Posted on 22. Mrz 2017 in Top | Keine Kommentare

Indexzertifikate zu kaufen kann eine gute Alternative zu klassischen Aktien sein. Gerade Anleger, die eine längerfristige Geldanlagemöglichkeit suchen, können mit Indexzertifikaten gut beraten sein. Wir haben Tipps und Hinweise für Anleger.

Indexzertifikate kaufen: Begriffsbestimmung

Bevor man sich dazu entschließt, Indexzertifikate zu erwerben, sollte man sich neben Anleger-Tipps und Hinweisen unbedingt auch über das Indexzertifikat selbst informieren. Eine erste Definition kann daher hilfreich sein:

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, nimmt damit an der Entwicklung eines gesamten Indexes teil. Gehen wir davon aus, dass ein Index Zertifikat erworben wird, das am DAX partizipiert, so macht man mit einem Indexzertifikat alle Kursschwankungen mit, die auch der DAX durchläuft – sowohl positive als auch negative. Kursgewinne bildet das Indexzertifikat ebenso ab, wie Kursverluste. Dabei kommt es natürlich auf das Verhältnis an, in dem das Index Zertifikat den Index abbildet. Nehmen wir eine Entsprechung von 1:10. Steigt man zu diesem Preis ein und steht der zugrunde liegende Index bei 4000 Punkten, kostet das Index-Zertifikat 400 Euro. Steigt der Index nun um 800 Punkte, gewinnt man äquivalent dazu 80 Euro. Ebenso verhält es sich jedoch auch in der umgekehrten Richtung. Bei einem Kursverlust von 1000 Punkten des Indexes, verliert das Indexzertifikat 100 Euro an Wert.

Börsenprofis nennen dieses Prinzip das symmetrische Chance-Risiko-Profil. Damit ist jedoch auch das Risiko breiter gestreut: Wer ein Indexzertifikat kaufen möchte, verteilt nämlich das Risiko, das sich bei herkömmlichen Aktiengeschäften auf einige wenige Werte verteilt, auf einen ganzen Index. Und das kann sehr positiv sein. Vor allem, wenn man Indexzertifikate mit der klassischen Anlagemöglichkeit Fonds vergleicht. Denn bei einem Fonds hat man als Anleger keine oder kaum eine Möglichkeit, in die Entwicklung einzugreifen. Die Verantwortung für die Performance des gesamten Fonds liegt bei dem Fonds-Manager.

Natürlich kann man die einzelnen Werte in einem Indexzertifikat auch nicht manipulieren, insgesamt ist das System aber viel transparenter als es herkömmliche Fonds sein könnten. Da mit einem Indexzertifikat ein gesamter Index abgebildet wird, lässt sich die Entwicklung viel leichter verfolgen und bei einer ungewünschten, weil negativen (in den meisten Fällen ist das mit einem Abwärtstrend gleichzusetzen), Entwicklung, kann man die Indexzertifikate auch schnell wieder abstoßen.

 

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, dem wird wohl schnell der erste große Vorteil von Zertifikaten im Vergleich zu einem klassischen Fonds bewusst: (#02)

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, dem wird wohl schnell der erste große Vorteil von Zertifikaten im Vergleich zu einem klassischen Fonds bewusst: (#02)

Indexzertifikate kaufen: Anleger Tipps und Hinweise: Die Vorteile

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, dem wird wohl schnell der erste große Vorteil von Zertifikaten im Vergleich zu einem klassischen Fonds bewusst:

  • Kein Fonds-Manager: Für einen Fonds benötigt man einen Fondsmanager, der natürlich auch bezahlt werden möchte – und da kann bei der Verwaltung eines Fonds ganz schön was zusammen kommen. Ein Fonds-Manager kümmert sich darum, dass der Fonds stets nach den aktuellsten Daten und Börsentrends zusammengestellt ist und stellt hierfür Gebühren in Rechnung. Ein Indexzertifikat dagegen bildet lediglich einen Index ab und kommt daher komplett ohne Management-Gebühren aus, damit spart man sich mit einem Indexzertifikat diesen Kostenblock.
  • Kein Ausgabeaufschlag: Für einen Fonds wird in der Regel ein Ausgabeaufschlag erhoben, der mit einer Beratungsgebühr vergleichbar ist. Da Fondsvermittler auch teilweise beratend tätig sind, haben sie in diesem Fall eine gewisse Pflicht zur Haftung, die soll mit einem Ausgabeaufschlag über die Hintertür abgesichert werden. Natürlich kann man auch Fondsgesellschaften – gerade im Jahr 2017 gibt es dazu viele Angebote im Internet – finden, die einen Rabatt, in einzelnen Fällen sogar bist zur Gesamthöhe des Ausgabeaufschlages, gewähren, jedoch sollte man bei diesen Angeboten vorsichtig sein. Nicht selten verbergen sich hinter diesen vermeintlichen Schnäppchen nämlich wahre Kostenfallen.

