Wissenswertes über den Goldkauf

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Seit Jahrtausenden sind die Menschen fasziniert vom Gold. Aufgrund seiner Seltenheit und seines edlen Aussehens wurde Gold schon in der Antike wertgeschätzt. Nachdem es zunächst als Schmuck und Opfergabe gebraucht wurde, fand es nach und nach immer mehr Verwendung als Zahlungsmittel.

Bis weit ins 20. Jahrhunderts herrschte in vielen Ländern der Goldstandard vor, der die Geldmenge eines Staates direkt an die Menge seines Goldes bindet. Heute wird es neben der Schmuckindustrie überwiegend als Geldanlage verwendet. Doch was sollte man vor dem Goldkauf wissen?

Aktien können ihren Wert verlieren, wenn ein Unternehmen pleitegeht, Geld kann durch politische und wirtschaftliche Katastrophen entwertet werden und unterliegt meist einer beständigen Inflation. Gold hingegen hat in seiner ereignisreichen Vergangenheit seinen Wert nie ganz verloren. (#01)

Aktien können ihren Wert verlieren, wenn ein Unternehmen pleitegeht, Geld kann durch politische und wirtschaftliche Katastrophen entwertet werden und unterliegt meist einer beständigen Inflation. Gold hingegen hat in seiner ereignisreichen Vergangenheit seinen Wert nie ganz verloren. (#01)

Was spricht für den Goldkauf, was dagegen?

Aktien können ihren Wert verlieren, wenn ein Unternehmen pleitegeht, Geld kann durch politische und wirtschaftliche Katastrophen entwertet werden und unterliegt meist einer beständigen Inflation. Gold hingegen hat in seiner ereignisreichen Vergangenheit seinen Wert nie ganz verloren. Im Gegenteil, in Zeiten erhöhter Inflation oder bei Krisen legt Gold oftmals sogar noch an Wert zu. Das liegt daran, dass die Menschen sich dann in sichere Anlagen flüchten. Darüber hinaus bekommt man beim Goldkauf einen realen Rohstoff ausgehändigt, den man mit nach Hause nehmen und beliebig darüber verfügen kann. Anders sieht es bei Wertpapieren aus. Diese stellen lediglich ein Zahlungsversprechen dar, was jedoch unter Umständen ausfallen kann.

Gold hat darüber hinaus den Vorteil, dass es ein einfach verständliches Investment ist. Im Vergleich zu den vielen anderen Anlagemöglichkeiten wie Aktienfonds, Festgeld oder Bausparvertrag ist der Anleger beim Gold nur auf den Kurs angewiesen. Steigender Kurs bedeutet Gewinn, sinkender Kurs bedeutet Verlust.

Auf der anderen Seite werfen Edelmetalle aber keine laufenden Gewinne in Form von Zinsen oder Dividenden ab. Diese Faktoren führen dazu, dass Gold sich eher als langfristige Geldanlage eignet, als dazu kurzfristige Gewinne zu erzielen. Aus diesem Grund raten Experten, dass Anleger nicht mehr als zehn Prozent ihres Vermögens für den Goldkauf aufwenden sollten. Es ist also ein Investment, welches dazu dienen sollte, den Rest des Vermögens abzusichern.

Wie bereits erwähnt, spielen Krisen und Inflation eine große Rolle bei der Entwicklung des Goldpreises. Dann steigt der Kurs nämlich in den meisten Fällen, beispielsweise während der Bankenkrise im Jahr 2011, als das Allzeithoch von 1.920 US-Dollar erreicht wurde.(#02)

Wie bereits erwähnt, spielen Krisen und Inflation eine große Rolle bei der Entwicklung des Goldpreises. Dann steigt der Kurs nämlich in den meisten Fällen, beispielsweise während der Bankenkrise im Jahr 2011, als das Allzeithoch von 1.920 US-Dollar erreicht wurde.(#02)

Wodurch wird der Goldpreis beeinflusst?

