Harley: EU-Fahrzeuge mit Kult

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Was hat die Harley Davidson, was andere Motorräder nicht haben? Die Harley ist teuer, nicht sicherer als andere Zweiräder, sie ist schwer und nicht familientauglich. Doch einen echten Liebhaber schreckt das nicht ab und so fahren Männer und Frauen begeistert mit diesen Fahrzeugen, die inzwischen als EU-Fahrzeuge überallhin lieferbar sind.

Preisnachlässe nicht nötig

Route 66: Der Traum aller Biker

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Werden EU-Fahrzeuge gehandelt, so wird meist bis zum Letzten gefeilscht – jeder möchte schließlich einen Vorteil haben. Der Käufer will nicht zu viel Geld ausgeben, der Verkäufer möchte seinen Gewinn so hoch wie möglich ansetzen. Doch EU-Fahrzeuge hin oder her: Harley Davidson hat es nicht nötig, großartige Preisnachlässe zu bewilligen. Die Motorräder gehen auch zu Höchstpreisen weg, wobei angemerkt werden muss, dass die Käufer noch einmal rund den halben Kaufpreis in die Veränderung der Maschinen stecken. So entstehen individuelle Motorräder durch Umbauten und neue Teile, durch andere Lackierungen und kleine Besonderheiten. Die Individualisierung erfolgt in den meisten Fällen innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf der meist nagelneuen Maschine.

Harley Davidson: Individualität durch Farben

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Interessant ist, dass die Harley meist bar bezahlt wird – Umfragen unter Händlern zufolge zahlen rund drei Viertel der Käufer das Motorrad mit Bargeld, was angesichts der stolzen Summen von 30.000 Euro aufwärts schon eine gute Leistung ist. Leasing spielt hier kaum eine Rolle, nur etwa ein Prozent der Käufer nutzt dieses Angebot der Händler. Etwa 24 Prozent hingegen finanzieren die Harley Davidson.

EU-Fahrzeuge: Besonders günstig kaufen?

Viele Fahrzeuge werden als EU-Fahrzeuge beworben, die im Ausland besonders günstig erstanden werden können. So beträgt die Mehrwertsteuer in Luxemburg bloß 15 Prozent – EU-Fahrzeuge mehr als günstig! Doch das gilt nicht für die Harley, denn spätestens am Zoll kommt das böse Erwachen. Es ist also nicht wirklich sinnvoller und kostensparender, die Harley Davidson im Ausland zu kaufen, denn hier wird das Motorrad nur zum Nettopreis angeboten. Bei der Einfuhr ins Heimatland muss der dort gültige Mehrwertsteuersatz bezahlt werden.

Vielleicht ist es günstiger, nicht auf EU-Fahrzeuge zu setzen, sondern die Harley direkt in den USA zu kaufen? Auch das kann verneint werden, denn auch wenn die Kaufpreise durch den Umrechnungskurs von Dollar in Euro günstiger sind, kommen doch jede Menge Aufpreise dazu: Zoll und Transport, dazu das Umrüsten der Harley Davidson, damit sie auf deutschen Straßen überhaupt fahren darf. Hier sind vor allem die Abgasvorschriften zu erwähnen, die sich deutlich von den Bestimmungen in den USA unterscheiden. So müssen Einspritzanlage, Auspuff und Luftfilter umgebaut werden – ein Gewinn durch den günstigeren Einkauf wird so schnell aufgefressen.

Die Gewinnspanne deutscher Händler ist gering, daher sind Preisnachlässe hier kaum möglich. Eine Rabattschlacht durchzuführen ist angesichts der großen Nachfrage aber auch nicht einmal nötig – in dem Punkt stehen die Händler der Harley um einiges besser da als Händler anderer Motorradmarken. Harley – ein Traum für alle Beteiligten!


Bildnachweis: © Fotolia – Titelbild Giuseppe Antonio Pec, #1 tanaonte, #2 joey333

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