 

Der Handel: Wer Indexzertifikate kauft, kann diese an jedem Börsentag handeln. Damit haben Indexzertifikate eine hohe Flexibilität, die sich gerade in eher turbulenten Börsenzeiten auszahlen kann. Wer seinen Index oder seine Papiere während eines extremen Abwärtstrends schnell verkaufen möchte, hat mit einem Indexzertifikat damit kaum Probleme. (#04)

Der Handel: Wer Indexzertifikate kauft, kann diese an jedem Börsentag handeln. Damit haben Indexzertifikate eine hohe Flexibilität, die sich gerade in eher turbulenten Börsenzeiten auszahlen kann. Wer seinen Index oder seine Papiere während eines extremen Abwärtstrends schnell verkaufen möchte, hat mit einem Indexzertifikat damit kaum Probleme. (#04)

  • Keine Spesen: Die meisten Banken oder ausgebenden Stellen verzichten bei Indexzertifikaten komplett auf Spesen. Indexzertifikate kann man damit günstiger kaufen als die meisten Fonds.
  • Bei einem Performance-Index von den Dividenden profitieren: Wer ein Indexzertifikat oder gleich mehrere Index Zertifikate kaufen möchte, sollte sich über die Wahl des Indexes sorgfältige Gedanken machen: Mit einem Zertifikat eines Performance orientierten Indexes wie dem DAX, kann man nicht nur von einer Aufwärtsbewegung an der Börse profitieren, sondern auch an den Dividenden, die in den DAX zurück fließen. Bei dem Dow Jones Index, der leidlich die Entwicklung der US-Wirtschaft abbildet, kann man das nicht.
  • Die Auswahl: Weiterer positiver Punkt, wenn man Index Zertifikate kaufen möchte, ist die große Auswahl. Nahezu alle bekannten Indizes werden auch in Form eines Indexzertifikates angeboten. Damit kann man an genau dem Index teilhaben, dem man langfristig die größte Wertentwicklung zutraut.
  • Die Dauer: Indexzertifikate eignen sich auch ganz hervorragend, um damit längerfristig zu investieren. Auch als Form einer Altersvorsorge kommen sie in Frage.
  • Der Handel: Wer Indexzertifikate kauft, kann diese an jedem Börsentag handeln. Damit haben Indexzertifikate eine hohe Flexibilität, die sich gerade in eher turbulenten Börsenzeiten auszahlen kann. Wer seinen Index oder seine Papiere während eines extremen Abwärtstrends schnell verkaufen möchte, hat mit einem Indexzertifikat damit kaum Probleme. Umgekehrt gilt der gleiche Fall: Bei einer förmlichen Explosion des Marktes kann man sehr schnell reagieren und das betreffende Indexzertifikat kaufen. Gerade im Jahr 2017, in dem nahezu jeder, der an der Börse handelt, Zugang zum Internet hat, ist das eine tolle Möglichkeit.

 

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, sollte vorab einige grundlegende Dinge beachten, dazu zählt auch der Unterschied zwischen Indexzertifikaten und Indexfonds, den sogenannten ETFs. (#02)

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, sollte vorab einige grundlegende Dinge beachten, dazu zählt auch der Unterschied zwischen Indexzertifikaten und Indexfonds, den sogenannten ETFs. (#02)

Indexzertifikate kaufen: Der Unterschied zwischen Indexzertifikat und Indexfonds (ETF)

Wer Indexzertifikate kaufen möchte, sollte vorab einige grundlegende Dinge beachten, dazu zählt auch der Unterschied zwischen Indexzertifikaten und Indexfonds, den sogenannten ETFs.

Indexzertifikate können in der Regel mit geringen Kosten im Vergleich zu den Indexfonds überzeugen, sind jedoch an die ausgebende Institution, in der Regel eine Bank gebunden, und hängen in Bezug auf die Finanzierung stark von dieser ab. Konkret bedeutet das im schlimmsten Fall: Wird die ausgebende Institution, bei der die Indexzertifikate geführt werden, zahlungsunfähig, kann das auch die Zertifikate betreffen, die dann nicht mehr ausgezahlt werden können. Dass dieser Fall sehr wohl eintreten kann, zeigte zuletzt die Pleite der Lehmann-Bank, bei der bis zu 50.000 Anleger ihre Einlagen verloren haben.