Wie bereits erwähnt, spielen Krisen und Inflation eine große Rolle bei der Entwicklung des Goldpreises. Dann steigt der Kurs nämlich in den meisten Fällen, beispielsweise während der Bankenkrise im Jahr 2011, als das Allzeithoch von 1.920 US-Dollar erreicht wurde. Jedoch gibt es auch Ausnahmen. Der drohende Grexit beispielsweise ließ Anleger auf der ganzen Welt scheinbar unbeeindruckt, der Goldpreis stagnierte. Auf der anderen Seite können steigende Zinsen dazu führen, dass der Kurs sinkt. Dann möchten die Menschen nach Möglichkeiten von den laufenden Gewinnen profitieren. Darüber hinaus spielen aber auch noch viele weitere Faktoren eine Rolle, darunter

  • die Nachfrage der Schmuckindustrie
  • die Menge des geförderten Goldes
  • der Ölpreis, denn der Goldkurs steigt oft analog zum Preis von Rohöl
  • der Verkauf großer Goldmengen, der den Markt überfluten könnte

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Gold zu kaufen?

Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort: Sofort! Jeder Mensch sollte Edelmetall als Schutz vor Krisen und Inflation in seinem Portfolio haben. Der Kurs sollte daher nur eine untergeordnete Rolle spielen, wenn man Gold zur Absicherung des Vermögens erwirbt. Wer sich jedoch durch Kursveränderungen laufende Gewinne erhofft, sollte den Kurs stets im Auge behalten und sich regelmäßig Expertenmeinungen einholen. Neben dem aktuellen Preis pro Feinunze sollte man aber auch immer den Wechselkurs zwischen Dollar und Euro verfolgen. Da Gold in Dollar bewertet wird, kann sich ein schwacher Dollarkurs positiv für Käufer aus Deutschland auswirken.

Video:Gold kaufen: 7 häufige Fehler

Wie wird in Gold investiert?

Den Goldkurs vorherzusagen, ist sehr schwer. Wer dennoch auf steigende Kurse spekulieren möchte, hat die Möglichkeit, in Goldwertpapier zu investieren. Diese können wie Aktien jederzeit gekauft oder abgestoßen werden, wodurch der Anleger auf Kursveränderungen schnell reagieren kann. Für eine langfristige Geldanlage sollte man aber auf jeden Fall in physisches Gold investieren. Dieses kann in Form von Barren und Münzen erworben werden. Generell sollte man beim Kauf darauf achten, dass diese einen möglichst hohen Feinheitsgrad besitzen.

Preislich gesehen ist es günstiger, einen großen Barren anstatt einige kleine zu kaufen. Ein 100-Gramm Barren ist beispielsweise immer billiger als zwei 50-Gramm Barren. Dennoch ist es zu empfehlen, seine Anlage auf mehrere Objekte aufzuteilen. Denn wenn man sein Gold verkaufen möchte, muss man sonst seinen kompletten Bestand verkaufen, anstatt lediglich einen Teil des Edelmetalls. Deshalb macht es Sinn, einen größeren Barren immer durch den Kauf einiger kleiner Modelle zu ergänzen. Dieser zertifizierte Online-Goldhändler bietet beispielsweise Barren von einem Gramm bis einem Kilogramm an.

Zusätzlich kann der Kauf durch einige Anlagemünzen ergänzt werden. Diese sind zwar aufgrund der Prägekosten in der Anschaffung teurer, sie gelten aber als offizielles Zahlungsmittel im jeweiligen Ausgabeland und sind leichter zu handhaben als Barren. Vorsicht sollte der Käufer jedoch bei Sammlermünzen walten lassen. Bei diesen steht nämlich nicht der Material-, sondern der Sammlerwert im Vordergrund. Sie eignen sich deshalb nicht als zuverlässige Geldanlage. Anleger sollten auf die klassischen Anlagemünzen zurückgreifen.

Zu diesen zählen unter anderem:

  • Maple Leaf
  • Krügerrand
  • Wiener Philharmoniker
  • American Eagle
In den meisten Fällen ist Schmuck kein geeignetes Mittel der Wertsicherung. Wie bei Sammlermünzen wird hier nämlich nicht der reine Materialwert gehandelt, zusätzlich muss der Käufer noch die Verarbeitungskosten tragen. Im Falle eines Verkaufs wird in den meisten Fällen aber nur der Materialwert erstattet. (#03)

In den meisten Fällen ist Schmuck kein geeignetes Mittel der Wertsicherung. Wie bei Sammlermünzen wird hier nämlich nicht der reine Materialwert gehandelt, zusätzlich muss der Käufer noch die Verarbeitungskosten tragen. Im Falle eines Verkaufs wird in den meisten Fällen aber nur der Materialwert erstattet. (#03)

Lohnt sich Schmuck als Wertanlage?

