl unterschiedliche Manager den Spezialfonds verwalten und sich nach den jeweiligen Trends richten, gibt es ein zentrales Reporting an eine dafür zuständige Stelle, die die gesamten Entwicklungen überwacht.
  5. Kosteneinsparungen: Indem man in einen Spezialfond investiert, der genau nach den jeweiligen Bedürfnissen und Vorstellungen ausgelegt ist, lassen sich die Kosten im Verglich zu anderen Anlagesystemen minimieren.
  6. Zugänglichkeit: Der Anleger kann jederzeit auf bestimmte Teile des Spezialfonds zugreifen und diesen nach seinen Wünschen verkaufen oder neue Assets hinzukaufen. Davon abgesehen ist es bei Spezialfonds auch möglich, sogenannte Zwischenausschüttungen zu realisieren. Ein weiterer großer Vorteil im Hinblick auf die Flexibilität, so lässt sich der Ertrag des Spezialfonds je nach Trend ganz individuell gestalten.

Alle diese Vorteile, die von den meisten Anlagern bei einer Befragung zu Spezialfonds Trends genannt worden sind, lassen die Entwicklung und Prognose zu, dass es in den nächsten Jahren in Deutschland zu einem weiteren Wachstum in diesem Markt kommen wird.

 Hauptverantwortlich für das immense Wachstum sind Rentenversicherer und andere Versicherer, die relativ viel Volumen in beispielsweise Immobilien investieren. Unter den Spezialfonds zeigt sich außerdem der Trend hin zu mehr Diversifikation. (#01)

Hauptverantwortlich für das immense Wachstum sind Rentenversicherer und andere Versicherer, die relativ viel Volumen in beispielsweise Immobilien investieren. Unter den Spezialfonds zeigt sich außerdem der Trend hin zu mehr Diversifikation. (#01)

Spezialfonds Trend: Entwicklung und Prognose

Die letzte größere Untersuchung der Spezialfonds Trends stammt aus dem Jahr 2015. Mit einem Gesamtvolumen von 1,3 Billionen im Jahr 2015 stellen Spezialfonds eine große Anlageklasse dar, die ständig viel Volumen man Markt verschiebt.

Bei der letzten großen Studie zum Thema Spezialfonds Trends wurden dazu folgende Parameter genauer betrachtet:

  • das Volumen der einzelnen Spezialfonds
  • die Bewegungen um das Mittel herum
  • die Gruppen von Investoren
  • die Fondskategorien
  • die Länder, in denen der jeweilige Spezialfonds sitzt.

Fast 100 Spezialfonds-Investoren, die alle aus dem institutionellen Sektor stammen, darunter auch viele Immobilien-Unternehmen und Rentenversicherer, beantworteten darüber hinaus Fragen zu Spezialfonds Trends, Entwicklung und Prognosen. Die Ergebnisse zeigen dabei in eine bestimmte Richtung: Hauptverantwortlich für das immense Wachstum sind Rentenversicherer und andere Versicherer, die relativ viel Volumen in beispielsweise Immobilien investieren. Unter den Spezialfonds zeigt sich außerdem der Trend hin zu mehr Diversifikation.

Fast 100 Spezialfonds-Investoren, die alle aus dem institutionellen Sektor stammen, darunter auch viele Immobilien-Unternehmen und Rentenversicherer, beantworteten darüber hinaus Fragen zu Spezialfonds Trends, Entwicklung und Prognosen. (#02)

Fast 100 Spezialfonds-Investoren, die alle aus dem institutionellen Sektor stammen, darunter auch viele Immobilien-Unternehmen und Rentenversicherer, beantworteten darüber hinaus Fragen zu Spezialfonds Trends, Entwicklung und Prognosen. (#02)

Spezialfonds Trend: Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen

Die Studie zeigte im Bezug auf Spezialfonds Trends gleich mehre Ergebnisse.

  • Über die Hälfte des Marktes werden von Versicherungen und Altersvorsorge bestritten, die übrigen Anleger folgen in einem großen Abstand: Banken mit etwas mehr als 20% Anteil am Gesamtvolumen, während sich die anderen Anleger die verbleibenden Prozent untereinander aufteilen.
  • Über 66% des gesamten Kapitals verbleiben in der EU. In der EU denominieren mit diesem gewaltigen Euro-Aufkommen die Spezialfonds weltweit. Innerhalb der EU zeigt sich eine große Gewichtung auf den Markt in Großbritannien – wie sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren, nach dem nun eingereichten Austritt Großbritanniens aus der EU, gestalten wird, bleibt abzuwarten und wird sicherlich ein spannender Trend unter den Spezialfonds, zumal eine Entwicklung und Prognose bei diesem Trend sehr schwierig ist.
  • Alternative Investments: Mit 70% sehen die Befragten „Alternative Investments“ als einen der Trends unter den Spezialfonds und sehen sogar eine noch steigende Entwicklung. Denn gerade in den nächsten Jahren wird wohl der Trend anhalten, dass das Euro-Volumen, das in Direktanlagen steckt, in Spezialfonds umgeschichtet werden wird. Bereits jetzt zeichnet sich der Trend ab, dass Investoren bis zu 20% mehr ihres Kapitals in Spezialfonds anlegen.
Eine große Frage hinsichtlich der Entwicklung und Prognose von Spezialfonds ist die Frage nach dem Standort Deutschland. (#03)

Eine große Frage hinsichtlich der Entwicklung und Prognose von Spezialfonds ist die Frage nach dem Standort Deutschland. (#03)

Spezialfonds Trend: Entwicklung und Prognose: Der Standort Deutschland

Eine große Frage hinsichtlich der Entwicklung und Prognose von Spezialfonds ist die Frage nach dem Standort Deutschland. Deutschland kämpft bereits seit einigen Jahren gegen die Konkurrenz aus Luxemburg und Irland und konnte sich stets gut dagegen behaupten. Vermutlich wird das auch die nächsten Jahre so weiter gehen, so dass Analysten unter den Spezialfonds den Trend zu einem stärkeren Wachstum am Standort Deutschland sehen. Dass die Entwicklung und Prognose unter den Spezialfonds hin zu Deutschland geht, zeigt sich unter anderem daran, dass einige der führenden Analysten bereits ihre Prognosen für den Standort Deutschland bin ins Jahr 2024 nach oben korrigiert haben.

Auch hier dürfte es spannend werden zu beobachten, welche Entwicklungen sich aus dem Austritt von Großbritannien aus der EU ergeben. Unter Umstanden erschließen sich darauf wiederum andere Märkte und Zugangsbereiche im Bereich der Spezialfonds für Deutschland – ein Trend der also durchaus positiv sein könnte.


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Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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