Daher sollte man sich gerade bei langfristigen Anlagen für ein Geldinstitut entscheiden, von dem man ausgeht, dass es auch in den nächsten Jahrzehnten noch zahlungsfähig ist und eine feste Größe am Markt sein wird. Börsenkenner raten im Falle einer langfristig geplanten Anlage daher zu den Großbanken, die meist auch turbulentere Börsenzeiten relativ gut überstehen können. Eine Orientierung können Kreditausfallversicherungen geben. Diese sogenannten Credit Default Swaps (CDS), die ursprünglich professionellen Investoren dazu dienen sollen, mögliche Ausfälle abzusichern, können auch als Anhaltspunkt für die Bonität der jeweiligen Bank dienen. Sind die CDS nämlich hoch angesetzt, kann das auf eventuelle Probleme des Emittenten hinweisen und eine langfristige Anlage mit diesem eher ungünstig erscheinen lassen.

Im Gegensatz zu den Indexzertifikaten gehören ETFs zum Sondervermögen des Emittenten und bleiben daher von einer möglichen Insolvenz verschont. Wer also bei der Lehman Brothers Pleite ETFs von diesem Haus erworben hat, ist noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen, da die ETFs erhalten blieben.

Ein Nachteil von ETFs im Vergleich zu Indexzertifikaten ist jedoch dies: ETFs haben kein Quanto-Zertifikat. Der Begriff „Quanto“ ist ein Akronym aus Quantity Adjusted Option und beutetet, dass man mit diesem zusätzlichen Feature Schwankungen unterschiedlicher Währungen nivellieren kann. Möglich wird das, indem man einen Wechselkurs zwischen Fremd- und Inlandwährung von 1:1 wählt. Kauft man beispielsweise Aktien, die in Dollar gehandelt werden, mit Euro, sorgt das Quanto-Zertifkat dafür, dass eventuelle Unterschiede oder Kursschwankungen zwischen den Währungen US-Dollar und Euro in Bezug auf die Aktien oder den Index nicht mehr ins Gewicht fallen.

Sie haben sich dafür entschieden, Indexzertifikate zu kaufen und fragen sich nun, was es zu beachten gibt? Wie bei allen Entscheidungen an der Börse kann diese Frage wohl niemand abschließend beantworten. Einige Tipps und Hinweise gibt es jedoch für die Anleger. (#03)

Sie haben sich dafür entschieden, Indexzertifikate zu kaufen und fragen sich nun, was es zu beachten gibt? Wie bei allen Entscheidungen an der Börse kann diese Frage wohl niemand abschließend beantworten. Einige Tipps und Hinweise gibt es jedoch für die Anleger. (#03)

Index Zertifikate kaufen: Was sollte man beachten?

Sie haben sich dafür entschieden, Indexzertifikate zu kaufen und fragen sich nun, was es zu beachten gibt? Wie bei allen Entscheidungen an der Börse kann diese Frage wohl niemand abschließend beantworten. Einige Tipps und Hinweise gibt es jedoch für die Anleger:

  • Wählen Sie das ausgebende Institut mit Bedacht aus! Wie bereits erwähnt, gehören Index Zertifikate nicht zum Sondervermögen und sind daher im Falle einer Banken Pleite von eben dieser betroffen. Daher ist man gut beraten, sich für ein großes Institut, wenn möglich sogar mit einer langen Tradition, als Emittenten zu entscheiden, wenn man Index Zertifikate kaufen möchte.
  • Behalten Sie die Performance im Auge! Auch wenn man mit Index Zertifikaten das Risiko breiter streuen kann, sollte man trotzdem die Performance des Indexes im Auge behalten, denn ein Aufwärtstrend ist nicht garantiert. Wer in einen großen Index, wie beispielsweise den DAX oder den Dow Jones investiert, dem gelingt das spielend einfach: Die Werte der großen Indizes werden täglich in den (Börsen-) Nachrichten genannte. Damit kann man ohne großen Aufwand die tägliche Entwicklung verfolgen. Wer noch autonomer und schneller informiert sein möchte, für den ist gerade im Jahr 2017 ein Blick ins Internet die richtige Wahl. Auf gleich mehreren Webseiten findet man die Werte der Indizes oder damit auch des Indexzertifikates in Echtzeit abgebildet.
  • Entscheiden Sie sich für einen Index, dem Sie eine stabile Wertentwicklung innerhalb der nächsten Jahre zutrauen. Wer Index Zertifikate kauft, rechnet in der Regel damit, dass er die Zertifikate über einen längeren Zeitraum als Wertanlage behält. Daher sollte man den Index, auf dessen Grundlage man die Index Zertifikate kauft, mit Bedacht wählen. Dafür eignen sich Indizes am besten, die bereits mehrere Jahre eine stabile Wertentwicklung am Markt zeigen.

Bildnachweis;©Shutterstock-Titelbild:  bluebay2014 -#01: peshkov_-#02:denisismagilov -#03:Elnur-#04:Myimagine

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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