In den meisten Fällen ist Schmuck kein geeignetes Mittel der Wertsicherung. Wie bei Sammlermünzen wird hier nämlich nicht der reine Materialwert gehandelt, zusätzlich muss der Käufer noch die Verarbeitungskosten tragen. Im Falle eines Verkaufs wird in den meisten Fällen aber nur der Materialwert erstattet. Hinzu kommt, dass Schmuck meist einen geringeren Feingehalt aufweist, als Anlagemünzen und -barren. Der emotionale Wert von Erbstücken ist darüber hinaus nicht mit Geld aufzuwiegen.

Wie läuft der Goldkauf ab?

Gold kann bequem direkt beim Händler, auch online, erworben werden. Der Anleger sollte jedoch darauf achten, dass er nur bei einem seriösen und zertifizierten Shop kauft. Nur dort bekommt er eine optimale Qualität zu tagesaktuellen Preisen. Zur Ergänzung einer Goldinvestition oder bei kleineren Geldbeträgen bieten sich hervorragend andere Edelmetalle wie Silber, Platin oder Palladium an.

Unseriöse Händler verkaufen Gold oft über den Marktpreisen oder ohne Zertifikat, welches die Echtheit garantiert. Im schlimmsten Fall erwirbt der Käufer einen Barren aus minderwertigem Material, der mit Gold überzogen ist. Immer wieder tauchen beispielsweise Berichte auf, nach denen angebliche Goldhändler auf Autobahnraststätten ihre Ware anpreisen. Diese sieht echt aus, besitzt sogar die Prägung einer Goldprägeanstalt, der Kern besteht aber aus Wolfram oder einem anderen wertlosen Metall.

In Deutschland kann man bis zu einem Preis von 15.000 Euro anonym Gold kaufen. Bei größeren Mengen muss der Personalausweis vorgelegt werden. Da Gold als reines Anlagemetall gehandelt wird, entfällt beim Kauf die Mehrwertsteuer. Ebenso sind auch Gewinne aus dem Goldverkauf steuerfrei, sofern es länger als ein Jahr im Besitz des Verkäufers war. Für Silber und Platinmetalle gelten diese Regelungen nicht. Da es sich dabei um Industriemetalle handelt, werden hier sowohl Mehrwert-, als auch Abgeltungsteuer fällig.

Viele Menschen halten nach wie vor daran fest, ihre Wertgegenstände zu Hause zu verstecken. Dies ist sicherlich die am wenigsten sichere Verwahrungsart. Besser ist ein Tresor, der in der Wand oder im Boden eingelassen ist.(#04)

Viele Menschen halten nach wie vor daran fest, ihre Wertgegenstände zu Hause zu verstecken. Dies ist sicherlich die am wenigsten sichere Verwahrungsart. Besser ist ein Tresor, der in der Wand oder im Boden eingelassen ist.(#04)

Wie wird die Investition gelagert?

Viele Menschen halten nach wie vor daran fest, ihre Wertgegenstände zu Hause zu verstecken. Dies ist sicherlich die am wenigsten sichere Verwahrungsart. Besser ist ein Tresor, der in der Wand oder im Boden eingelassen ist. Dieser ist nicht nur schwer zu knacken, sondern auch schwer zu finden, wenn er von einem Teppich oder einem Bild bedeckt ist. Je nach Höhe des gelagerten Gutes sollte der Safe eine entsprechende Sicherheitsstufe aufweisen.

Die sicherste Art der Lagerung stellt aber die Aufbewahrung in einem externen Schließfach dar. Neben einem Bankschließfach bieten viele Goldhändler an, das Gold direkt in ihrem Depot zu lagern. Hier wird es in einem Hochsicherheitstresor verwahrt, bis der Besitzer es abholen möchte. In der Regel ist der gelagerte Schatz außerdem gegen Diebstahl versichert. Dafür wird aber eine jährliche Gebühr fällig. Einige Anleger gehen dazu über, ihr Edelmetall in anderen Ländern, wie zum Beispiel der Schweiz oder Südafrika zu lagern. Das birgt jedoch den Nachteil, dass das Gold nicht nach Belieben verfügbar ist.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild:Netfalls Remy Musser -#01: TZIDO SUN -#02:Bulent camci -#03: Irina_QQQ  -#04:Maxx-Studio

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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