Von Vancouver bis Whistler: Whale Watching in Victoria

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Die erste Nacht haben wir also bereits in unserem echt schönen Wohnmobil verbracht und hatten Dank Herrn Kunke auch etwas für das Abendessen und das nächste Frühstück im Kühlschrank. Übrigens konnten wir bei Holiday-Home-Car noch verschiedenes Campingzubehör mieten, was sehr nützlich sein kann, wie wir schon zuvor in diversen Reisebeiträgen gelesen hatten. Also haben wir uns für kleines Geld zwei Campingstühle, eine gusseiserne Pfanne für das Grillen am Lagerfeuer und ein Grillrost gemietet und haben zum ersten Mal unser neues Heim für die nächsten drei Wochen gestartet. Was für ein Gefühl! Einfach unglaublich!

Herr Kunke winkte uns noch hinterher und dann fuhren wir los in Richtung Vancouver Island, genauer gesagt erst einmal zur Fähre. Unglaublich wie groß diese Fähren hier sind und natürlich voll von Wohnmobilen. Hier haben wir auch Jens und Saskia kennengelernt, zwei ganz liebe Deutsche aus Hamburg, die schon öfter hier Urlaub gemacht hatten und uns daher einige Geheimtipps geben konnten.

In Victoria hatten wir uns direkt zu Beginn unserer Reise ein echtes Highlight ausgesucht: das Whale Watching. Wir fuhren mit einem Schlauchboot auf das Meer raus und als wir schon dachten, wir würden heute keinen Wal mehr zu Gesicht bekommen, sprangen auf einmal gleich drei Wale gleichzeitig aus dem Wasser. Ein atemberaubender Anblick! Wenn Sie nach Kanada reisen, müssen Sie unbedingt Whale Watching machen!

Wir haben unseren ersten Tag on Tour dann gemütlich ausklingen lassen und haben uns einen Campground gesucht, dort Feuer gemacht und unsere Grillpfanne eingeweiht. Man fühlt sich wie in einem Märchenbuch. Ein tolles Gefühl!

Die nächste Nacht in unserem Wohnmobil von Holiday-Home-Car war auch wieder gut und so zogen wir dann morgens weiter nach Tofino. Zuvor mussten wir aber erstmal tanken, was uns teuer zu stehen kam. Kein Wunder bei über 170 Litern, die in den Tank passen. Das sollte man bei einer Wohnwagenreise auf jeden Fall vorher bedenken, wenn man sich über das Reisebudget Gedanken macht, denn die Spritpreise dort liegen zwar mit umgerechnet ca. 1 Euro weit unter denen, die wir aus Deutschland kennen, aber bei der Menge an Kilometern ist das ein wichtiger Kostenpunkt.

Das tolle an einer Reise mit dem Wohnmobil ist, dass der Weg das Ziel ist. Man steht nicht unter Stress, weil man von A nach B fahren muss, um rechtzeitig im Hotel anzukommen oder den nächsten Programmpunkt nicht zu verpassen. Man kann sich die Strecke so einteilen, wie man möchte und wenn man sich irgendwo länger aufhalten möchte, als geplant, dann macht man das einfach. Diese Unabhängigkeit habe ich auf unserer Kanada Reise sehr zu schätzen gelernt. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, es einmal selbst auszuprobieren. Die Landschaft zwischen Victoria und Tofino ist einzigartig und wunderschön. Im Pacific Rim Nationalpark sind wir am nächsten Tag noch einmal mit einer Gruppe raus aufs Meer gefahren und haben Bären in ihrer natürlichen Umgebung gesehen. Wow! Von dieser Entfernung war es einfach nur bewundernswert, aber ich wollte mir nicht vorstellen, einem von denen mal zufällig persönlich zu begegnen.

Im Pacific Rim Nationalpark kann man Braunbären in ihrer natürlichen Umgebung sehen.

Im Pacific Rim Nationalpark kann man Braunbären in ihrer natürlichen Umgebung sehen.

Nach dem Ausflug sind wir dann nach Nanaimo und von dort mit der Fähre wieder zurück nach Vancouver. Das Pärchen von der Fähre auf dem Hinweg hatte uns von einem Hängebrückenpark nördlich von Vancouver erzählt und den haben wir uns dann noch vorgenommen. Der Lynn Canyon Suspension Bridge Park ist wirklich sehr schön gemacht. Es gibt einen Rundgang, der über die Hängebrücken führt und dann zu einem Wasserfall. Bei gutem Wetter auf jeden Fall eine Reise wert.

Unser nächstes Ziel war dann Whistler, genauer gesagt der Whistler RV Park & Campground, der wirklich sehr schön und ordentlich ist und dazu noch einen wunderbaren Ausblick bietet. Da kann sich so manch anderer Campingplatz mal eine Scheibe von abschneiden. Am nächsten Morgen sind wir dann mal nach Whistler rein gefahren und haben uns die Stadt angesehen.

In Whistler selbst fühlt man sich wie in einem Cowboy Film. Ein schönes Städtchen mit Filmkulissencharakter. Da das berühmte Skigebiet Whistler-Blackcomb nicht weit von hier ist, haben wir unsere dicken Jacken angezogen und uns das aus der Nähe angeschaut. Wunderschöne Natur und Schneelandschaft, eben typisch Kanada. Hier müsste man mal Skifahren, aber dafür hatten wir jetzt wirklich nicht die richtige Kleidung dabei. Dort oben gab es eine Seilbahn, die Peak2Peak Gondel, die die Gipfel der beiden Berge verbindet. Ein schönes Gebiet zum Wandern und Spazieren Gehen umgeben von der Natur Kanadas.

Das berühmte Skigebiet Whistler-Blackcomb ist eignet sich auch hervorragend zum Wandern und Spazieren gehen.

Das berühmte Skigebiet Whistler-Blackcomb ist eignet sich auch hervorragend zum Wandern und Spazieren gehen.

Hier die sechs Kapitel meiner Wohnmobil-Kanada-Reise:


Bildnachweis: © Walflosse: Fotolia – mathiasrehm, Braunbär: Fotolia, Skigebiet: Fotolia – Hanze

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